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Internationaler Tag der Wälder

Waldschäden stoppen und klimastabile Mischwälder fördern

19.03.20Pressemitteilung

Umweltministerin Heinen-Esser: „Unsere Wälder sind ein wichtiger Hort der biologischen Vielfalt, für dessen Bewahrung wir uns alle gemeinsam mit aller Kraft einsetzen müssen.“

Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag der Wälder am 21. März 2020 unter das Thema „Biologische Vielfalt“ gestellt. Hierzu betont Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Unsere Wälder sind ein wichtiger Hort der biologischen Vielfalt, für dessen Bewahrung wir uns alle gemeinsam mit aller Kraft einsetzen müssen.“ Drei zentrale Aufgaben sieht die Ministerin dabei nach den dramatischen Schäden durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer: „Wir müssen die Waldschäden stoppen, vielfältige und klimastabile Mischwälder fördern und wertvolle Biotopstrukturen sichern.“

International trägt Deutschland insbesondere Verantwortung für die Bewahrung der Rotbuchenwälder, die von Natur aus etwa zwei Drittel der Fläche Deutschlands einnehmen würden und nur in Europa vorkommen. Zahlreiche Arten wie Wildkatzen, Hirschkäfer und Schwarzstörche finden in den heimischen Wäldern wertvollen Lebensraum.

Zur Bewahrung der biologischen Vielfalt im Wald besteht in Nordrhein-Westfalen ein breites Schutzgebietsnetz. Hierzu gehören der Nationalpark Eifel, die europäischen Natura 2000-Gebiete, Naturschutz- und Wildnisentwicklungsgebiete sowie Naturwaldzellen.

Zu dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehören rund 40 Prozent des landeseigenen Waldes. In ihnen werden Waldgesellschaften von internationaler Bedeutung geschützt. „Der Schutz der biologischen Vielfalt ist wichtiges Leitziel des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Neben dem Schutzgebietsnetz berücksichtigen wir dieses Ziel auch flächendeckend bei der Bewirtschaftung des Landeswaldes. Über das Alt- und Totholzkonzept „Xylobius“ haben wir bereits über 20.000 Biotopbäume aus der Nutzung genommen. So entsteht für totholzliebende Arten ein engmaschiges Netz aus Trittsteinen im Wirtschaftswald“, erläutert Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.

Vielfältige und klimastabile Mischwälder

Sturm, Dürre und Borkenkäfer führten in den vergangenen zwei Jahren insbesondere in nordrhein-westfälischen Fichtenwäldern zu großen Schäden. Für die Wiederbewaldung der Schadflächen hat die Landesregierung für die nächsten 10 Jahre insgesamt Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Nachdem auch der Bund zusätzliche Fördermittel zugesagt hat, erarbeitet das Umweltministerium derzeit auf Grundlage des Waldbaukonzeptes Nordrhein-Westfalen Förderangebote, mit denen die Wiederbewaldung mit vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern unterstützt werden soll. Neben ihrer ökologischen Bedeutung tragen diese auch zu einer Risikominimierung für die Forstbetriebe bei.

Zwei „Wald-Städte“ in Nordrhein-Westfalen

Mit der Bundesstadt Bonn und der Stadt Warstein liegen dieses Jahr gleich zwei „Wald-Städte“ in Nordrhein-Westfalen. Die Bundesstadt Bonn ist auf Initiative des „European Forest Institute" (EFI) europäische Wald-Stadt. Daneben wurde Warstein im Sauerland durch das Waldzertifizierungssystem „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ als PEFC-Waldhauptstadt 2020 ausgezeichnet.

Über Wald und Holz NRW

Wald und Holz NRW ist für alle Belange des Waldes in Nordrhein-Westfalen zuständig, hat seine Zentrale in Münster und gehört als Teil der Landesverwaltung zum Geschäftsbereich des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Wald und Holz NRW kümmert sich als Flächenverwaltung um die bewaldete Landesfläche. Das sind 27 % des Landes bzw. 935.000 Hektar. In den Regionen arbeiten 15 Regionalforstämter und das Nationalparkforstamt Eifel.

Bei Wald und Holz NRW arbeiten 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon knapp 300 Försterinnen und Förster in den Forstrevieren.

Wald und Holz NRW kümmert sich um den Erhalt und Förderung des Waldes in NRW, die Beratung und Betreuung des privaten und kommunalen Waldbesitzes, die Bewirtschaftung von 124.000 Hektar landeseigener Waldflächen sowie um Forschung in den Bereichen Wald, Holzverwendung und Klima. Zum Aufgabengebiet zählen außerdem Umweltbildung, Überwachung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften im Wald auf der gesamten Waldfläche NRWs und die Förderung der Wald- und Forstwirtschaft in NRW.

Weitere Informationen

Kontakt

Wald und Holz NRW
Nadine Neuburg
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: +49 251 91797 211
Mobil: +49 171 5873290
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