Der Wolf in NRW - Wald & Holz Skip to main content

Der Wolf

in Nordrhein-Westfalen

Dass der Wolf auch nach NRW zurückkommt, ist nicht unwahrscheinlich. Schon im November 2009 stattete der damals im nordhessischen Reinhardswald lebende Wolf dem benachbarten Kreis Höxter einen heimlichen Besuch ab. Dieser Wolf war der erste seit etwa 170 Jahren, der in Westfalen auftauchte. Ursprünglich stammte der Wolfsrüde aus der sächsischen Wolfspopulation. Auch die Entwicklung der niedersächsischen Wölfe mit insgesamt drei Rudeln lassen Wolfsbesuche in NRW wahrscheinlicher werden. Wenn der Wolf kommt, kann und darf er auch in NRW leben. Der Wolf steht unter Artenschutz, braucht aber weder Wildnis noch speziell ausgewiesene Schutzgebiete. Vor allem braucht er eins: die Akzeptanz des Menschen.

Wolf
13.05.16Pressemitteilung

LANUV bestätigt neunten Wolfs-Nachweis in NRW

Durch genetische Untersuchungen von Proben, die an toten Schafen in der Gemeinde Borchen, Kreis Paderborn, am 30. März.2016 genommen wurden, konnte das Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen/Hessen den Wolfs-Verdacht bestätigen. Damit handelt es sich seit 2009 um den neunten Nachweis eines einzelnen Wolfs in NRW. mehr lesen

wolf
19.04.16Pressemitteilung

Umweltministerium legt NRW-Wolfsmanagementplan vor

Über den Umgang mit einzelnen Wölfen informiert ab heute der „Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe“. Dieser Wolfsmanagementplan gibt Auskunft über die rechtliche Situation rund um das Thema Wolf, dokumentiert die bisherige Entwicklung in NRW und zeigt Zuständigkeiten, Handlungsfelder und konkrete Hilfen für Tierhalter im Falle eines Wolfnachweises auf. mehr lesen

Wolf
05.04.16Pressemitteilung

Umweltministerium bestätigt erneuten Wolfs-Nachweis in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es den fünften Nachweis eines Wolfes seit 2009. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte heute, dass in Rietberg, Kreis Gütersloh, am Sonntag ein Wolf durch Videoaufnahmen festgehalten wurde. mehr lesen

Wolf
29.03.16Pressemitteilung

Umweltministerium bestätigt weiteren Wolfs-Nachweis in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es den vierten Nachweis eines Wolfes seit 2009. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass im Kreis Lippe am Wochenende ein Wolf durch Videoaufnahmen festgehalten wurde. mehr lesen

Wolf
23.01.15Pressemitteilung

Senckenberg-Institut bestätigt anhand von DNA-Spuren einen Wolf im Kreis Minden-Lübbecke

Nach mehr als 170 Jahren scheint Nordrhein-Westfalen wieder Wolfs-Land zu werden. mehr lesen

Weitere Themen

22.06.2014 - Minister Remmel hat heute im Rahmen des "Tags der Parke" in Bad Lippspringe den Informationsstand von Wald und Holz NRW zum Wolf besucht. Die NRW-Forstleute informieren mit dem Stand über die potenzielle Rückkehr des Wolfes nach NRW. Aufgrund der Bestandesentwicklung der niedersächsischen Wolfsrudel ist auch eine Rückkehr des Wolfes nach NRW wahrscheinlich. Zuletzt konnte ein junger Wolf im Kreis Diepholz, dem Nachbarkreis des Kreises Minden-Lübbecke, fotografiert und damit nachgewiesen werden.

Foto JPG, 417 KB

28.04.2014 - Naturbewusstseinsstudie des BFN befragte Menschen auch zur Akzeptanz des Wolfes. Weitere Öffentlichkeitsarbeit und eine Versachlichung des Images des geschützten Tieres sind notwendig.

