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Förderung für
den Waldbesitz

Gemeinsam für mehr Holzbau in NRW

06.05.22Pressemitteilung

Wald und Holz NRW, Stadt Olsberg, Zimmerer Westfalen und Handwerkskammer Südwestfalen bauen Kooperation im Zentrum HOLZ in Olsberg aus.

Nordrhein-Westfalen besitzt das Potenzial zum bundesweiten Holzbauland Nr.1 zu werden. Das verraten die Ergebnisse zum Forschungsprojekt "THG-Holzbau" der Ruhr-Universität Bochum, des Thünen-Instituts für Holzforschung in Hamburg und der TU München.

Das Zentrum HOLZ in Olsberg ist Plattform und Wirtschaftsförderzentrum für die im Sektor Forst und Holz tätigen Unternehmen. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zum Zentrum HOLZ werden am Standort Olsberg Synergien für den Rohstoff Holz in Bezug auf Beschäftigung und Wertschöpfung sowie für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in NRW entwickelt.

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: "Mit der Kooperationsvereinbarung zum Zentrum HOLZ werden der Wissenstransfer zum Einsatz moderner Holzbautechnologien und die erfolgreiche Vernetzung der Branchenakteure fortgesetzt und weiter ausgebaut. Auf dem Weg in eine decarbonisierte Wirtschaft spielt der nachwachsenden Rohstoff Holz eine zentrale Rolle."

"Ziel der Akteure im Zentrum HOLZ ist es, die Verwendung des Rohstoffes Holz sowohl in Südwestfalen als auch in NRW weiter voranzubringen. Wir sind eine große Waldregion. Die weitere Verarbeitung von Holz vor Ort in der Region ohne große Transportwege schafft Arbeitsplätze und ermöglicht so eine regionale Wertschöpfung", betont Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Dieses Ziel sei auch in Zukunft unabdingbar: "Die Akteure bereiten im Rahmen des aktuellen Förderaufrufs zur REGIONALE 2025 ein umfassendes Konzept vor, in dem Südwestfalen als Vorreiter für das Bauen mit Holz weiterentwickelt werden soll. Dieses wird gemeinsam von Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft sowie Politik und Verwaltung gestaltet. Im Mittelpunkt steht das Bauen mit Holz in den Handlungsfeldern öffentliches Bauen, Industrie- und Gewerbebau sowie privates Bauen. Zentrales und vernetzendes Element sind dabei modernste und innovative Holzbautechnologien und Holzbauprodukte, die in allen drei Handlungsfeldern umgesetzt werden", so Wolfgang Fischer.

Das Team Holzwirtschaft übernimmt im Rahmen der Kooperationsvereinbarung das Clustermanagement für das im Zentrum HOLZ ansässige Netzwerk Informations- und Demonstrationszentrum HOLZ (Cluster I.D. HOLZ) und setzt entsprechende Maßnahmen gemeinsam mit den Partnern um.

Das Team Holzwirtschaft ist Teil des Zentrums Wald und Holzwirtschaft bei Wald und Holz NRW. Aufgabenschwerpunkte sind:

- Stärkung der Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Cluster Forst und Holz

- Wissenstransfer, Beratung und Kommunikation zur Holzverwendung

- Holzwirtschaftliche Forschung

- Förderung der ressourceneffizienten Verwendung des Rohstoffs Holz

- Vernetzung der Partner entlang der Wertschöpfungskette Forst-Holz.

 "Der moderne Holzbau ist Innovationstreiber beim ressourcenschonenden und klimafreundlichen Bauen" fasst Matthias Eisfeld, Geschäftsführer der Zimmerer Westfalen die Entwicklung der letzten Jahre zusammen. So wurden eine Vielzahl von neuen Holzbauprodukten sowie Verarbeitungs- und Fertigungstechniken entwickelt und in den Markt eingeführt. "Die präzise Vorfertigung von hochdämmenden Decken- und Wandelementen erfolgt in der Werkhalle, wodurch kurze Baustellenzeiten und eine schnelle Projektumsetzung gewährleistet werden", erklärt Marc Schenuit, Abteilungsleiter Bau/Ausbau im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen. Für den modernen Holzbau sehen beide Akteure insbesondere beim Bauen im Bestand und der Gebäudemodernisierung, dem mehrgeschossigen Bauen sowie der Aufstockung von bestehenden Wohngebäuden noch erhebliche Potenziale, die es gilt im Rahmen der Kooperation für die Betriebe weiter zu erschließen.

