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Start der Bsal-Beprobung von Feuersalamandern

24.06.20Pressemitteilung

Feuersalamander und Molche sind fester Bestandteil unserer heimischen Biodiversität. Seit einigen Jahren werden sie vom tödlichen Salamanderfresser oder Bsal-Pilz bedroht. Um nachzuweisen, ob auch die ostwestfälischen Salamander bereits betroffen sind, führen Försterinnen und Förster seit Frühjahr eine Beprobung der Tiere im Projektgebiet Leiberger Wald durch.

Seit einigen Jahren breitet sich Bsal unaufhaltsam in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aus. Zunächst nur in der Eifel verortet, kommen immer wieder neue Gebiete hinzu, in denen ein Befall an Tieren festgestellt wird. Jüngste Funde erstrecken sich vermehrt über das Ruhrgebiet und auch im nicht weit entfernten Dortmund konnte der Pilz an Lurchen nachgewiesen werden.

Im Rahmen des LIFE-Projektes werden in den kommenden Jahren Feuersalamander und Molche in allen Projektgebieten näher auf einen möglichen Pilzbefall untersucht. Der Start fiel dieses Frühjahr im westlich gelegenen Projektgebiet „Leiberger Wald“ bei Bad Wünnenberg, welches durch seine gewässerreichen Laubwälder einen idealen Lebensraum für die Salamander darstellt.

Feuersalamander sind überwiegend nachts aktiv und bevorzugen feuchtes, warmes Wetter. Ab dem Frühjahr setzen die Lurchweibchen ihre Larven in den Gewässern ab. Mit Hilfe von Amphibienzäunen in größeren Quellbereichen werden einzelne Feuersalamander und auch Molche bei ihrer nächtlichen Wanderung vorrübergehend gefangen. Die Beprobung der Tiere findet am nächsten Morgen mit der Leerung der Eimer statt. Bevor die Lurche zurück in den Wald gesetzt werden, wird den Tieren mittels eines Wattestäbchens mehrmals über den Bauch gestrichen. Diese Proben werden später im Labor der Universität Braunschweig untersucht.

Bisher zeigen die untersuchten Salamander und Molche keine äußerlichen Hautläsionen, die auf einen Befall der Tiere hindeuten. Ein endgültiges Ergebnis liefert die spätere Laboruntersuchung.


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