Sechs Rangerinnen und Ranger engagieren sich für Waldnaturschutz und die Lenkung des Erholungsverkehrs in den urban geprägten Waldbereichen des Köln-Düsseldorfer Umfeldes sowie im Bereich des bergischen Städtedreiecks (Solingen, Wuppertal, Remscheid).
Unsere Naturräume sind beliebter denn je – ob beim Wandern, Joggen, Mountainbiken, Reiten, Geocaching oder beim ausgedehnten Spaziergang mit dem Hund. Doch mit wachsendem Erholungsdruck steigt auch die Herausforderung, die Natur zu bewahren und Konflikte zu vermeiden. Oft fehlt es an Wissen darüber, wie man sich im Wald richtig verhält und welche ökologischen Zusammenhänge wichtig sind.
Hier kommen wir Rangerinnen und Ranger ins Spiel: Wir sind die Botschafter des Waldes, die vor Ort aufklären, für Rücksichtnahme werben und das Miteinander im Naturraum fördern. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Schönheit und Bedeutung unseres Waldes zu stärken – damit jeder das Naturerlebnis genießen, lernen und sich darin wohlfühlen kann.
Denn nur wer den Wald versteht und respektiert, trägt aktiv zum Schutz unserer Natur bei. Mit unserer Arbeit möchten wir Rangerinnen und Ranger allen Menschen – egal welchen Alters – die Faszination Wald näherbringen und eine nachhaltige Verbindung zu unserer Umwelt schaffen.
Unsere Aufgaben
Die Tätigkeiten der Ranger ergeben sich aus den hoheitlichen Aufgaben des Regionalforstamtes Bergisches Land und der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern.
Hier ein Überblick:
- Forstaufsicht: Wir setzen uns freundlich und bürgernah dafür ein, dass alle Nutzergruppen sich angemessen, konfliktfrei und umweltschonend im Wald verhalten. Zudem arbeiten wir eng mit den Ordnungsbehörden, Feuerwehr, Polizei und anderen zusammen, um die Sicherheit und den Schutz des Waldes zu gewährleisten.
- Aufklärung der Waldbesuchenden: Wir informieren die Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Funktionen des Waldes. Dabei liegt uns besonders am Herzen, die Freizeitgestaltung im Wald waldverträglich zu gestalten und die Interessen aller Waldbesucherinnen und -besucher zu vermitteln.
- Waldbezogene Umweltbildung: Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Umweltbildung, vor allem für Kinder und Jugendliche. Wir nutzen den Wald als außerschulischen Lernort, um jungen Menschen auf spielerische und verständliche Weise Wissen über die Natur zu vermitteln.
Auch Erwachsene profitieren von den Umweltbildungsangeboten der Ranger. Bei Führungen und Informationsveranstaltungen geben sie anschauliche Einblicke in Natur, Landschaft und Naturschutzpraxis.
Unser Team im Bergischen Land
Teamleitung
Burkhard Bunse Förster und Teamleiter
Meine Motivation, Teamleiter der Ranger zu sein, kommt aus meiner engen Verbindung zur Natur. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe früh gelernt, Verantwortung für Landschaft, Tiere und Ressourcen zu übernehmen.
Als Teamleiter möchte ich Menschen führen, die diese Werte teilen – Schutz, Pflege und respektvollen Umgang mit der Natur. Mir ist wichtig, ein verlässliches Team zu formen, klare Ziele zu setzen und gemeinsam sichtbar etwas zu bewirken. Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig Vorbild zu sein, motiviert mich besonders.
Schwerpunkt meiner Tätigkeit: Zusammenarbeit mit Behörden, Landnutzern und Öffentlichkeit, strukturierte Planung und Umsetzung von Maßnahmen, Konfliktlösung vor Ort mit Augenmaß sowie Weitergabe von Wissen über Natur und Lebensräume
Ranger Kreis Mettmann
Alexander Jakof Urbaner Ranger
Schon von klein auf fasziniert mich die Natur und ihre Besonderheiten.
Als Forstwirt habe ich festgestellt, dass Erholungssuchende und die Natur bzw. der Wald einen Vermittler zwischen einander brauchen und in diesem habe ich mich als Ranger wieder gefunden.
Der Wald als Lebensraum, aber auch mit seinen Funktionen ist für mich sehr wichtig und ein hohes Schutzgut, welches leider oft zu wenig Beachtung im täglichen Handeln von uns Bürgerinnen und Bürgern erfährt.
Da Tiere und Pflanzen auf Basis unserer Gesetze auch Fürsprecher benötigen, nehme ich als Ranger auch diese Rolle auf der Fläche ein und bin als Forstschutzbeauftragter im Sinne unserer Wälder und Naturschutzgebiete draußen im Kreis Mettmann unterwegs.
Als Ranger achte ich also auf die Einhaltung des Forstgesetzes und Naturschutzgesetzes im Alltag, gebe Hilfestellung, Information und Rat verfolge aber auch Ordnungswidrigkeiten.
Christian Ost Urbaner Ranger
Über die Jahre konnte ich mir viel Wissen über natürliche Prozesse und über das „Wie funktioniert was“ aneignen. Ich möchte meine Sichtweise den Menschen näherbringen und hoffe dadurch mehr Rücksichtnahme auf die Natur. Kindern fehlt es heute oft an Naturerfahrungen, die meine Persönlichkeit geprägt haben. Ich möchte Kindern die Möglichkeit geben, dieselben Erfahrungen im Wald und der Natur zu sammeln wie Ich.
