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Einschätzung der Schäden und Aufarbeitungsreihenfolge

Es gibt kein sinnvolles Aufarbeitungskonzept ohne Einschätzung der Schäden (L6).
Mögliche Aufteilung:

Laubholz/NadelholzBruchholz/Wurfholz
Starkholz/Schwachholzmit/ohne Wurzelkontakt


Weitergabe an Regionalforstamt/Holzvermarkter!

Aufarbeitungsreihenfolge

Die Aufarbeitungsreihenfolge sollte zusammen mit der Försterin oder dem Förster in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf und den örtlichen Gegebenheiten festgelegt werden.

Bewährt hat sich folgende Reihenfolge:

  • Freiräumen der benötigten Transport- und Rettungswege, dabei von vornherein verkaufsfähige Sortimente aushalten
  • Aufarbeitung von Buchen- und Buntlaubwertholz (mindestens Güteklasse B und Stärkeklasse L3b) zunächst auf Großflächen, dann auch zerstreuter Hiebsanfall (Grund: schnelle Entwertung von Wertholz vermeiden)
  • Aufarbeitung von Kalamitätsnestern (insbesondere bei Bruch) in Fichte und Kiefer (Grund: Gefahr des Stehendbefalls durch Borkenkäfer)
  • Aufarbeitung von größeren Flächen in Fichte und Kiefer nach folgenden Grundsätzen:
    • Sonnenhänge vor Schatthängen
    • Flächen mit hohem Bruchholzanteil vor Flächen mit niedrigem Bruchholzanteil
    • Würfe mit geringem Wurzelkontakt vor Würfen mit besserem Wurzelkontakt
    • stärkeres Stammholz (Nasslager) vor Schwachholz
  • Aufarbeitung von Kalamitätsholz bei Lärche, Douglasie und Tanne (Grund: Borkenkäfergefahr hier geringer)
  • Aufarbeitung von Eichenwert- und Stammholz (Grund: Eiche ist unaufgearbeitet sehr lagerfähig)
  • Aufarbeitung von Nadelschwachholz (< 20 cm BHD) und Laubindustrieholz

(entnommen aus dem unter www.waldwissen.net veröffentlichten Handbuch „Sturm“)

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