Schwammwald-Projekt bringt Wasser in Arnsberger Wald

Sechs Personen stehen in einem Wald an einem rot-weißen Absperrband und halten jeweils eine Schere in der Hand. Sie lächeln in die Kamera, während sie symbolisch das Band zur Eröffnung durchschneiden. Im Hintergrund sind Bäume und ein kleines Gewässer zu sehen.

Schwammwald-Projekt bringt Wasser in Arnsberger Wald

25.03.2026

Arnsberg – Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Arnsberger Waldes ist geschafft: Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im sogenannten Schwammwald-Projekt haben sich auf Einladung des Kreises Soest Fachleute aus Forst- und Wasserwirtschaft, Naturschutz sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik zum Austausch im Jugendwaldheim Obereimer getroffen.

Die bisherigen Maßnahmen wurden zwischen Dezember 2025 und Mitte März 2026 auf rund 45 Hektar Waldfläche umgesetzt. Ziel ist es, die natürlichen Wasserverhältnisse im Wald wiederherzustellen und so die Grundlage für ein verbessertes Wasserrückhaltevermögen zu schaffen. Der zweite Bauabschnitt ist im Sommer 2026 geplant.

„Das Förderprojekt ‚Schwammwald‘ bringt uns einen großen Schritt weiter in der zukunftsfähigen Entwicklung des Arnsberger Waldes“, betont Olaf Ikenmeyer, Leiter des Regionalforstamtes Arnsberger Wald. „Indem wir den Wasserhaushalt verbessern, stärken wir die Widerstandskraft der Wälder gegenüber den Folgen des Klimawandels, leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz und fördern gleichzeitig den Natur- und Artenschutz.“

Rückbau von Entwässerungsgräben

Über Jahrhunderte wurden Wälder gezielt entwässert, um sie besser nutzen zu können. Besonders im Arnsberger Wald mit seinen zahlreichen Siepen, Bachläufen und Niedermooren führte dies zu erheblichen Eingriffen in den natürlichen Wasserhaushalt.

Das Schwammwald-Projekt setzt genau hier an: Insgesamt 48 Kilometer der 483 Kilometer vorgefundenen Entwässerungsgräben im Kreisgebiet Soest werden in vier Bauabschnitten zurückgebaut. Ziel ist es, das Wasser wieder länger im Wald zu halten.

Starke Partnerschaft für den Wald der Zukunft

Das Projekt wird im Rahmen des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“ als innovatives Modellprojekt mit rund 440.000 Euro gefördert. Der Kreis Soest als Projektträger bringt zusätzlich 140.000 Euro Eigenmittel ein.

Wald und Holz NRW unterstützt das Vorhaben als Kooperationspartner, stellt landeseigene Waldflächen zur Verfügung und beteiligt sich mit weiteren 300.000 Euro aus Landesmitteln. Das Regionalforstamt Arnsberger Wald begleitet das Projekt fachlich und organisatorisch vor Ort.

Eine Person in Forstdienstkleidung und Gummistiefeln steht lächelnd am Rand eines nassen Waldgebiets. Im Vordergrund sind Wasserflächen und schlammiger Boden zu sehen, im Hintergrund stehen hohe Laub- und Nadelbäume.