Windenergie - Wald & Holz Skip to main content

Windenergie im Wald

Als Standorte für Windenergieanlagen waren Wälder lange Zeit tabu. Klimawandel und Energiewende haben zu einem Umdenken geführt. Mit dem Windenergieerlass vom 04. November 2015 regelt die nordrhein-westfälische Landesregierung die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen im Wald. Weitere Regelungen finden sich in dem durch das Klimaschutzministerium NRW entwickelten Leitfaden "Rahmenbedingungen für Windenergieanlagen auf Waldflächen in Nordrhein-Westfalen".

Ziel ist es, den Anteil der Windenergie an der Stromversorgung von heute rund vier Prozent bis 2020 auf mindestens 15 Prozent auszubauen. Rund 3000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von ca. 3800 MW produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. Damit ist die Windenergie für den Ausbau der Erneuerbaren Energien von großer Bedeutung.

Der Leitfaden dient Wald und Holz NRW als Grundlage für forstfachliche Stellungnahmen. Darüber hinaus plant Wald und Holz NRW auch die Realisierung von Windenergieanlagen im landeseigenen Wald.

 

 

Ohne Ausbau der Windenergie können die ehrgeizigen Klimaschutzziele in NRW nicht erreicht werden. Der Windenergieerlass der Landesregierung von 2015 erlaubt die Erweiterung von Windkraftstandorten in geeigneten Wäldern. Wald und Holz NRW nimmt als Forstbehörde zu den Plänen der Kommunen zur Ausweisung von Konzentrationszonen fachlich Stellung und stellt die Genehmigungsfähigkeit von Windenergieanlagen in diesen Bereichen in Aussicht, wenn die notwendigen Erfordernisse erfüllt sind.

In ausgewiesenen Konzentrationszonen und bei Einzelbauvorhaben nach § 35 BauG  gibt Wald und Holz NRW im Rahmen der für die Errichtung einer Windkraftanlage im Wald  notwendigen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen eine Stellungnahme zur Genehmigungsfähigkeit der Waldumwandlung nach § 39 des Landesforstgesetzes NRW ab. Ein solcher Antrag muss bei Wald und Holz NRW, vertreten durch das örtliche Regionalforstamt, gestellt werden.

Vermarktung von Windenergiestandorten

Den Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende können wir ohne alternative Energiequellen nicht begegnen. In der Windenergie wird hier zurzeit das größte Zukunftspotential gesehen. Deshalb wurden mit dem Windenergieerlass vom 11.07.2011 auch Wälder für Windenergieanlagen behutsam geöffnet. Größere Potentiale ertragsstarker Standorte für Windenergieanlagen sind in den sehr waldreichen Regionen, vor allem Südwestfalens und des Bergischen Landes zu erwarten. In den nur gering bewaldeten Regionen NRWs sind Wälder eher nicht betroffen.

Wald und Holz NRW unterstützt die Entwicklung von Windenergie im Wald. Hierfür stellen wir geeignete Flächen des landeseigenen Waldes zur Verfügung. Durch die Größe zukünftiger Konzentrationszonen sind aber oft mehrere Besitzarten und Eigentümer betroffen. Alleingänge Einzelner sind in diesen Fällen wenig sinnvoll. Wald und Holz NRW lädt die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer deshalb zu einer gemeinsamen Vermarktung und/oder Erschließung von Konzentrationszonen mit dem landeseigenen Wald ein. Sollte landeseigener Wald nicht betroffen sein, unterbreiten wir dennoch das Angebot einer einleitenden Moderation als Dienstleistung zwischen Unternehmen der Windenergiebranche und forstlichen Zusammenschlüssen.

Unser Ziel ist es, die regional betroffenen Bürgerinnen und Bürger über Wertschöpfungsmodelle als private und/oder kommunale Investitions- und Solidargemeinschaften an den Projekten teilhaben zu lassen. Von den Planungs- und Entscheidungsprozessen der Kommunen erhoffen wir uns dabei die notwendige Transparenz und die Bereitschaft sich auf eine natur- und landschaftsschonende Errichtung von Windparks im Wald einzulassen.

Übersicht Staatswaldflächen in NRW

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Staatswaldflächen Nordrhein-Westfalens im PDF-Format zur Ansicht oder zum Download. Die Grafik ist bis zum Format Din-A3 vergrößerbar und ausdruckbar.

Übersicht Staatswaldflächen in NRW

Standortsicherungsverträge

vergeben wir im Rahmen von Markterkundungsverfahren. Sollten Sie für die Abgabe eines Angebots zu einzelnen Projekten interessieren, so finden Sie hier alle Informationen.

Ansprechperson

für Fragen zur Standortvermarktung im landeseigenen Wald sowie zu Kooperationen mit benachbarten Waldflächen.

Wald und Holz NRW
Björn Hohenstein
Kurt-Schumacher-Str. 50 b
59759 Arnsberg

Tel.: 0251/91797-272
vCard: laden

Ansprechperson

zu rechtlichen Fragen rund um die Genehmigung von Windenergieanlagen im Wald:

Wald und Holz NRW
Marc Messerschmidt
Kurt-Schumacher-Str. 50 b
59759 Arnsberg

Tel.: 0251/91797-267
Mobil: 0151/17489468
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Ansprechpersonen

für Genehmigungen von Waldumwandlungen zur Errichtung von Windkraftanlagen im Wald sind die Forstämter von Wald und Holz NRW hoheitlich zuständig.

Ihr zuständiges Forstamt finden Sie hier.


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