DLG-Waldtage 2025 gestartet

Zwei Männer sitzen in einem Havester.

DLG-Waldtage 2025 gestartet

Zukunftsthemen Wald und Holz im Fokus

12.09.2025

Lichtenau – Bereits zum dritten Mal gastieren die DLG-Waldtage in Lichtenau, wo auch heute die Forstfachmesse wieder ihre Eröffnung feierte. Noch bis Sonntag, 14. September, versammeln sich hier Fachleute aus Forstwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Praxis, um die Zukunft des Waldes zu diskutieren. Seit zehn Jahren zählt die Messe zu den zentralen Plattformen für Wissenstransfer und Vernetzung in der Forstwirtschaft. Als Kooperationspartner der DLG-Waldtage ist der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen auch wieder dabei.

Zum Auftakt der diesjährigen Messe hob Dr. Martin Berges, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen hervor: „Die Zukunft des Waldes entscheidet sich heute – durch kluge Strategien, moderne Technologien und gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Herausforderungen durch den Klimawandel und die stetige Anforderung, den Lebensraum Wald durch vorausschauendes Management und effiziente Bewirtschaftung langfristig zu stärken, sind groß. Zur Meisterung dieser Herausforderungen leisten die DLG-Waldtage wichtige Beiträge. Die Waldtage sind Dreh- und Angelpunkt des Know-how-Transfers zwischen Waldwirtschaft, Politik und Wissenschaft – also für alle, die den Wald als Lebensraum und Wirtschaftsraum aktiv gestalten wollen.“

DLG-Waldtage 2025: Treffpunkt der Forstpraxis in Lichtenau

Über 200 Unternehmen aus der Forstbranche sowie Verbände und Institutionen präsentieren auf rund 70 Hektar ein attraktives Ausstellungs- und Fachprogramm mit Live-Demonstrationen und Spotlights zu Themen wie „Robotik im Forst“, „Hochmechanisierte Holzernte“, „Regenerative Energien“. In diesem Jahr feiert zudem die „DLG Forest Night“ am Samstagabend ihr Premiere, die sich speziell an Jüngere richtet.

Aktuelle Technik und Innovationen für die Forstwirtschaft

Neben vielen anderen Ausstellern zeigt der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen auf den Demo-Flächen der Messe Lösungen zur hochmechanisierten Bestandspflege, zur neuen Holzverwendung und zur Nutzung von Holzenergie. Ein Programmschwerpunkt ist die Pflege der nächsten Waldgeneration auf ehemaligen Großschadensflächen. Das Forstliche Bildungszentrum von Wald und Holz NRW zeigt hierzu praxisnahe Lösungen wie diese Arbeiten mit modernster Forsttechnik effizient bewältigt werden können. In begleitenden Demonstrationen wird zudem die Aufbereitung und Lagerung von Holzbrennstoffen thematisiert.

Unter dem Leitthema neue Rohstoffbasis Holz stellt das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft, der Einrichtung für Forschung und Wissenstransfer von Wald und Holz NRW Forschungsergebnisse zu alternativen Holzarten, innovativen Bauprodukten sowie zur kreislaufgerechten Nutzung des Rohstoffs Holz vor. In einem weiteren Bereich geben junge Forstwirtinnen und Forstwirte zusammen mit „ihren“ Forstwirtschaftsmeistern Auskunft über die Ausbildung zum Forstwirt bei Wald und Holz NRW.

Podiumsdiskussion zum Messestart

Direkt zum Messestart am Freitag diskutierten Fachleute auf dem Podium die Herausforderungen eines resilienten „Zukunftswalds“. Thomas Kämmerling, Leiter bei Wald und Holz NRW, stellte sich dabei der Frage, wie Innovationen im Landesbetrieb gelebt und umgesetzt werden. „Das Waldökosystem im Dreiklang der Nachhaltigkeit – ökonomisch, ökologisch und sozial – zu erhalten, verlangt innovatives Denken und Verantwortung. Deswegen verstehen wir Innovation nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich. Die Digitalisierung ist dabei ein starkes Werkzeug – doch Erfahrung, Verantwortung und Augenmaß im Wald bleiben unverzichtbar. So wird Wald und Holz NRW zum Motor für Zukunftsfragen rund um die Forst- und Holzwirtschaft“, so Kämmerling.