Runder Tisch zur Holzmobilisierung in Düsseldorf
Am Freitag, den 13. März 2026 hat das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zum „Runden Tisch Holzmobilisierung“ nach Düsseldorf eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forstwirtschaft, Säge- und Holzindustrie, Verbänden sowie Verwaltung:
- die aktuelle Versorgungssituation einzuordnen,
- Hemmnisse bei der Holzmobilisierung zu identifizieren,
- kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu diskutieren,
- und mittelfristige strukturelle Ansätze zu entwickeln.
Im Rahmen des Austauschs kamen Ministerin Silke Gorißen sowie zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Forst- und Holzwirtschaft, der privaten Holzvermarktung und der Forstverwaltung zusammen. Der Dialog wurde von allen Beteiligten als konstruktiv und zielführend bewertet.
Ministerin Silke Gorißen: „An Holz als Rohstoff und einer effizienten Holzverwendung führt kein Weg vorbei. Vor allem in Zeiten des Klimawandels brauchen wir unsere Wälder und das aus ihnen nachhaltig gewonnene Holz – von der Bauwirtschaft bis hin zur Bioökonomie“, Das Treffen markiert einen wichtigen Schritt, um bestehende Herausforderungen gemeinsam anzugehen und praxisnahe Lösungen für eine stabile und nachhaltige Holzversorgung in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln.
„Eine multifunktionale Waldbewirtschaftung und eine stabile Wertschöpfungskette sind essentiell, um den wertvollen Rohstoff Holz auch in Zukunft nachhaltig nutzen zu können.“, erklärt Thomas Kämmerling, Leiter von Wald und Holz NRW, digital zugeschaltet.
Die Versorgung der nordrhein-westfälischen Säge- und Holzindustrie mit Nadelrundholz hat sich in den vergangenen Jahren trotz steigender Holzpreise deutlich verschlechtert. Zahlreiche Unternehmen bewerten die aktuelle Lage als nicht ausreichend. Eine anhaltende Unterversorgung birgt erhebliche Risiken für Wertschöpfung, Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit des Clusters Forst und Holz in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig zeigen Analysen, dass die Wälder im Land über ein ausreichendes nachhaltig nutzbares Potenzial verfügen. Teile dieses Potenzials bleiben jedoch bislang unerschlossen.
Dabei geht es bei der verantwortungsvollen Mobilisierung von Holz nicht nur um die Sicherung eines wichtigen Rohstoffs: Die Nutzung von Holz leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit der Baumfällung wird vielfach etwas Negatives assoziiert, dabei ist die Entnahme einzelner Bäume für den Wald grundsätzlich positiv, da den verbliebenen Bäumen mehr Ressourcen in Form von Licht, Wasser und Nährstoffen zur Verfügung stehen. Eine aktive Waldbewirtschaftung ist eine zentrale Voraussetzung für den notwendigen Waldumbau hin zu klimaanpassungsfähigen und stabilen Mischwäldern. Für Waldbesitzende ist die Marktlage aktuell sehr günstig, um jetzt Ihre Wälder zukunftssicherer zu gestalten.