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Sturmholzaufarbeitung und Befahrung der betroffenen Flächen

Schwierige Abwägung vor Ort

Die extrem gefährliche Aufarbeitung von Sturmholz hat begonnen. Leib und Leben können durch den Einsatz von Holzvollerntern geschützt werden. Trotzdem gilt auch bei der Sturmholzaufarbeitung die „gute fachliche Praxis“. Das gilt ganz Besonders für die Befahrung der geschädigten Flächen.

Wer jetzt sein Gassensystem aus den Augenverliert, dem drohen neben den Sturmschäden auch noch Bodenschäden. Das tückische an diesen ist, dass sie sich nicht sofort bemerkbar machen. Eine flächige Verdichtung der Böden vermindert den Gasaustausch innerhalb des Bodens, reduziert die Wasserspeicherkapazität und beeinflusst den Stoffumsatz in den Böden.

Zusammengenommen nimmt die Bodenvitalität ab. Die zukünftige Waldgeneration hat es dann besonders schwer, Wurzeln zu schlagen. Denn verminderte Wasserversorgung, Gefahr durch Trocknis und eine herabgesetzte Standsicherheit der Bäume sind die Folge.

Und genau auf diese „Tugenden“ kommt es im Klimawandel an.  Vermeintliche Einsparungen heute können so für Forstbetriebe in den nächsten Jahrzehnten zu deutlichen Mehrkosten führen. Wie empfindlich die Böden sind, hängt von Ihrer Beschaffenheit ab. Je feiner, also toniger und lehmiger und je nasser, desto höher ist die Gefahr für Bodenschäden.

Und die natürlich ablaufende Revitalisierung geschädigter Böden dauern „mindestens viele Jahrzehnte“ 1.

Durch den nassen Winter lassen sich Bodenschäden vielerorts nicht vermeiden, wenn eine Holzentwertung vermieden werden soll. Aber wenn schon, dann nur auf der Gasse.

In der Infobox auf der rechten Seite finden Sie als Anlagen detaillierte Arbeitshilfen zum Thema "Befahrung".

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre Försterin oder Ihren Förster vor Ort. Hier finden Sie eine Übersicht der Regionalforstämter.

 

1: Arbeitskreis Standorterkundung (2016): Forstliche Standortaufnahme; 7. Auflage, IHW-Verlag Freising; Seite 164 ff


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