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Importe von Waren

mit Verpackung aus Holz

Bei mit Holz verpackten Importwaren gibt es drei Vorgehensweisen bei der Beantragung einer pflanzengesundheitlichen Beschau. - Stand: 14.12.2019

1. Europaweit geltendes Sonderverfahren

Das "Sonderverfahren" betrifft Importsendungen mit Verpackungsholz (VPH) aus China und ab dem 01.10.2018 auch aus Weißrussland für näher bestimmte Waren.

Hier finden Sie alle Informationen dazu.

2. Normalverfahren / Risikowarenliste

Beim "Normalverfahren" handelt es sich sich um andere als im Sonderverfahren angeführte KN-Codes die mit Waren der Risikowarenliste eingeführt und die nach § 7 b Pflanzenbeschauverordnung zur pflanzengesundheiltlichen Beschau angemeldet werden müssen.

Wie Untersuchungen belegen, liegt bei bestimmten niedrigpreisigen Warengruppen ein größeres Risiko der Verschleppung von Schadorganismen in den häufig minderwertigen Holzverpackungen vor.

Importfirmen solcher Risikowaren sind deshalb gesetzlich zur Anmeldung der Importe für eine Beschau verpflichtet. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Risikowarenliste vorübergehend ausgesetzt

Am 14. Dezember 2019 wurde die Risikowarenliste für Verpackungsholz "in Gebrauch", wegen der Umstellung auf das neue Internetportal TRACES und zu deren Überarbeitungen bis zum Frühjahr 2020 ausgesetzt. Sobald die überarbeitete Risikowarenliste zur Verfügung steht, wird dies im Bundesanzeiger veröffentlicht und hier dargestellt.

Bis zur Veröffentlichung der überarbeiteten RWL im Frühjahr 2020, müssen die darin angeführten Waren (KN-Codes) vom 14.12.2019 an vorerst nicht mehr für einen Importbeschau angemeldet werden. Vorortkontrollen durch Inspektor*innen der zuständigen Behörden, bezüglich weiterhin getätigten Einfuhren, bleiben hiervon jedoch unberührt - dies bedeutet, dass jeder Import, wie bisher auch, einer Beschau unterzogen werden kann.

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3. Risikoländerliste - ein NRW-spezifisches Verfahren

Wenn mehrfach in Warensendungen, welche nicht der Risikowarenliste unterliegen, Schädlingsbefall (Lebendbefall) des Verpackungsholzes festgestellt wird, werden die Ursprungsstaaten der Sendungen in Nordrhein-Westfalen als "Risikoländer" eingestuft. Waren aus diesen Ländern welche mit Holz verpackt sind, sind bis auf Weiteres, ebenso wie die Risikowaren zur pflanzengesundheitlichen Beschau anzumelden.

In 2019 musste kein Risikoland ausgewiesen werden

Sobald sich die Situation ändert, wird dies auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Rechtsgrundlagen: § 1 in Verb. mit § 59 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz und § 8 Abs. 4 Satz 1 Pflanzenbeschauverordnung

4. Online Portal für Ihren Antrag auf eine Importbeschau

Eine "pflanzengesundheitliche Importkontrolle" ist über das EU-Internetportal "TRACES" zu beantragen. Die Handhabung von "TRACES" können Sie in einer Info nachlesen, welche in der rechten Spalte zum Download bereitsteht. Weiterführende Informationen finden Sie unter diesem Link


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