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Förderung für
den Waldbesitz

Forschungsprojekt belegt steigende

Zustimmung zum Nationalpark Eifel in der Region

21.06.21Pressemitteilung

Projekt der University of Cambridge hat Auswirkungen und Einflüsse geschützter Gebiete auf Anwohnende untersucht.

Schleiden-Gemünd, den 21. Juni 2021. Dass der Nationalpark Eifel in einem Atemzug mit der renommierten University of Cambridge genannt wird, kommt nicht oft vor. Doch kürzlich haben Forschende der englischen Elite-Universität in Form einer online-Befragung die Auswirkungen geschützter Gebiete auf Anwohnende im direkten Umfeld untersucht – darunter auch der Nationalpark Eifel. Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeichnen ein positives Bild: Die Akzeptanz des Nationalparks ist weiter gestiegen.

Bei der Bevölkerung in den unmittelbar angrenzenden Orten ist die Akzeptanz des Nationalparks sehr hoch: Bei der fiktiven Frage nach dem Fortbestand sprachen sich 83 Prozent der Befragten für die weitere Existenz des Nationalparks aus. Erfreulich ist dabei insbesondere der Vergleich zu Befragungen aus den Jahren 2006 und 2013, in denen das Fortbestehen des Schutzgebiets von der lokalen Bevölkerung noch mit 63 beziehungsweise 65 Prozent befürwortet worden war. „Diese hohe Akzeptanz bei den Anwohnenden von über 80 Prozent für Nordrhein-Westfalens Nationalpark ist insofern bemerkenswert, als dass die Akzeptanz meist im direkten Umfeld von Nationalparks am geringsten ist und mit der Entfernung zum Wohnort ansteigt“, freut sich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser über das Resultat der Befragung.

Die Wissenschaftler kommen zu der Erkenntnis, dass die räumliche Nähe zum Nationalpark die Gemeinden in den letzten fünf Jahren insgesamt sehr positiv beeinflusst hat: Besonders profitieren laut Umfrage das Ansehen der Region, die Verbindung zur Natur, Tourismus, Umweltschutz und Freizeitgestaltung. Nikoleta Jones, Mitarbeiterin der Cambridge-Universität und Autorin des Abschlussberichts, fasst zusammen: „Unsere Analyse hat gezeigt, dass die hohe Akzeptanz für den Nationalpark mit zwei Faktoren eng zusammenhängt: den signifikanten positiven Auswirkungen des Nationalparks auf die lokalen Gemeinden und dem starken Gefühl der Verbundenheit der Menschen mit der Region.“

Über den Schutzstatus des Nationalpark Eifel sind sich 93 Prozent der Befragten bewusst - diese nutzen vor allem die Nationalpark-Tore (78 Prozent), das Nationalpark Zentrum (64 Prozent) oder Broschüren der Nationalparkverwaltung (57 Prozent) als Hauptinformationsquelle. Untersucht wurde ebenfalls der Grad des Vertrauens zu öffentlichen Institutionen: Der Nationalparkverwaltung wird im Vergleich zu anderen Organisationen (Gemeindeverwaltung, Landes- und Bundesregierung) am stärksten vertraut.

Auch Auswirkungen der Corona-Pandemie waren Gegenstand der Befragung: In diesem Zusammenhang nehmen die Anwohnenden des Nationalparks die Einschränkung des sozialen Lebens und die vollen Rad- und Wanderwege als besonders negativ war. Als Werkzeug zur Besuchersteuerung finden Maßnahmen wie eine mobile App, die vor Überfüllung warnt, Schilder, die auf verantwortungsvolles Verhalten hinweisen und Einbahnstraßenregelungen den meisten Zuspruch. Abgelehnt werden Maßnahmen wie ein online-Buchungssystem für Parkplätze oder die Reduzierung dieser.

 

Hintergrund
Tausende Anwohnende in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Eifel waren im Herbst des vergangenen Jahres per Postkarte auf die online-Befragung der University of Cambridge aufmerksam gemacht worden. Mehrere Hundert hatten an der anonymen Befragung teilgenommen und dadurch das Forschungsvorhaben unterstützt.

Zustande gekommen war die Untersuchung im Rahmen des FIDELIO-Projektes (Forecasting Social Impact of Biodiversity Conservation Policies in Europe), das vom Europäischen Forschungsrat gefördert wird. Auf der Projektseite steht der gesamte Bericht zur Verfügung: www.fidelio.landecon.cam.ac.uk

 

 

 

 

 

Kontakt

Wald und Holz NRW
Juliana Dörstel
Urftseestraße 34
53937  Schleiden

Tel.: +49 2444 9510 67
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