Hybrid-Fachtagung: Von der Kalamität zur Wertschöpfung
Lagerung, Nutzung und Holzverarbeitung nach Großkalamitäten
Olsberg – Der Klimawandel stellt die deutsche Forst- und Holzwirtschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere Fichten sind durch Dürren, Stürme und Borkenkäferbefall massiv geschädigt worden. Mit der Hybrid-Fachtagung „Von der Kalamität zur Wertschöpfung“ werden die Ergebnisse des FNR-Verbundprojekts NUKAFI („Nutzung Kalamitätsholz Fichte“) vorgestellt.
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt untersucht, wie Fichten-Kalamitätsholz – insbesondere aus Dürre-, Sturm- und Borkenkäferschäden – trotz fortschreitender Qualitätsveränderungen technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll genutzt werden kann. Die Tagung beleuchtet den aktuellen Stand des Kalamitätsmanagements in Deutschland und zeigt Perspektiven für den zukünftigen Umgang mit Großkalamitäten auf.
Veränderungen der Holzqualität untersucht
Ein Großteil der geschädigten oder abgestorbenen Fichten konnte nicht zeitnah geerntet werden und blieb teilweise mehrere Jahre im Wald stehen oder liegen. Ziel des FNR-Projektes NUKAFI war es, die Veränderungen der Holzqualität für diese Kalamitätshölzer systematisch zu untersuchen. Dabei wurde sowohl das stehende Holz im Wald (Dürrständer) als auch Holz aus Trockenlagern analysiert, verwertet und die Ergebnisse praxisnah bewertet.
Wie verändern sich die Holzqualität und die Nutzungsmöglichkeiten von stehend- und liegend-trocken gelagertem Fichten-Kalamitätsholz? Ist die Holzqualität noch ausreichend, um langlebige Bauprodukte oder Holzwerkstoffe wie Brettsperr- oder Brettschichtholz herzustellen? Und wie kann Kalamitätsholz mit möglichst geringen Qualitätsveränderungen ohne Wertverlust gelagert werden?
Holz für langlebige Bauprodukte und Holzwerkstoffe nutzen
Diese und weitere Fragen beantwortet die Fachtagung „Von der Kalamität zur Wertschöpfung“ und bietet Einblicke in Untersuchungsergebnisse zu Sortierung, Verklebung, mechanischen Eigenschaften und Trocknung von Kalamitätsholz.
Die Fachtagung thematisiert damit die Veränderungen der Holzqualität in Abhängigkeit von Lagerdauer und Standort sowie die Frage, ob und wie dieses Holz für langlebige Bauprodukte und Holzwerkstoffe genutzt werden kann. Zudem werden Empfehlungen zur bestmöglichen Nutzung von Kalamitätsholz vorgestellt, die als Grundlage für weitere Baumarten dienen können.
Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich über weitere Aspekte des Themenkomplexes „Kalamitätsbewältigung und Holzverwertung: Strategien, Lagerungstechniken und Produktentwicklung“ zu informieren. Das anschließende Get Together bietet Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerkgespräch mit Branchenakteuren des Clusters Forst und Holz sowie Vertreter*innen aus Forschung und Entwicklung.
Am Donnerstag, 27. November 2025 besteht die Möglichkeit an einer Fachexkursion zum Thema teilzunehmen (limitierte Plätze, max. 50 Teilnehmende).
Zum Programm und zur Anmeldung gelangen Sie unter:
https://zentrum-holz.de/magazin/hybrid-fachtagung-nukafi
Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos.
An der Fachtagung (26.11.2025) kann online sowie in Präsenz im Zentrum HOLZ in Olsberg teilgenommen werden.
Den Veranstaltungsort (Zentrum HOLZ, Carlsauestr. 91a, 59939 Olsberg) erreichen Sie vom Bahnhof in Olsberg (ca. 5 km entfernt) mit den Buslinien S30 oder 356 (Ausstieg: Haltestelle „Steinhelle“). Mit dem PKW erreichen Sie das Zentrum HOLZ über die B 480 Richtung Winterberg in Olsberg/Steinhelle.




