Fachinformatikerinnen und -informatiker

Fachinformatikerinnen und -informatiker der Fachrichtung Systemintegration werden vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen in der Hauptverwaltung in Münster eingesetzt. Sie realisieren kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Hierfür vernetzen sie Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen. Daneben beraten und schulen sie Benutzer.

Den richtigen Draht zum Netzwerk

Bevor ein Netzwerk im Unternehmen oder beim Kunden eingerichtet werden kann, analysieren Fachinformatiker/innen die individuellen Bedürfnisse und Wünsche bezüglich der zu installierenden oder zu betreibenden IT-Infrastruktur; dabei setzen sie ihre technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Kenntnisse ein. Sobald sie sich ein genaues Bild von der erwarteten Leistungsfähigkeit des Netzwerks aus hardware- sowie softwaretechnischer Sicht gemacht haben, planen sie seine Umsetzung: Wie viele Rechnerarbeitsplätze sollen eingerichtet werden? Welcher Arbeitsplatz soll über einen eigenen Drucker verfügen? Sind drahtlose Internetzugänge geplant? Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration beachten hierbei nicht nur die momentanen Möglichkeiten der Netzwerke, sondern auch deren Erweiterbarkeit, etwa wenn sie die Verkabelung vorbereiten. Zudem beraten sie Kunden bei der Auswahl der geeigneten Hardware. Dazu müssen sie den aktuellen Markt kennen und stets über neue Produkte informiert sein. Sie werten daher die aktuelle Fachliteratur aus, die z.T. in englischer Sprache verfasst ist.

Netzwerke installieren und konfigurieren

Vor Ort richten Sie das Netzwerk ein und vernetzen die IT-Systeme mit Servern und Peripheriegeräten wie z. B. IP-Telefonen und Multifunktionsdruckern. Nach der Installation bzw. Konfiguration der Betriebssysteme führen sie Testläufe durch. Dabei kontrollieren sie beispielsweise, ob sie alle Drucker freigegeben haben oder ob die Kommunikation zwischen den einzelnen IT-Systemen ohne Probleme verläuft.

Abschließend erstellen sie eine Netzwerkbeschreibung sowie Arbeitsanweisungen, mit denen die Benutzer oder andere Netzwerkadministratoren das System bedienen und ggf. erweitern können. Das Netzwerk betreuen sie aber auch selbst, d.h., sie erweitern dessen Funktionen oder passen es an veränderte Softwarevoraussetzungen an. Dabei setzen sie immer häufiger Cloud-Computing-Anwendungen ein. Cloud- Computing umfasst eine On-Demand-IT-Infrastruktur, d.h. Betriebssysteme, Anwendungen und Speicherplatz stehen online zur Verfügung und können an die jeweiligen betrieblichen Erfordernisse angepasst werden. Auch für die ausreichende Sicherheit von Netzwerken sind die Fachinformatiker/innen zuständig: Hard- und Softwarekomponenten müssen mit geeigneten Filterungs- und Antivirenstrategien vor illegalen Zugriffen bewahrt, Daten sicher transferiert und geeignete Verschlüsselungstechniken angewendet werden. Darüber hinaus beheben sie auftretende Störungen, beispielsweise Serverprobleme. Vor Ort beraten sie Anwender und weisen sie in die Bedienung der Netzwerke ein. Dies kann individuell oder in Schulungen geschehen, die die Fachinformatiker/innen selbst planen, vorbereiten und durchführen.

Berufsbild

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel, Handwerk sowie im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Ausbildungsdauer3 Jahre
LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung

Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration realisieren kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Hierfür vernetzen sie Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen. Daneben beraten und schulen sie Benutzer.

Beschäftigungsbetriebe für Fachinformatiker Fachrichtung - Systemintegration - sind: 

  • Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche 
  • Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen 
  • die öffentliche Verwaltung 
  • IT-Systemhäuser

Arbeitsorte für Fachinformatiker - Systemintegration - sind:

  • Büroräumen 
  • Callcentern 
  • Serverräumen 
  • im Außendienst bei Kunden vor Ort

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe und Behörden überwiegend Auszubildende mit allgemeiner Hochschulreife oder mit Fachhochschulreife ein.

  • Technisches Verständnis und Handgeschick (z.B. IT-Systeme hinsichtlich der Anforderungen an die Software analysieren, Hardwarekomponenten in IT-Systemen austauschen) 
  • Kreativität (z.B. neuartige IT-Lösungen realisieren) 
  • Durchhaltevermögen (z.B. langwierige Fehlersuchen durchführen) 
  • Kundenorientierung und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. auf die Vorstellungen der Kunden bei der Planung der IT-Struktur eingehen, Nutzer beraten und schulen) 
  • Lernbereitschaft (z.B. sich kontinuierlich Kenntnisse über neue technische Entwicklungen in der IT-Branche aneignen
  • Mathematik (z.B. zur Kalkulation von Preisen) 
  • Informatik (z.B. bei der Anwendung von Programmiermethoden) 
  • Englisch (z.B. für das Lesen von Einbau und Betriebsanleitungen)

Am Ende der Ausbildung findet die Abschlussprüfung statt, die sich aus einem betrieblichen Abschlussprojekt mit schriftlicher Dokumentation, dessen mündlicher Präsentation, einem Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss der zuständigen IHK Seite 4 von 4 sowie einer schriftlichen Prüfung zusammensetzt. Dabei beträgt die Dauer des betrieblichen Abschlussprojekts in der Systemintegration 35 Stunden. Legt der Prüfling die Prüfungen erfolgreich ab, verfügt er über den staatlichen Abschluss als Fachinformatiker in der jeweiligen Fachrichtung.

TVA-L BBIG Ausbildungsjahr ab 1. Januar 2020 

  1. Ausbildungsjahr 1.036,82 € 
  2. Ausbildungsjahr 1.090,96 € 
  3. Ausbildungsjahr 1.140,61 € 
  4. Ausbildungsjahr 1.209,51 €* 

* 4. Ausbildungsjahr falls vorhanden