WPZ Burgholz - Wald & Holz Skip to main content

Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz

Wald durch Erleben verstehen

Das WPZ Burgholz bietet unter dem Leitsatz „Der Wald soll nicht über den Verstand erlebt, sondern über die Erlebnisse verstanden werden.“ waldpädagogische Aktivitäten für die unterschiedlichsten Zielgruppen an. Dabei orientiert sich das waldpädagogische Angebot in der Umsetzung an den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die fremdländischen Baumarten im Arboretum Burgholz setzen dabei einen besonderen Akzent beim direkten Naturerleben.

Seit 12 Jahren bietet das WPZ Burgholz unterschiedliche Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, Studentinnen und Studenten sowie interessierte Erwachsene an. Durch unsere waldspezifischen Programme ergänzen wir als Partner die außerschulischen Lernorte in der Stadt Wuppertal. Wir stehen mit unserem Team ganzjährig zur Verfügung und entwickeln gerne gemeinsam mit Ihnen ein für die Bedürfnisse Ihrer Gruppe passendes Programm.

Unsere Themen

  • Grundlagenkenntnisse heimischer und fremdländischer Waldbäume
  • Waldfunktionen (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion)
  • Ökosystem Wald, Kreisläufe in der Natur
  • Waldbewirtschaftung und der Rohstoff Holz (Holzverwendung)
  • Tiere des Waldes
  • Naturschutz im Wald

Umgebung

Das WPZ Burgholz liegt direkt an einem 540 Hektar großen zusammenhängenden Waldkomplex inmitten des Bergischen Städtedreiecks Wuppertal, Solingen und Remscheid und ist ein wichtiges Naherholungsgebiet. Das Waldgebiet Burgholz ist Naturschutzgebiet und mit einem Wegenetz gut erschlossen. Die Topografie ermöglicht schöne Ausblicke und anspruchsvolle Etappen für Wanderungen oder zum Fahrradfahren. Der Fernwanderweg von Essen bis zum Drachenfels führt auch ein kleines Stück durch das Versuchsrevier und Arboretum Burgholz.

Hinweise

Wer uns besucht, sollte unbedingt regenfeste und der Jahreszeit angepasste Kleidung, festes Schuhwerk (ggf. Gummistiefel) und am besten auch einen Rucksack mit Pausenbrot bereit haben Wenn im Programm nicht anders vermerkt, richten Sie bitte die Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen direkt an das WPZ Burgholz. Ansonsten sind die Kooperationspartner, die die Anmeldung entgegennehmen, bei dem jeweiligen Programmpunkt vermerkt.

Öffnungszeiten

Mo-Fr 9:00 bis 15:00 Uhr

Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz
Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz
Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz
Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz
Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz

Öffnungszeiten

Mo-Fr 9:00 bis 15:00 Uhr

Arboretum Burgholz

Hinweisschilder

Bäume der Welt – Wälder der Welt

Das Arboretum (arbor lat. „Baum“) Burgholz weist auf einer Fläche von etwa 200 Hektar mehr als 100 Nadel- und Laubbaumarten aus drei Kontinenten auf und stellt damit den flächenmäßig größten Anbau fremdländischer Baumarten in Deutschland dar. Gleichzeitig beinhaltet das insgesamt 540 Hektar große staatliche Waldgebiet mit seinen Naturschutzflächen im räumlichen Verbund mit kommunalen und privaten Wäldern ein überaus interessantes Naherholungsgebiet.

Wald mit verschiedenen Baumarten
Blick auf den gemischten Herbstwald mit Edeltannen, Mammutbäumen und Buchen (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Anziehungspunkt für Fachleute und interessierte Laien

Auf die Reise durch einheimische, nordamerikanische, asiatische, mediterrane oder gemischt einheimische-fremdländische Waldgesellschaften begeben sich nicht nur ungezählte Erholungssuchende der Region. Im Arboretum Burgholz kann man auf den Erfahrungen im Anbau mit fremdländischen Baumarten der letzten 50 Jahre aufbauen. Diesen Wissensvorsprung wollen auch Universitäten und Landesforstverwaltungen anderer Bundesländer nutzen. Selbst internationale Arbeitskreise schätzen die waldbaulichen Erfahrungen, die im Versuchsrevier und Arboretum Burgholz gemacht worden sind.

