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Importe von Forstpflanzen und deren Produkte, inkl. Holz in die EU

und in die Bundesrepublik Deutschland

Die Rechtsgrundlagen sind die VO 2016/2031 und KontrollVO 2017/625 incl. dem umfangreichen Anhang, das Pflanzenschutzgesetz und die Pflanzenbeschauverordnung.
Alle Dokumente finden Sie auf dieser Seite zum Download. - Stand: 02.03.2020

Hinweis: für Verpackungsholz im Gebrauch gelten andere Regeln.

1. Holzimportbestimmungen

Um eine für Sie maßgeschneiderte Zusammenstellung der gesetzlichen Regelungen zur Einfuhr von Forstpflanzen und deren Produkte, inkl. Holz in Form von Rundholz, Schnittholz bis hin zu Hackschnitzel in die "Europäische Union" und in die Bundesrepublik Deutschland erstellen zu können, können Sie das nachfolgende Formular "Importanfrage" ausfüllen und per Mailanhang an die dort genannte Mailadresse senden - die Antwort erhalten innerhalb weniger Tage.

Formular Importanfrage

In vielen Fällen müssen Sie sich als Importeur registrieren lassen.
Hier finden Sie den Registrierungsantrag.
Registrierte Firmen werden im dreijährigen Rhythmus geprüft - hier die Checkliste dazu.

Neue Regelungen ab dem 14.12.2019
Mit Inkrafttreten der neuen EU-Pflanzengesundheitsverordnung  2016/2031" über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen sowie der "Kontrollverordnung 2017/625" über amtliche Kontrollen zur Gewährleistung der Anwendung der Vorschriften u.a. zur Pflanzengesundheit, bestehen ab dem 14.12.2019 nicht nur neue, für jeden gültige pflanzengesundheitliche Regelungen, sondern auch zusätzliche Notwendigkeiten, die sich auf Meldepflichten und Registrierungen von Importfirmen beziehen.

In diesem Zusammenhang wird auch am 14.12.2019 das bisherige Anmeldeportal "PGZ-online.de" für die Anmeldung von Importbeschauen deaktiviert und das neue Internetportal TRACES aktiviert (siehe Nr. 5 auf dieser Seite). 

Risikowarenliste vorübergehend ausgesetzt

Ebenso ist am 14. Dezember 2019 die bisherige Risikowarenliste für Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse und die Risikowarenliste für Verpackungsholz "in Gebrauch", wegen der Umstellung auf das neue Internetportal und zu deren Überarbeitungen bis zum Frühjahr 2020 ausgesetzt worden. Sobald die überarbeitete Risikowarenliste für Verpackungsholz zur Verfügung steht, wird dies im Bundesanzeiger veröffentlicht und hier dargestellt.

Bis zur Veröffentlichung der überarbeiteten RWL im Frühjahr 2020, müssen die darin angeführten Waren (KN-Codes) vom 14.12.2019 an vorerst nicht mehr für einen Importbeschau angemeldet werden. Vorortkontrollen durch Inspektor*innen der zuständigen Behörden, bezüglich weiterhin getätigten Einfuhren, bleiben hiervon jedoch unberührt - dies bedeutet, dass jeder Import, wie bisher auch, einer Beschau unterzogen werden kann.

 

2. Zusätzliche Bestimmungen für den Asiatischen Laubholzbockkäfer

Für den sehr gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) hat die EU Mitte 2015 besondere Regelungen für spezifizierte Pflanzen- und Holzimporte beschlossen. Nachfolgend die
Übersicht für ALB-spezifizierte Pflanzen- und Holzimporte

und den Durchführungsbeschluss DFB 2015/893/EU zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung des ALB.

3. Import von Rot- und Weißeichenrundholz ist genehmigungspflichtig

Der Import von Rot- und Weißeichenrundholz aus den USA ist wegen der Gefahr der Einschleppung des Verursachers der Eichenwelke (Pilz: Ceratocystis fagacearum (Bretz) Hunt) verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern belegt. Auf Antrag können Einfuhrgenehmigungen auf Grundlage der Entscheidung 2005/359/EG und des Beschlusses 2010/723/EU erteilt werden.

4. Einfuhrverbot von Ulme aus USA und Kanada gemäß DFVO (EU) 2018/2019

Gemäß Anhang I der DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2018/2019 ist die Einfuhr von Holz von Ulmus L., das aus Drittländern oder Gebieten von Drittländern stammt, in denen Saperda tridentata Olivier (Ulmenbohrer) bekanntermaßen auftritt, verboten.

Das Einfuhrverbot gilt ab dem 14.12.2019 bis zur abschließenden Erstellung einer Risikobewertung für Holz mit Ursprung aus Gebieten der USA und Kanada, da der o.g. Schadorganismus bekanntermaßen dort auftritt.

 

5. Beantragung einer Importbeschau und Gebühren

Eine "pflanzengesundheitliche Importkontrolle" können Sie über das EU-Portal "TRACES" beantragen. Die Handhabung von "TRACES" können Sie in einer Info nachlesen, welche in der rechten Spalte zum Download bereitsteht. Weiterführende Informationen finden Sie unter diesem Link

Alle Gebühren finden Sie unter "Rechtsgrundlagen und Gebührentarife"

6. CITES - Abkommen und Holzbestimmung

Tropenholz und Washingtoner Artenschutzabkommen - CITES = Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora - 

Ziel dieser Bestimmung ist der Schutz bestimmter frei lebender Tiere und Pflanzen vor übermäßiger Ausbeutung durch den internationalen Handel. Die zuständigen Behörden für die Kontrolle der Einfuhren sind die Zolldienststellen. Hier finden Sie weitere allgemeine und holzspezifische Informationen und ein Stelle, welche Ihnen bei der Holzbestimmung weiterhelfen kann.

 

7. Besondere Ausnahmeregelungen bei Holzimporten

Ausnahmen für die Einfuhr bestimmter Warenarten und Holzimporten finden Sie hier.


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