Waldbau und Forstvermehrungsgut - Wald & Holz Skip to main content

Waldbau und Forstvermehrungsgut

Schwerpunktaufgabe

Die Schwerpunktaufgabe (SPA) "Waldbau und Forstvermehrungsgut" gehört zum Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald von Wald und Holz NRW, ist aber landesweit tätig. Die verschiedenen Teams entwickeln zum Beispiel Konzepte für Wälder der Zukunft, die die wachsenden gesellschaftlichen Ansprüche erfüllen und im Klimawandel bestehen. Oder Sie kümmern sich darum, dass es in NRW genügend Saatgut der heimischen Bäume und Sträucher gibt.

Dienstgebäude der Schwerpunktaufgabe in Arnsberg (Wald und Holz NRW)

Im Team Waldbau werden Waldbaukonzepte und Leitlinien zur naturnahen, zukunftsorientierten und klimaangepassten Waldbewirtschaftung entwickelt.

Im Team Forstvermehrungsgut werden die heimischen Forstbetriebe bei der Bereitstellung hochwertigen und identitätsgesicherten Saat- und Pflanzgut unterstützt. Es wirkt ebenso bei der Erhaltung und Förderung der Strauch- und Baumartenvielfalt mit.

Team Waldbau

Ziel bzw. Leitbild unserer naturnahen Waldbewirtschaftung ist ein reich strukturierter, produktiver Wald, der eine geringe Anfälligkeit gegenüber abiotischen und biotischen Gefährdungen aufweist und die von ihm erwarteten vielfältigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Leistungen nachhaltig und optimal erbringt.

Die Dokumentationen auf Sukzessions- und Wiederbewaldungsflächen nach Störungen (Sturmwürfe von 1990; 2007) liefern dafür wichtige Erkenntnisse und zeigen Wege auf, wie ein modernes Waldmanagement die Vorteile der natürlichen Störungsdynamik (Heterogenität, Artenvielfalt, vielfältige Lebensgemeinschaften) ökonomisch und ökologisch nutzen kann (z.B. Pionierbaumarten-Management).

Im Team Waldbau werden Empfehlungen zur naturnahen Waldbewirtschaftung der Baumarten entwickelt. Untersucht werden die Auswirkungen von Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen in den verschiedenen Wuchsphasen unsere Wälder sowie der Generationswechsel in verjüngungsreifen Altbeständen. Integriert werden bei diesen Untersuchungen und Dokumentationen die Erarbeitung von Empfehlungen zu den waldbaulichen Umstellungsprozessen (Anpassungs- und Vorsorgestrategie) im Klimawandel.

Darüber hinaus werden praxisorientierte Entscheidungsgrundlagen für die Anbauwürdigkeit von eingeführten Baumarten unter Berücksichtigung möglicher Klimaänderungen erarbeitet. Eingeführte Baumarten können dabei eine Alternative zu heimischen Arten bzw. zur Fichte darstellen, die durch Umweltveränderungen an ihre Grenzen stoßen. Neben den vorhandenen Versuchsflächen im Arboretum Burgholz werden dabei auch Anbauten mit eingeführten Baumarten im Kommunalwald sowie im Groß- und Kleinprivatwald einbezogen.

Die Möglichkeiten und Grenzen für die Produktion nachwachsender Biomasse als Beitrag zur nachhaltigen Energiebereitstellung werden dokumentiert. Dazu werden Versuchs- und Beobachtungsflächen zur Produktion forstlicher Biomasse auf landw. Flächen sowie Versuche mit Vorwaldbaumarten (Energie-Vorwald) angelegt und betreut. Weitere Möglichkeiten der Biomasse-Produktion (Mittelwaldartige Behandlung von Waldrändern; Nutzung von Landschaftsgehölzen) werden dokumentiert und für den Waldbesitzer in Form von Empfehlungen bereitgestellt. Eine wichtige Arbeitsgrundlage bildet das Netz an Versuchs-, Beobachtungs- und Demonstrationsflächen in Nordrhein-Westfalen.

Team Forstvermehrungsgut

Die Schwerpunktaufgabe Waldbau und Forstvermehrungsgut unterstützt die Versorgung mit identitätssicherem, standortangepasstem und hochwertigem Saat- und Pflanzgut als ein Fundament erfolgreicher Forstwirtschaft.

Waldbesitzer, Baumschulen, Behörden, Forschungseinrichtungen und Bürger werden zu Fragen rund um das Saat- und Pflanzgut unserer Gehölze beraten. Kernthemen des Arbeitsbereichs „Forstvermehrungsgut“ sind Ernteaussichten von Saatgut sowie Versorgungssituation und Qualitätsbeurteilung und -sicherung von Saat- und Pflanzgut.