Baumkronen
Ginkgo biloba und Riesenmammutbäume (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Fremdländer mit Geschichte

Das Arboretum Burgholz blickt zurück auf eine lange Tradition mit Anpflanzungen nichtheimischer Baumarten. Seit 1820 wurden hier regionalfremde Gehölze wie die Europäische Lärche und Waldkiefer angebaut. Aus Amerika und Asien folgten um 1900 Weymouthskiefer, Amerikanische Roteiche, Douglasie und Japanische Lärche. Ausschlaggebend waren damals der schlechte Wuchs der Fichten und die schleppende Verjüngung der Buchenbestände. Weitere fremdländische Baumarten – auch und gerade zu Forschungszwecken angebaut – bereichern das Arboretum seit 1958.

Blüte
Der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) blüht prächtig im Juni. (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Vergleiche unter Nachbarn

Forstlich bewirtschaftet werden heute cirka 160 Hektar Bestände fremdländischer Baumarten, die als anbauwürdig oder anbaufähig erachtet werden, und cirka 55 Hektar Vergleichsbestände mit Fichte der Herkunft Westerhof. Weitere einheimischer Baumarten wie Rotbuche, Stiel- und Traubeneiche, Hainbuche und Bergahorn sind hier Nachbarn von Fremdländern wie Tulpenbaum, Sumpfzypresse, Kalifornischer Weihrauchzeder, Thuja oder Mammutbaum. Durch die kleinflächige Verzahnung der Waldflächen mit fremdländischen und heimischen Baumarten ergibt sich eine Fülle von Fragestellungen in Bezug auf das Miteinander der Tier- und Pflanzenwelt und der Dynamik der Lebensgemeinschaften. Das Arboretum Burgholz erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 120 und 304 Meter ü. NN und ist durch ein wärmegetöntes und regenreiches Klima geprägt. Jahresniederschläge von 1100 Millimeter und Jahresdurchschnittstemperaturen von 9,5 °C mit einer Vegetationszeit von 155 bis 160 Tagen bieten für das Wachstum vieler Baumarten günstige Voraussetzungen.

Bäume im Winter
Esskastanie (Castanea sativa) mit guter Qualität und waldbaulich vielversprechend (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die wissenschaftliche Begleitung des Arboretums erfolgt durch das Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald, das derzeit eine „Dokumentation und Beurteilung von fremdländischen Baumarten im Klimawandel“ erstellt. Das so genannte Fremdländer-Konzept NRW, für das Dr. Bertram Leder als Leiter der Schwerpunktaufgabe Waldbau und Forstvermehrungsgut im Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald verantwortlich zeichnet, erfasst die Vorkommen und Anbauten fremdländischer Baumarten, überträgt deren Charakeristika in eine Wissensdatenbank und dokumentiert die waldbaulich-ertragskundlichen Eigenschaften.

Baumstämme
Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) enorm zuwachsstark (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Für ausgesuchte Baumarten werden dendrochronologische Untersuchungen (Altersbestimmung) durchgeführt, dokumentiert wird auch die Bedeutung des Totholzes fremdländischer Baumarten für die Biodiversität. Zuletzt stellt das Konzept die wachstumskundlichen Ergebnisse Vergleichsbeständen – zum Beispiel Fichte und Buche – gegenüber. Nur schlüssig, dass das Arboretum Burgholz bei den Erhebungen zum Fremdländer-Konzept eine zentrale Rolle spielt.

Wissenschaftlich untersucht werden im Arboretum Burgholz unter anderem:

  • Ökologische Ansprüche und Eigenschaften der Bäume
  • Wuchsleistung und Qualität der Baumarten
  • Waldbauliche Behandlung der Baumarten
  • Verwendung der Holzarten
Nebel über dem Wald
Blick über das Weilandsiepen (Foto: Ute Nolden-Seemann)

Ein Schatz für Erholung und Naturerleben

Erholungssuchende kommen nicht nur aus Wuppertal, sondern aus der Gesamtregion des Bergischen Landes. Viele möchten auf einer Führung mit Försterin oder Förster mehr über die exotisch anmutende Waldlandschaft erfahren.

