Zeitumstellung: Wildunfälle vermeiden
Münster – Während die Menschen in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober ihre Uhren auf Winterzeit umstellen, bleiben die Tiere in ihrem natürlichen Rhythmus. Das erhöht die Gefahr für Wildunfälle. Wie können Menschen, die auf der Straße unterwegs sind, sich selbst und die Wildtiere schützen?
Wildtiere orientieren sich an Tageslicht und Temperatur
Viele Tiere, darunter Rehe, Hirsche und Wildschweine, sind vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend aktiv. Sie müssen oft Straßen überwinden, wenn sie sich in ihrem Lebensraum fortbewegen, um beispielsweise ausreichend Nahrung zu finden. Durch die Zeitumstellung fällt der morgendliche und abendliche Berufsverkehr häufiger in die Dämmerung – eine Zeit, in der Wildtiere verstärkt unterwegs sind. Besonders auf Straßen, die durch Wälder führen oder unmittelbar an Waldgebiete grenzen und entlang von Feldern und Hecken ist deshalb erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Häufig gibt es auch von den Tieren regelmäßig genutzte Pfade, die über Wege und Straßen führen – sogenannte „Wildwechsel“. Ein dichter Baumbestand und Sträucher können es Autofahrerinnen und Autofahrern erschweren, die Tiere frühzeitig zu entdecken.
Vorausschauendes Fahren kann Unfälle verhindern
Um das Unfallrisiko zu senken, sollten Autofahrerinnen und Autofahrer stets wachsam sein und insbesondere auf gefährdeten Strecken die Geschwindigkeit reduzieren. Warnschilder vor Wildwechseln sind unbedingt ernst zu nehmen. Taucht ein Wildtier am Straßenrand auf, gilt: Tempo verringern, bremsbereit sein und gegebenenfalls hupen. Fernlicht sollte abgeblendet werden, da geblendete Tiere häufig orientierungslos sind und dann ungünstig reagieren.
Wichtig ist außerdem: Wo ein Wildtier die Straße überquert, können weitere Tiere folgen. Deshalb sollten Autofahrerinnen und Autofahrer dann umsichtig sein und nicht sofort wieder beschleunigen.
Beim Wildunfall richtig reagieren
Wenn es doch zu einem Zusammenstoß gekommen ist, sollten die Unfallstelle mit Warnblinker und -dreieck gesichert und die Polizei informiert werden. Von einem eventuell verletzten Wildtier sollte sicherheitshalber Abstand gehalten werden.