Wer den Diersfordter Wald betritt, taucht in eine besonders vielfältige Landschaft ein. Eichen- und Buchenwälder wechseln sich mit Heideflächen, Sanddünen, Mooren und kleinen Seen ab. Zwischen Wesel, Xanten und Hamminkeln liegt eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete am westlichen Rand des Naturparks Hohe Mark – Westmünsterland.
Im Herzen des Waldes befindet sich ein Wildgatter, in dem sich mit etwas Glück Damhirsche oder Wildschweine zeigen. Fast 1.000 Hektar stehen unter Naturschutz – ein Refugium für Pflanzen, Tiere und alle, die draußen unterwegs sind.
Gleich mehrere Highlights werden Besuchenden mit etwas Glück geboten: bis zu Handteller große Hirschkäfer, laichende Frösche an den schwarzen Gewässern, blühende Felder von Fingerhut auf den Lichtungen oder Libellen sind nur einige davon. Ganzjährig lässt sich als Moor-Erlebnisweg der Bohlenweg begehen, der als Steg in gewundener Form die feuchten Stellen des Großen Veens überquert – so wie man es von einigen bekannten Mooren in Norddeutschland oder Belgien kennt.
Zwei kurze thematische Wanderwege führen ausgehend von den zwei Zugängen durch den Wald – die Hirschkäfer-Route (4,5 km) und der Moor-Erlebnisweg. Sie lassen sich zu einer ca. 6,5 km langen Gesamtrunde kombinieren. Teilweise sind diese barrierearm zu benutzen. Außerdem führt der westlichste der Landstreifer-Rundwanderwege auf 15 Kilometern durch den Diersfordter Wald. Er kann genutzt werden, um alle besonderen Orte wie das Veen, den Bohlenweg, das Schwarze Wasser oder den Ehrenfriedhof Diersfordt anzusteuern.