Als Kind bin ich ständig im Wald gewesen und hab knietief in stinkenden Tümpeln gestanden, Pilze gesammelt oder Pfeil und Bogen gebaut. Auch heute verbringe ich privat viel Zeit in der Natur, beim campen und wohne quasi im Wald mit dem Schwarzspecht und dem Biber.
Schwerpunkt meiner Tätigkeit: Aufklärung! Vielen Erholungssuchenden fehlt es an Rücksicht und Verständnis. Ich bin gerne Erklär-Bär und Vermittler zwischen Mensch und Natur.
Außerdem hatte ich auch während meiner Tätigkeit als Erzieher viel Freude an der Arbeit mit Kindern. Jetzt schließt sich der Kreis und ich kann Wald und Pädagogik verbinden.
Ranger Rhein-Bergischer Kreis
Andreas Fischer Urbaner Ranger
Der Wald hat auf Grund seiner vielfältigen Funktionen eine enorme Bedeutung für unsere Gesellschaft. Daher ist es mir ein großes Anliegen die Belange des Naturschutzes, der Forstwirtschaft und des Waldes insgesamt den Menschen näher zu bringen und sie für diese Themen zu sensibilisieren.
Ich hoffe, als Ranger auf diese Weise zum Erhalt und Schutz unserer Wälder beitragen zu können.
Schwerpunkt meiner Tätigkeit: Der Schutz und Erhalt unserer Wälder ist unsere vornehmste Aufgabe.
Robin Schulte Urbaner Ranger
Ich freue mich als Ranger im Rheinisch-Bergischen Kreis meine beiden erlernten Berufe miteinander zu verbinden. Als gebürtiger Sauerländer besteht für mich seit jeher eine tiefe Verbundenheit mit dem Wald. Daher ist es mir ein großes Anliegen unsere Wälder zu schützen und Menschen für die Natur zu begeistern, getreu dem Motto „du schützt nur was Du liebst“.
Unser Schwerpunkt hier im Einzugsgebiet der rechtsrheinischen Ballungsgebiete liegt auf der Forstaufsicht und der Umweltbildung.
Ranger Stadt Wuppertal
Henning Krüger Urbaner Ranger
Durch zahlreiche, oft mehrstündige Wanderungen in unseren Wäldern und die intensive Auseinandersetzung mit der Natur wuchs in mir zunehmend der Wunsch, diese Faszination mit anderen Menschen zu teilen. Besonders am Herzen liegt mir dabei, den Wald sowie die vielfältigen Facetten unserer Naturschutzgebiete erlebbar zu machen und ihre Bedeutung näherzubringen.
Meine Motivation ist es, die Wahrnehmung der Waldbesuchenden zu schärfen, um ihnen so die Relevanz des Schutzes dieser Areale näher zu bringen. Und das, ohne die großen Zusammenhänge und Bedürfnisse einzelner Parteien zu übersehen. Ich hoffe, so Gespräche auf Augenhöhe zu führen, Menschen in den Einklang mit der Natur zu bringen und ein Bewusstsein für den Umgang mit dieser zu schaffen.
Zu meinen zentralen Aufgaben gehört die Forstaufsicht über die Naturschutzgebiete und Waldflächen der Stadt Wuppertal. Darüber hinaus widme ich mich der Bildungsarbeit im Waldpädagogischen Zentrum Wuppertal. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt in der engen Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde Wuppertal. Gemeinsam entwickeln wir gezielte Konzepte zur Besucherlenkung und -betreuung, um den Schutz der empfindlichen Naturbereiche mit einem nachhaltigen und zugleich erlebbaren Naturgenuss harmonisch zu verbinden.
Tim Wever Urbaner Ranger
Mein Name ist Tim Wever. Ich bin in Remscheid inmitten des Bergischen Landes und umgeben von wunderschönen Wäldern aufgewachsen. Schon früh erschloss ich spielerisch, voller Neugier und Abenteuerlust, die heimischen Waldgebiete. Daraus entwickelte sich meine Begeisterung für die Natur. Diese Faszination begleitet mich mein ganzes Leben und ich entschloss mich einen naturnahen Beruf als Baumschulgärtner zu lernen. Privat finde ich noch heute Ausgleich durch verschiedene Outdoor-Aktivitäten.
Mit meinem Studium im Lehramt für sonderpädagogische Förderung konnte ich mir ein umfangreiches pädagogisches Fachwissen aneignen sowie meine Freude zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entfalten. Durch den Beruf des Rangers habe ich für mich die Chance erkannt, mein Wissen über die Natur und Umwelt als Kreislauf-Ökosystem mit meinen Mitmenschen zu teilen. Besondere Freude verspüre ich, wenn ich Kindern und Jugendlichen die Augen für die Schönheit des Lebensraums Wald öffnen kann.
Es ist mir ein wichtiges Anliegen, in Menschen die Liebe zur Natur zu wecken und sie für einen respektvollen Umgang mit unserer Umwelt zu sensibilisieren. Gleichzeitig sehe ich mich als Vermittler zwischen Menschen und der Natur. Dabei versuche ich, mit einer unabhängigen und neutralen Haltung die Bedürfnisse Aller zu erkennen und zu verstehen. Ich freue mich, dass meine beruflichen Wege so sinnvoll zueinander gefunden haben und ich als Ranger in den Wäldern Wuppertals unterwegs sein darf.