Unser Forstamt erstreckt sich entlang der niederländischen und belgischen Grenze – vom flachen Norden bis in das Mittelgebirge der Rureifel im Süden. Der Sitz des Regionalforstamtes, einer Außenstelle von Wald und Holz NRW, ist die Gemeinde Hürtgenwald.
Der Hürtgenwald ist das zentrale geschlossene Waldgebiet in der nördlichen Rureifel. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerschossen und dann mit großen Anstrengungen wieder aufgeforstet, erfährt der Wald derzeit aufgrund der Dürre- und Borkenkäferjahre seit 2018 eine enorme Umgestaltung. Die Wiederbewaldung der entstandenen Freiflächen ist vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen eine verantwortungsvolle Herausforderung für uns Försterinnen und Förster.
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Unsere Aufgaben
Wir engagieren uns für die nachhaltige Sicherung und Entwicklung aller Leistungen des Waldes für die Menschen in der Region:
- Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes
- Naturnahe Bewirtschaftung des Staatswaldes
- Betreuung des Privat- und Körperschaftswaldes
- Erhalt und Sicherung des Waldes in staatlichen Planverfahren
- Umweltbildung für alle Altersgruppen
- Produktion von forstlichem Saat- und Pflanzgut für die Nachzucht von Waldbäumen und seltenen Baum- und Straucharten
- Aus- und Fortbildung in forstlichen Berufen
Das Forstamt besteht aus insgesamt 13 Forstbetriebsbezirken, wovon 7 reine Staatswaldreviere sind und 6 Betreuungsreviere (Davon 2 Mischreviere).
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Der Wald im Forstamtsbereich ist sehr vielseitig. Nachkriegsaufforstungen mit Fichten prägten bislang die Waldbilder der Rureifel. Diese Nadelwaldkomplexe verlieren aber klimabedingt zunehmend zugunsten von Mischbeständen ihre Dominanz. Dem heutigen Klima besser angepasste Laub- wie Nadelwälder mit hoher Baumartenvielfalt gewinnen für den Wald der Zukunft an Bedeutung.
Im Bereich des Regionalforstamtes gibt es geschätzt 3.600 private und kommunale Waldeigentümerinnen und -eigentümer. Ihnen bieten die Försterinnen und Förster vielseitige und ortsnahe Beratungs- und Betreuungsleistungen an. Hilfreich sind dabei die langjährige Tradition und Erfahrung in der Beförsterung ganz unterschiedlicher Betriebe.
Integrativer Naturschutz ist der Handlungsgrundsatz auch für nachhaltige Holznutzung. Das Regionalforstamt fördert die Lebensräume streng geschützter Arten wie der Wildkatze oder des Schwarzstorches. Vor 40 Jahren wurde der ausgestorbene Biber erfolgreich wiederangesiedelt. Tot- und Althölzer werden für eine Vielzahl von Insekten, Pilzen und Höhlenbrütern erhalten. In den Wildnisgebieten und Naturwaldzellen ruht jede forstliche Nutzung.
Neben Waldführungen stehen im Forstamt mehrere waldpädagogische Einrichtungen wie das Jugendwaldheim Raffelsbrand, das Museumssägewerk Zweifall mit Waldlehrpfad, der Bodenerlebnispfad Todtenbruch, der Hochseilgarten Hürtgenwald und die Biberbeobachtungsstation im Frenkbachtal zur Verfügung.
Für alle Waldflächen im Forstamtsgebiet fungiert das Regionalforstamt als Untere Forstbehörde. Sie tritt für den Schutz und die Erhaltung des Waldes und seiner Funktionen auf der Rechtsgrundlage des Landesforst- und Bundeswaldgesetzes ein.
Seit dem 1. April 2024 durchstreifen zwei Ranger die Wälder in und um Aachen. Mit ihren markanten braunen Hüten und den grünen Jacken des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen sind die „Urbanen Ranger“ kaum zu übersehen.
Grafiken zu
Baumarten- und Waldbesitzverteilung
Hinweis: Die Grafiken basieren auf der Landeswaldinventur 2022. Infolge der Borkenkäferkalamität und der damit verbundenen Waldschäden sowie durch die Wiederbewaldung kann sich die tatsächliche Baumartenverteilung vor Ort inzwischen verändert haben.