Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde

Das Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde ist eine von 15 Außenstellen des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Es hat eine Gesamtfläche von 1.528 km². Davon sind rund 50.230 Hektar bewaldet. 

Die gezeichnete Collage zeigt den Wald mit verschiedenen Baumarten, verschiedene Landmarken, Försterinnen und Förstern bei der Arbeit und typische Tiere wie etwa eine Wildkatze.

Seine Zielsetzung liegt in der nachhaltigen Sicherung und Entwicklung der Waldfunktionen und der Holzwirtschaft. Ziele der Waldbewirtschaftung sind ökologisch stabile, ökonomisch leistungsfähige und den gesellschaftlichen Anforderungen entsprechende Wälder. 

Das Regionalforstamt ist intern zertifiziert und erbringt seine Leistungen im Rahmen des Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagements (QUAM) für das Ökosystem Wald, die Umwelt und die Menschen in der Region.

Das Gebiet des Regionalforstamtes umfasst im Kreis Euskirchen die Städte und Gemeinden Weilerswist, Zülpich, Euskirchen, Mechernich, Bad Münstereifel, Nettersheim, Kall, Schleiden, Blankenheim, Hellenthal und Dahlem; im Kreis Düren die Städte und Gemeinden Heimbach, Nideggen, Kreuzau, Vettweiß und Nörvenich.

Unsere Aufgaben

Unsere Aufgaben werden zum einen durch das Bundeswaldgesetz, das Landesforstgesetz NRW, die Satzung des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen sowie Vereinbarungen mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vorgegeben. Zum anderen werden sie durch die spezifischen regionalen Gegebenheiten bestimmt.

Eine der Kernaufgaben ist die Betreuung des Privat- und Körperschaftswaldes. Rund 420 Hektar Staatswald werden in vielen kleinen Einzelparzellen bewirtschaftet. Ein größerer Staatswaldkomplex mit ca. 190 Hektar befindet sich an der Hardtburg im Hardtwald bei Euskirchen-Stotzheim. Dort existiert auch ein Wildnisentwicklungsgebiet seit 2012 (ca. 42 Hektar). Seit 2025 ist der Friedwald Euskirchen dort in Betrieb.

Bis 2025 wurden 42 % der Waldfläche durch das Regionalforstamt aufgrund vertraglicher Vereinbarungen betreut. Seit 2026 beschäftigt eine Forstbetriebsgemeinschaft eigenes Personal und eine Forstbetriebsgemeinschaft wird durch einen privatwirtschaftlichen Dienstleister beförstert. Damit werden zurzeit etwa 33 % der Waldfläche durch das Regionalforstamt aufgrund vertraglicher Vereinbarungen betreut.

Seit 2019 besteht die Forstwirtschaftliche Vereinigung Nordeifel (FWV). Die Mehrzahl der Forstbetriebsgemeinschaften und zwei Kommunen sind dort Mitglied. Diese FWV hat das Holzkontor Nordeifel GmbH gegründet, die die Holzvermarktung für die angeschlossenen Betriebe übernommen hat. Die Holzvermittlung Nordeifel UG ist ebenfalls in diesem Bereich tätig.

Die betriebsindividuelle, kompetente und unabhängige forstfachliche Beratung und Betreuung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer steht für uns im Vordergrund. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit sichert nachhaltig die ökonomische und ökologische Wertschöpfung von Wäldern und macht das Regionalforstamt zum wichtigen Partner in der Forst- und Holzwirtschaft.

Unterstützt wird diese Zielsetzung durch das Holzkompetenzzentrum Rheinland (HKZR) - eine Kooperation des Regionalforstamtes mit der Eifel-Gemeinde Nettersheim. Das HKZ Rheinland fördert den regionalen und überregionalen Holzabsatz, erstellt Programme und Maßnahmen zur verstärkten Verwendung von Holz und vernetzt Holzanbieter und Verbraucher auf regionaler Ebene.

Die Mobile Holz-Expo.NRW unterstützt das HKZR bei seiner Aufgabe. Das ist ein Kfz-Anhänger als rollende Ausstellung rund um das Thema Holz als Rohstoff.

Das Regionalforstamt nimmt hoheitliche Belange aus EU-, Bundes- und Landesrecht zum Schutz und zur Erhaltung des Waldes wahr. Es sichert damit die multifunktionale Bedeutung der sich oft überlagernden Waldfunktionen und wird dadurch zum qualifizierten Partner von Behörden, Institutionen und Verbänden.

Das Regionalforstamt informiert regelmäßig mit Info-Materialien und Veranstaltungen über die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Außerdem bietet es Umweltbildung im außerschulischen Lernort Wald an.

Das „Waldpädagogische Zentrum (WPZ) Eifel“ im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern entstand aus einer Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland und Wald und Holz NRW. 

Das „WPZ Eifel“ verbindet Umweltbildung und spielerische Auseinandersetzung mit der Natur durch authentisches Erleben des Waldes mit seinen vielfältigen Beziehungen zum Menschen.

Wir bilden regelmäßig im Bereich Bürokommunikation erfolgreich aus.

Motorsägenlehrgänge werden ebenfalls regelmäßig angeboten.

Die Flut am 14. und 15. Juli 2021 hat im Forstamtsbereich schwere Verwüstungen angerichtet, die sich auch in der Wege-Infrastruktur im Wald sehr negativ ausgewirkt hat. Im Rahmen der Wiederaufbaupläne der Kommunen werden diese Schäden im Laufe der Zeit wieder beseitigt. Hierfür gibt es im Forstamt auch eine befristete Projektstelle.

Das Forstamt war von der Borkenkäferkalamität in den Jahren 2017 bis 2021 relativ wenig betroffen. Die Kalamitäts-Nutzungen lagen über das gesamte Forstamtsgebiet gesehen unterhalb der jährlichen nachhaltigen Nutzungssätze. Die Kommunen Weilerswist, Euskirchen, Nideggen, Heimbach, Bad Münstereifel und Mechernich waren deutlich stärker betroffen. Die Hocheifel ist fast verschont worden.

Die heute noch vorhandenen Fichtenbestände müssen in den nächsten Jahren auf den Klimawandel und den klimagerechten Waldumbau vorbereitet werden.

Bislang halten sich die Windenergieanlagen im Wald zahlenmäßig noch sehr in Grenzen. In den nächsten Jahren ist aber mit einer deutlichen Zunahme der Windenergieanlagen im Wald zu rechnen. Mit allen Vor- und Nachteilen. Es wird „grüner“ Strom produziert, manche Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können sich über zusätzliche Einnahmen freuen. Es wird aber zur Waldflächeninanspruchnahme mit Waldumwandlungen, Ersatzaufforstungen, Ausgleichsmaßnahmen, Bautätigkeiten und einer Veränderung des Landschaftsbildes kommen.

In unserem Forstamt liegt der höchste Geländepunkt im nordrhein-westfälischen Rheinland: Der weiße Stein mit 692 m über NN in der Gemeinde Hellenthal.

Grafiken zu
Baumarten- und Waldbesitzverteilung

Grafik zeigt Baumartenverteilung des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde in Form eines Kreisdiagramms.
Grafik zeigt Waldbesitzverteilung des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde in Form eines Kreisdiagramms.

Hinweis: Die Grafiken basieren auf der Landeswaldinventur 2022. Infolge der Borkenkäferkalamität und der damit verbundenen Waldschäden sowie durch die Wiederbewaldung kann sich die tatsächliche Baumartenverteilung vor Ort inzwischen verändert haben.

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