Das Waldpädagogische Zentrum Burgholz bietet das ganze Jahr über Veranstaltungen und Führungen für interessierte Laien an.

Weitere Bilder

Baumspitzen
Rötliche Bäume
Verschneiter Wald
Sonne scheint in den Wald
Baumfrucht
Baumblätter

Individuelle Veranstaltungen, Ferienprogramm, Gruppen

Neben den Aktivitäten im Rahmen eines Schulvormittages können auch Nachmittagsveranstaltungen für Gruppen – auch für die Offenen Ganztagesschulen gebucht werden. In den Ferien gibt es jährlich wechselnde Veranstaltungen.

Arboretum/Versuchsrevier

Burgholz ist als Versuchsrevier und Arboretum weit über die Grenzen von NRW hinaus bekannt. Mit ca. 200 Hektar ist es das flächenmäßig größte Anbaugebiet mit fremdländischen Baumarten in Deutschland und wird jedes Jahr von forstlichen Experten, aber auch von vielen dendrologisch interessierten Laien besucht. Für Gruppen können nach Anfrage Termine zu fachlichen Führungen gebucht werden.

Tagungsmöglichkeiten

Für Gruppen bis zu 25 Personen steht zu beruflichen Tagungszwecken ein Seminarraum zur Verfügung. Beamer, Overheadprojektor und Leinwand (fest installiert) sind vorhanden. Die Preise betragen für ganztägige Buchungen 90 Euro und für halbtägige / mehrstündige Buchungen 60 Euro zuzüglich Umsatzsteuer.

Öffnungszeiten

Mo-Fr 9:00 bis 15:00 Uhr

Waldpädagogisches Zentrum Burgholz
Dörte Möller
Friedensstraße 69
42349 Wuppertal

Tel.: 02261/7010-320
Fax: 0251/91797 499-905
E-Mail: senden

Anfahrt mit dem Pkw

WPZ im Ortsteil Cronenberg

Von der A 1, Abfahrt Wuppertal-Ronsdorf, auf die B 51 in Richtung Wuppertal, der Ausschilderung Cronenberg/MVA folgen, im Ortsteil Cronenberg von der Hauptstraße rechts in die Herichhauserstraße, später Friedensstraße einbiegen.

Von der A 46 kommend im Sonnborner Kreuz der Ausschilderung Ronsdorf/Cronenberg folgen, Ausfahrt Tunnel Burgholz MVA/Cronenberg, dann nach Cronenberg fahren (s.o.).

Arboretum im Ortsteil Küllenhahn

Ab der Ausfahrt MVA/Cronenberg folgen Sie der Ausschilderung Richtung „Küllenhahn“; auf der Küllenhahner Straße den Schildern „Arboretum“ folgen, die Sie zur Straße „Zur Kaisereiche“ leiten; dort ist der Parkplatz auf der linken Seite am Ende der Straße.

Öffentliche Verkehrsmittel

WPZ im Ortsteil Cronenberg

Ab Hauptbahnhof Wuppertal-Elberfeld mit dem CE 64 (Solingen - Graf-Wilhelm-Platz) oder der Buslinie 633 (Wuppertal - Am Hofe) bis zur Haltestelle Amboßstraße in Cronenberg, ca. 20 Minuten Fußweg über Herichhauser- und Friedensstraße zum WPZ.

Arboretum im Ortsteil Küllenhahn

Ab Hauptbahnhof Wuppertal Elberfeld nach Küllenhahn zum Parkplatz Kaisereiche oder Zimmerplatz, Haltestelle „Obere Rutenbeck“ mit der Buslinie CE 64 (Solingen - Graf-Wilhelm-Platz) und umsteigen an der Haltestelle Hahnerberg in die Buslinie 633 (Wuppertal - Am Burgholz)


» Seite drucken