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Fotowettbewerb „Industriewald Ruhrgebiet – mach Dir ein Bild!“

Nur auf den ersten Blick passen Wald und Industrie nicht zusammen. Überall in unserer Heimat Ruhrgebiet lässt sich in den Wäldern, den ausgedehnten Parks und kleineren Baumgruppen im innerstädtischen Bereich aufzeigen, dass Wald und Industrieanlagen sehr wohl in Einklang miteinander stehen können. Wald spielt im Zusammenhang mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet eine bedeutende Rolle. Dieses im Bild festzuhalten, war Aufruf von Wald und Holz NRW zum Fotowettbewerb „Industriewald Ruhrgebiet – mach Dir ein Bild!“

Gespannt war die Fachjury, welche Themen den Bildautoren einfielen, um den scheinbaren Gegensatz von „Industrie“ und „Wald“ aufzulösen. Interessanterweise waren Bilder der Waldentwicklung auf Industriebrachen – also des typischen Industriewaldprogramms – tatsächlich häufigstes Fotomotiv. Es waren also ganz häufig Bilder ganz junger, wild aufgewachsener Wälder, die als Wettbewerbsbeitrag eingereicht wurden. Alte Wälder mit knorrigen hochaufragenden Bäumen, die sonst Sinnbild für urige, verträumte Waldlandschaft darstellen, sind dagegen deutlich unterrepräsentiert. Ganz häufiges Motiv war die Situation, dass anstelle abgewrackter Gebäude, Gleisanlagen oder anderer industrieller Überbleibsel sich ungeregelt Natur wieder breit gemacht hat. Die Siegerfotos legen Zeugnis dafür ab. Es ist also weniger der von Försterhand angelegte oder gepflegte Wald, der die Fotographen als Motiv fasziniert hat.

Was geschieht nun mit den Wettbewerbsbeiträgen? Neben den zehn Preisträgerfotos oder Fotoserien sind weitere Bilder für eine Wanderausstellung ausgewählt worden, die uns repräsentativ für Industriewald im Ruhrgebiet schienen. Die nun insgesamt 35 Fotos werden ab dem 24. September 2016 in öffentlich genutzten Gebäuden präsentiert, von denen sich die Forstverwaltung eine hohe öffentliche Wahrnehmung verspricht. Auf diese Weise wird in verschiedensten Städten des Ruhrgebiets das Thema „Wald im Revier“ präsent. Seien die Ausstellungsräume in Bankgebäuden, Rathäusern, Museen oder wo auch immer... Wald gehört einfach zum Bild unserer Heimat. Wald steht auch im Ruhrgebiet eben nicht als Gegensatz zur industriellen Umgestaltung sondern ist Beitrag zum Strukturwandel – ist die „grüne Alternative“ einer postindustriellen Kulturlandschaft.


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