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Förderung für
den Waldbesitz

 

Deutsche Waldtage: Mit dem Hund unterwegs im Wald

Hinweise und Tipps zum konfliktfreien Miteinander

Gerade an heißen Sommertagen und angekündigten schönen Herbsttagen zieht es viele Erholungssuchende in den Wald. Der bietet vielerlei Menschen Ruhe und Entspannung oder eine Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen. Neben Forstleuten, Jagenden, Wandernden und Sportbegeisterten nutzen auch zahlreiche Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer regelmäßig den Wald, um nicht nur ihrem Vierbeiner etwas Auslauf zu gönnen.

Jedoch kommt es durch freilaufende oder wildernde Hunde ab und an zu Störungen, Verletzungen oder sogar Tötungen von Wildtieren. Auch Fahrrad fahrende oder joggende Erholungssuchende werden in ihrer Freizeitausübung hin und wieder von freilaufenden Vierbeinern außerhalb des Einwirkungsbereiches ihres Besitzers gestört.

Zur Vermeidung von Interessenskonflikten und einer möglichst großen Akzeptanz untereinander, sollte sich jeder Waldbesuchende, wie auch Hundehalterinnen und Hundehalter, an einige grundsätzliche Regeln halten. Im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 hat das Regionalforstamt Hochstift am Jugendwaldheim Ringelstein dieses Thema aufgegriffen und zusammen mit einer Hundetrainerin eine Wanderung durch den Ringelsteiner Wald in Büren organisiert. Vor Ort, in verschiedenen Situationen, wurden Hinweise und Tipps zum richtigen Verhalten beim Waldbesuch gegeben.

Grundsätzliches zum Aufenthalt im Wald mit und ohne Hund

Das Landesforstgesetz NRW ermöglicht jedem das freie Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung und auf eigene Gefahr. Nur wenige Ausnahmen wie Forstkulturen und -dickungen, Holzeinschlagsflächen und forstwirtschaftliche sowie jagdliche Einrichtungen (z.B. Hochsitze) dürfen nicht betreten werden. Allgemein ist beim Betreten des Waldes darauf zu achten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört werden. Schutzwürdige Interessen der Waldbesitzerinnen und -besitzer sowie die Erholung anderer müssen gewahrt werden. 

Im Einwirkungsbereich ihres Besitzers oder ihrer Besitzerin dürfen Hunde auf Waldwegen frei laufen. Abseits des Weges sind die Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Jagdhunde während der Ausübung jagdlicher Tätigkeiten und Polizeihunde stellen hier eine Ausnahme dar. 

Auch Naturschutzgebiete schränken die freie Beweglichkeit von Mensch und Tier in Nordrhein-Westfalen ein. Hier ist ausschließlich das Betreten auf den Wegen gestattet. Außerdem sind Hunde an der Leine zu führen. Wenn keine anderen Regelungen wie jene in Naturschutzgebieten greifen, dürfen Hunde in Nordrhein-Westfalen im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern auch in der so genannten Brut- und Setzzeit frei auf den Wegen laufen. Einzig und allein die Regelungen für die Vogelschutzgebiete schreiben eine Anleinpflicht der Hunde zur Brutzeit (1. März bis 31. Juli) vor, um Tier und Lebensraum der hier besonders geschützten Arten zu erhalten.  

Der so genannte Einwirkungsbereich von Mensch auf Hund

Generell regelt das Landeshundegesetz NRW den allgemeinen Umgang mit Hunden. Demzufolge sind Hunde so zu führen, dass keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Mensch oder Tier ausgeht. Damit müssen sich auch nicht-angeleinte Vierbeiner ständig im Kontrollbereich ihrer Halterin oder ihres Halters befinden, d.h. jederzeit abrufen lassen. 

Viele Hunde besitzen einen mehr oder minder ausgeprägten Jagdtrieb. Daher kann es hier schnell zu Komplikationen kommen, wenn die Hunde Wild sehen oder wittern. Im Landesjagdgesetz ist der Schutz des Wildes vor wildernden Hunden geregelt. 

Zur Vermeidung von Ärger und zum Schutz des Wildes sowie anderer Waldbesucherinnen und -besucher sollte der Vierbeiner im Zweifel lieber an der Leine geführt werden. Damit können alle Menschen den Waldbesuch gleichermaßen entspannt genießen.

Verfasserin

Wald und Holz NRW
Lena Bleibaum
Walme 50
34414  Warbug-Scherfede

Tel.: +49 5642 94975 17
Mobil: +49 151 58021280
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