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Neue Bestimmungshilfe für Amphibien erschienen

17.04.20Pressemitteilung

Gerade in höheren Lagen läuft die Amphibienwanderung zurzeit auf Hochtouren. Zahlreiche Tiere sind auf ihrem Weg zu den Fortpflanzungsgewässern. Hilfe zur Bestimmung und Hinweise auf markante Merkmale heimischer Amphibienarten im Wald gibt das Naturschutzprojekt „Tuff-LIFE“ im neu erschienen Bestimmungsplan.

In Deutschland sind 21 Amphibienarten heimisch. Anders als oftmals vermutet, suchen die meisten der an Wasser- und Landlebensräume angepassten Amphibienarten Gewässer nur zur Fortpflanzung auf. Ab März und April verlassen die wechselwarmen Tiere bei warmen Temperaturen, vor allem nach Kälteperioden, ihre Winterquartiere und wandern zu ihren Laichgewässern, auf der Suche nach einem geeigneten Partner. Zu sehen ist dieses Spektakel insbesondere zu späterer Stunde und feuchter Witterung an nahezu jedem Teich oder in teichnähe: Ob Gartenteich, Tümpel, Waldteich oder See, Amphibien dürfen nicht mehr allzu wählerisch sein. Denn der Schwund der Lebensräume nimmt weiterhin zu.

Daher ist der Erhalt von Wald- und Wasserlebensräumen für die Amphibien von großer Bedeutung. Im Naturschutzprojekt wird über Renaturierungsmaßnahmen und die Neuanlage von Stillgewässern, wie Tümpeln oder Teichen, ein Netz aus geeigneten Lebensräumen für die Amphibien geschaffen. Dies begünstigt langfristig auch die Ausbreitung seltener Arten, wie dem Kammmolch (Download PDF "Artenportrait Kammmolch").

Der neu erschienene Bestimmungsplan stellt in Kürze die wichtigsten Amphibienarten der heimischen Wälder vor und liefert einfache Tipps zur Unterscheidung der einzelnen Arten. Hier geht es zum Download: PDF "Amphibien Bestimmungshilfe".


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