Wichtige Aspekte dabei sind die Einschätzung von Blüte und Fruchtansatz, Techniken zur Ernte, Aufarbeitung und Lagerung von Saatgut, Marktsituation, Anzuchtverfahren in Baumschulen, Qualitätsstandards, genetische Vielfalt und Anpassungsfähigkeit sowie die Herkunftseignung und Identitätssicherung des Saat- und Pflanzgutes unserer Gehölze.
Der Arbeitsbereich hat eine zentrale Funktion beim Betrieb von Samenplantagen, eigenen Ernten, der Aufarbeitung, Lagerung und Vermarktung für Gehölz-Saatgut aus dem landeseigenen Wald von Wald und Holz NRW.

Als Basis für die Versorgung mit Saatgut wirkt der Arbeitsbereich an der Erhaltung und Förderung der genetischen Ressourcen unserer Gehölzarten mit.

In einem Labor des Arbeitsbereichs wird Saatgut auf seine Qualität geprüft und das Alter von Baumschulpflanzen überprüft. Das Labor ist ein akkreditiertes Saatgutlabor im Sinne des Forstvermehrungsgutrechtes. In Absprache können hier auch Saatgutprüfungen nach §14 (2) FoVG in Auftrag gegeben werden.“

Adresse

Waldbau und Forstvermehrungsgut
Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald
Dienstgebäude Arnsberg
Obereimer 2a
59821 Arnsberg

Telefon: 02931/7866-400
Fax: 02931/7866-422
E-Mail: LuVFA-Oeko@wald-und-holz.nrw.de

Servicezeiten

Mo - Fr 7:30 bis 16:00 Uhr

Ansprechpersonen

Für Ihre Fragen und Belange erreichen Sie uns im Forstamt unter der Rufnummer: 02931/7866-400

Anfahrt mit dem Pkw

von Norden

  • Auf A445 über die Auffahrt in Richtung Arnsberg/Kassel
  • Weiter auf A46 (Schilder nach A46/Arnsberg-Rathausplatz) 9,2 km
  • Bei Ausfahrt 65-Arnsberg-Altstadt Richtung Arnsberg-Niedereimer/Arnsberg fahren 0,3 km
  • Bei B229 rechts abbiegen (Schilder nach B229/Soest/Arnsberg/Niedereimer)1,3 km
  • Weiter auf Zur Schefferei 0,3 km
  • Links halten, um auf Zur Schefferei zu bleiben 0,2 km
  • Bei Hammerweide links abbiegen 76 m
  • Bei Obereimer rechts abbiegen 0,1 km
  • Nach links abbiegen, um auf Obereimer zu bleibenDas Ziel befindet sich links 0,2 km

Anfahrt aus Richtung Meschede

  • von Meschede auf A46 Richtung Arnsberg/Dortmund 19,9 km
  • Bei Ausfahrt 65-Arnsberg-Altstadt auf B229 in Richtung Niedereimer fahren 0,5 km
  • Links halten bei B229 1,3 km
  • Weiter auf Zur Schefferei 0,3 km
  • Links halten, um auf Zur Schefferei zu bleiben 0,2 km
  • Bei Hammerweide links abbiegen 76 m
  • Bei Obereimer rechts abbiegen 0,1 km
  • Nach links abbiegen, um auf Obereimer zu bleibenDas Ziel befindet sich links 0,2 km

Sektion Waldbau

Die Sektion Waldbau im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) organisiert jährlich eine Sektionstagung. Vorgestellt werden aktuelle Themen und Forschungsvorhaben sowie Ausblicke auf künftige Projekte. Das Tagungsprogramm sowie die Tagungsberichte finden Sie auf dieser Internetseite, gegliedert nach Austragungsort und -jahr.

AG Gastbaumarten

In der Sektion Waldbau des Deutschen Verbandes forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) hat es sich die „Arbeitsgruppe Gastbaumarten“ zur Aufgabe gestellt, das vorhandene Wissen zu fremdländischen, eingeführten Baumarten aus dem deutschsprachigen Raum aufzubereiten, bestehende oder geplante Versuchsanbauten mit Gastbaumarten zu katalogisieren und anschließend einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Mehr Informationen unter www.waldwissen.net

Damit soll ein Beitrag zur Beurteilung der Anbaueignung fremdländischen Baumarten geleistet werden. Das Prinzip „Vielfalt gegen Klimawandel“ wird unterstützt und somit der Wunsch forstlicher sowie politischer Entscheidungsträger zur Wissenserweiterung entsprochen.

14. bis 15. März 2017 in Offenburg (Baden-Württemberg)

Ansprechpartner

Wald und Holz NRW
Dr. Bertram Leder
Obereimer 2a
59821 Arnsberg

Tel.: 02931/7866-421
Mobil: 0151/52730984
Fax: 02931/7866-422
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