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW:

"Das Bauen mit Holz leistet einen wichtigen Beitrag zu Beschäftigung und Wertschöpfung in den ländlichen Räumen und zur Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig übernimmt der nachwachsende Rohstoff Holz eine Schlüsselfunktion beim klimafreundlichen Bauen", betont Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Dies erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund einer sich infolge des Klimawandels und der aktuellen Waldschäden verändernden Rohstoffbasis und des dadurch bedingten Einsatzes von neuen Holzarten- und Materialkombinationen. In dieser Situation ist eine intensivere Kooperation engagierter Partner im Zentrum Holz in Olsberg eine wichtige Weichenstellung für eine nachhaltige zukunftsweisende Wirtschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen.

Teilnehmende (Bild von links nach rechts)
  • Wolfgang Fischer, Bürgermeister der Stadt Olsberg
  • Heike Frinken, MULNV, Referat Waldbau, Klimawandel im Wald, Holzwirtschaft
  • Matthias Eisfeld, Geschäftsführer des Innungsverbands des Zimmerer- und Holzbaugewerbes (Zimmerer Westfalen)
  • Martin Schwarz, Team Holzwirtschaft im Zentrum Wald und Holzwirtschaft, Wald und Holz NRW
  • Marc Schenuit, Abteilungsleiter Bau/Ausbau im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen
  • Andreas Wiebe, Leiter Wald und Holz NRW

 

Kontakt

Wald und Holz NRW
Michael Blaschke
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: +49 251 91797 210
Mobil: +49 151 19514378
Fax: +49 251 23724 210
vCard: laden

Zusätzliche Informationen:

Zentrum Holz

Im Zentrum HOLZ und dem angeschlossenen Branchennetzwerk Cluster I.D. HOLZ arbeiten die Akteure und Unternehmen der Holzbranche seit 2012 erfolgreich zusammen. Am Cluster I.D. HOLZ nehmen derzeit mehr als 40 Partnerunternehmen teil. Der Standort des Zentrum HOLZ liegt im südwestfälischen Olsberg inmitten einer bundesweit bedeutsamen Schwerpunktregion der Forst- und Holzwirtschaft und in direkter Nähe zu den urbanen Zentren Nordrhein-Westfalens. Ziel der Akteure im Zentrum HOLZ ist es, den Wissenstransfer zur Holzverwendung im Bauwesen weiter voranzutreiben. Dies umfasst sowohl die Information von Architekten, Planern, Bauentscheidungsträgern und Studierenden als auch von Holzbaubetrieben, deren Mitarbeitenden und Auszubildenden. Dabei fungiert das Zentrum als gemeinsame Plattform für den Holzbau und die Einführung neuer Holzbauprodukte und Holzbautechnologien. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Vernetzung der Partner entlang der Wertschöpfungskette "Bauen und Modernisieren mit Holz".

 

Cluster I.D. HOLZ

Der Cluster Informations- und Demonstrationszentrum HOLZ (Cluster I.D. HOLZ) ist die Plattform für die Zusammenarbeit und Vernetzung von holzwirtschaftlichen Unternehmen, Interessenvertretungen, Bildungseinrichtungen, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Ein wesentliches Handlungsfeld sind der Wissenstransfer und die Kommunikation zur Holzverwendung im Bauwesen. Als Netzwerkplattform im Zentrum HOLZ unterstützt der Cluster die Einführung neuer Holzbauprodukte und Holzbautechnologien. Ziel ist die Weiterentwicklung und Stärkung der Holzbaubranche und die Erschließung des Marktpotenzials entlang der Wertschöpfungskette "Bauen und Modernisieren mit Holz".

 


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