Winterversammlung des RFA Siegen-Wittgenstein
setzt Impulse
Am 25. Februar fand in der Weißtalhalle die Winterversammlung des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein statt. Rund 150 Vorstände der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse aus dem Kreisgebiet kamen zusammen, um sich über aktuelle Themen der Forstwirtschaft zu informieren.

Neues zu Forstpolitik und Personal
Der Forstamtsleiter Manfred Gertz berichtet über das aktuelle forstpolitische Geschehen. Der Waldpakt 2.0 und die Entscheidung, keinen zweiten Nationalpark in Nordrhein-Westfalen zu errichten, wurden erläutert. Auch über die Verschiebung des Gesetzes zur entwaldungsfreien Lieferkette wurde informiert.
Beim Thema Personalentwicklung im Forstamt Siegen-Wittgenstein stand der Generationswechsel im Focus. Neben dem neuen Fachgebietsleiter Hoheit, Christian Schink, wurden sechs Forstbetriebsbezirksleitungen und ein Dienstleistungswaldarbeiter den Privatwaldbesitzenden vorgestellt. Damit ist die Kontinuität der Betreuung in den Privatwaldrevieren des Forstamtes für die nächsten Jahre sichergestellt.
Wie in jedem Jahr kam auch die Würdigung des Ehrenamtes nicht zu kurz. So wurden sechs Vorstandsmitglieder der Waldgenossenschaften für ihr jahrzehntelanges Engagement gemeinsam mit dem Vertreter der Kreisgruppe des Waldbauernverbandes geehrt.
Der Vorsitzende der Forstwirtschaftlichen Vereinigung des südwestfälischen Gemeinschaftswaldes, Arne Siebel, berichtete über die aktuellen Entwicklungen der wichtigen Zusammenschlussform der Waldgenossenschaften, die rund 26.000 Hektar in Südwestfalen repräsentieren. Zudem informierte Arne Siebel über folgende Neuerung: Künftig können auch Waldbesitzende, die nicht in einem Vorstand einer Waldgenossenschaft tätig sind, in die Vorstände der Vereinigung aufgenommen werden und somit die ehrenamtliche Arbeit mit unterstützen.
„Für den Wald von morgen – waldbauliches Handeln im Klimawandel“
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war der Vortrag von Dr. Ralf Petercord, Referatsleiter für das Referat Waldbau, Klimawandel im Wald, Holzwirtschaft im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der mit dem Thema Wiederbewaldung im Klimawandel alle Teilnehmer gespannt bis zur letzten Minute zuhören ließ.
Ziel muss seinem Vortrag nach ein Dauermischwald sein, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet: Nachhaltigkeit, Multifunktionalität, Standortgerechtigkeit, Klimaanpassungsfähigkeit, Bewirtschaftung und möglichst hohe CO²-Senkenleistung. Dabei sollte möglichst frühzeitig die Verjüngung der nächsten Waldgeneration eingeleitet werden. Dies funktioniert allerdings nur mit angepassten Wildbeständen. Zur fachlichen Beratung beim Waldumbau stehen die Försterinnen und Förster des Regionalforstamtes zur Verfügung.
Autor: Jan Zimmermanns, Wald und Holz NRW
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