Holzverwendung - Wald & Holz Skip to main content

Holzverwendung

Moderne Holzprodukte wie veredeltes Schnittholz, ingenieurstechnischveredelte und hochleistungsfähige Vollholzprodukte sowie hochwertige Holzwerkstoffe können in verschiedensten Bereichen des Bau- und Ingenieurwesens, in der Innenausstattung, im Außenbereich und in der Möbelherstellung verwendet werden.

Zeitgemäße Formen der energetischen Holzverwendung beinhalten die Nutzung von ausreichend getrocknetem Scheitholz für Kamine und Öfen, von industriell hergestellten Pellets für Ofenanlagen und von Hackschnitzeln für größere Anlagen. Zudem gibt es vielfältige Sonderanwendungen und innovative Einsatzgebiete.

Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie umfassend zum Thema Holznutzung. 

Die Verwendung moderner Holzprodukte aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft, z. B. zum Bauen, Einrichten und Heizen, weist wie kein anderes Material vielfältige Vorteile auf.

Technische Leistungsfähigkeit und Produktqualität
Höchste technische Anforderungen zu erfüllen ist für moderne Holzprodukte und Holzbauweisen nicht schwer. Denn sie zeichnen sich durch herausragende Leistungsfähigkeit aus, wie z. B. bezüglich des Schall- und Brandschutzes oder der Erdbebensicherheit. Gewährleistet wird dies durch Qualitätskennzeichenund internationale Produktstandards.

Flexibilität, Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit
Rationelle Fertigungs- und Montageverfahren machen Holzbausystembauweisen flexibel und effizient. Über ihre gesamte Nutzungsdauer erweisen sie sich damit als ausgesprochen wirtschaftlich: bei der Errichtung dank kurzer Bauzeiten, während der Nutzung durch Energieeffizienz und nicht zuletzt bei Anpassung an individuelle Bedürfnisse durch einfachen Umbau.

Dauerhaftigkeit und Werthaltigkeit
Unzählige historische Bauwerke in Europa, die heute noch genutzt werden, beweisen: Holzhäuser können viele hundert Jahre alt werden. Bei sachgemäßer Konstruktion bleiben sie heute ohne höheren Pflegeaufwand nicht nur überaus dauerhaft, sondern auch äußerst wertbeständig.

Energieeffizienz
Innovativer Holzbau ermöglicht energieeffiziente Konstruktionen. Aufgrund der relativ geringen Wärmeleitung von Holz lassen sich zusammen mit Wärmedämmstoffen,z. B. auch aus nachwachsenden Rohstoffen, Niedrigenergiestandards bis hin zum Passiv- oder Null-Energie-Haus einfach umsetzen. Dabei wird schon bei Herstellung und Verarbeitung im Vergleich zu anderen Baumaterialien in erheblichem Maße Energie gespart.

Ästhetik und Wohnqualität
Der hohe ästhetische Wert von sichtbar verbautem Holz und charakteristischen Holzoberflächen ist unbestritten. Hinzu kommt das angenehm empfundene Raumklima, das für einen hohen Wohnkomfort sorgt. Entscheidende Materialeigenschaften, die geschätzt werden. Holz wird daher zunehmend auch für repräsentative Gebäude mit öffentlicher Funktion verwendet.

Umwelt- und Klimaschutz
Keine andere Branche unterstützt den Erhalt von Waldökosystemen wie die nachhaltige Forstwirtschaft. Denn kein anderer Baustoff wird mit so niedrigem Energieeinsatz erzeugt, verarbeitet und genutzt. Wälder produzieren Sauerstoff und binden Kohlenstoff im Holz. Holzprodukte leisten damit einen aktiven, wichtigen und wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Nachhaltigkeit
Das wesentliche, in der Forstwirtschaft erfundene Prinzip der Nachhaltigkeit lautet: Zugleich wird so gewirtschaftet, dass ökologische, soziale und wirtschaftliche Anforderungen erfüllt werden. Holz ist ein hervorragender regenerativer Rohstoff für Bauzwecke, der diesen Grundsatz erfüllt.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen des Klimaschutzes kann der moderne Holzbau einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Bauwesens und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Holzbauweisen sind technisch ausgesprochen leistungsfähig und überzeugen durch kreative Freiheiten in der Architektur. Holzgebäude können hoch energieeffizient errichtet werden, und auch für die Modernisierung bestehender Gebäude bieten Holzprodukte vielfältige Möglichkeiten. Die Inneneinrichtung von Gebäuden in Holz spricht durch eine besondere Ästhetik und Atmosphäre an.

Da Holzbau auf dem nachwachsenden und umweltfreundlich erzeugten Rohstoff Holz basiert, stellt sich diese Bauweise unter Gesichtspunkten eines nachhaltigen Bauens (Green Building) besonders positiv dar. In Nordrhein-Westfalen finden sich zahlreiche prämierte Referenzobjekte innovativer Holzarchitektur.

Wald und Holz NRW möchte Fachleute wie Architekten und Planer sowie Bauentscheidungsträger und Verbraucher über Informationsbroschüren auf die vielfältigen Möglichkeiten und Vorteile des Bauens und Modernisierens mit Holz aufmerksam machen.

Zu weiteren Maßnahmen von Wald und Holz NRW zur Förderung des modernen Bauens und Modernisierens mit Holz gehören die Unterstützung von Fachveranstaltungen und Branchenplattformen wie dem Europäischen Kongress für effizientes Bauen mit Holz in Köln ,die Unterstützung von Holzbau-Hochschultagen, die Auslobung des Holzbaupreises NRW und das Angebot einer Holzbaudatenbank.

Der Energieträger Holz ist in mehrfacher Hinsicht eine echte Alternative zu den fossilen Brennstoffen Öl, Gas und Kohle.

Nachhaltigkeit

Das Prinzip der Nachhaltigkeit haben wir Forstwirte uns schon vor mehr als 200 Jahren zur Aufgabe gemacht: "von den Zinsen leben, nicht vom Kapital" heißt die Maxime. Unsere Wälder sind Wirtschaftswälder, in denen nur so viel Holz gefällt wird, wie auch wieder nachwächst. Nachhaltigkeit bewirkt die dauerhafte Erhaltung, Verbesserung und Mehrung aller Waldfunktionen.

Jedes Jahr werden auf den Waldflächen im Zuständigkeitsbereich des Regionalforstamtes Hochstift (ca. 41.000 ha bewaldete Fläche) rund 250.000 Festmeter Holz eingeschlagen. Das entspricht einer Menge von mehr als 8.000 vollbeladener LKW. Trotz dieser jährlichen Einschlagsmengen werden unsere Wälder vorratsreicher. Regionale und landesweite Waldinventuren belegen, das jedes Jahr mehr Holz wächst als genutzt wird.

Lagertechnik - Verantwortung beginnt beim richtigen Lagern

Durch richtiges Lagern optimal nutzen und Umwelt entlasten:

  1. Das Holz sollte gebrauchsfertig zersägt und gespalten gelagert werden. Gespaltene Holzscheite trocknen rascher als ungespaltene.
  2. Brennholz wird am besten zwischen November und März geschlagen und sofort gespalten. (Scheite 10 - 20 cm Umfang).
  3. Holzscheite auf Unterlagen stapeln, damit Luft unter dem Holzstoß hindurchziehen kann. Auch hinter dem Holzstoß sollte ein 5 - 10 cm breiter Luftspalt belassen werden.
  4. Brennholzlager möglichst an einer luftigen, sonnigen Stelle errichten, z.B. Südseite des Hauses mit weitem Dachüberstand. Noch idealer ist ein an Haus und Dorfkultur angepasster, luftiger Holzschuppen mit Satteldach, in kleinerer Ausführung (s. Skizze) oder auch größer gestaltet.
  5. Holz braucht Zeit zum Trocknen. Lufttrocken (mit 20% Restfeuchte) ist es nach 1-3 Jahren, je nach Lagerplatz. In diesem Zustand verbrennt es optimal und schadstoffarm.
  6. Kein frisches Holz im Keller stapeln, da es dort nicht trocknen kann. Nur trockenes Holz kann in trockenen Räumen (z.B. belüfteter Keller) gelagert werden. Je feuchter das Holz ist, umso geringer ist der Heizwert.

Mit trockenem Holz - sauberes Heizen

Nur durch eine ausreichende Trocknung lassen sich Umweltbelastungen wie Rauch-, Teer-, und Rußbildung vermeiden. Schlecht getrocknetes Brennholz kann außerdem durch den hohen Wasserdampfgehalt und niedrige Abgastemperaturen zu Kondensatbildung und damit zu Schäden an den Kaminen führen.

Grundregeln fürs Heizen - Umweltschonend und energiesparend heizen

Eine ausgefeilte, moderne Heiztechnik macht das umweltschonende, energiesparende Heizen leicht. Die Verfahrensweise erfolgt nach Empfehlung der Herstellerangaben bzw. nach der Bedienungsanleitung.

Lassen Sie sich vom Fachmann beraten.

  1. Heizen Sie ausschließlich naturbelassenes, lufttrockenes Scheitholz mit maximal 20% Restfeuchte.
  2. Behandeltes Holz ist Problemmüll. Verheizen Sie niemals lackiertes oder beschichtetes Holz oder gar Müll. Das ist umwelt- und gesundheitsschädlich, daher streng verboten!
  3. Nutzen Sie Nadelholz zum Anbrennen. So erreichen Sie schnell die für die optimale Verbrennung nötige hohe Temperatur.
  4. Die maximale Füllmenge nie überschreiten!

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