Studie (Kurzform)

Gesamtstudie

Wolfsbeobachtung melden

Werktags:
Landesumweltamt (LANUV)
Tel.: 02361-305-0

Außerhalb der Geschäftszeiten /
am Wochenende:

Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV
Tel.: 0201-714488

Luchs- und Wolfsberater in NRW

Luchs- und Wolfsberater

Sicher belegte Wolfsbeobachtungen in Nordrhein-Westfalen

Regelmäßig melden sich Bürgerinnen und Bürger um Wolfsbeobachtungen zu melden. Für diese Meldungen sind wir dankbar, können aber nicht jede Beobachtung  zu einem bestätigten Wolfsnachweis erklären. Selbst für Experten ist es schwierig, bei flüchtigen Beobachtungen, oft in weiter Ferne und oft in der Dämmerung,  Verwechslungen  mit Wolfshunden, Huskys oder Mischlingen sicher auszuschließen. Wir listen hier daher nur die sicher belegten Wolfsnachweise auf. Sichere Nachweise  sind zum Beispiel Foto- oder Videoaufnahmen, die von mehreren Experten unabhängig voneinander begutachtet wurden. Als sichere Nachweise gelten auch Kot, Haarproben, die Wölfe an Zäunen und beim Zusammenstoß mit Autostoßstangen hinterlassen oder genetische Speichelspuren an gerissenen Schafen und Ziegen.

27.05.2016 - 11. Wolfsnachweis seit 2009

In der Nacht zum 28. April wurden auf einer Weide in der Gemeinde Hamminkeln, Kreis Wesel drei Ziegen gerissen und mehrere Schafe verletzt. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld erhielt vom Luchs- und Wolfsberater des Landesumweltamt Abstrichproben. Nach deren Analyse ist klar: es handelt sich um einen weiblichen Wolf. Eine genaue Herkunftsangabe ist nicht möglich, da die Fähe bislang nicht in der Datenbank des Senckenberg-Forschungsinstitut geführt wurde. Die genetischen Befunde lassen aber eine Zuordnung der Wölfin zur "zentraleuropäischen Population" (Polen, Deutschland) zu. Damit können Einwanderer aus der Apennin-Population (Alpenraum) sowie Fern-Zuwanderer aus dem Baltikum oder den Karpaten ausgeschlossen werden.

23.05.2016

Durch genetische Untersuchungen von Proben, die in der Gemeinde Rösrath im Rheinisch-Bergischen Kreis am 19. April 2016 an zwei toten Ziegen genommen wurden, konnte das Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen/Hessen den Wolfs-Verdacht bestätigen. Damit handelt es sich seit 2009 um den zehnten Nachweis eines einzelnen Wolfs in NRW.
Die genetischen Untersuchungen konnten in diesem Falle erneut das Individuum identifizieren, es handelt sich um den 2015 in einem Rudel bei Cuxhaven geborenen Jungwolf (Welpe), der in NRW bereits am 26./27. März im Kreis Lippe und am 6. April im Kreis Warendorf nachgewiesen werden konnte.

30.04.2016 Gemeinde Borchen, Kreis Paderborn

Auf einer Weide bei Borchen wurden am Vormittag des 30.März zwei tote und ein verletztes Schaf aufgefunden. Vor Ort erfolgte die Dokumentation der Fundumstände durch den Förster und örtlich zuständigen Luchs- und Wolfsberater für den Kreis Paderborn. Die Tiere wurden anschließend im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe untersucht. Dort wurden Proben für weiterführende genetische Untersuchungen durch das Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen/Hessen genommen. Das Ergebnis der genetischen Untersuchung belegt aufgrund der Kern-DNA Auswertung einen eindeutigen Wolfsnachweis.

Wolf
(Foto: J. Brinkmann)

23.04.2016 Kreis Steinfurt

Am Samstagmorgen zwischen 07.00h und 07.30h wurde in der Nähe von Ibbenbüren-Laggenbeck ein Wolf fotografiert. Die Begutachtung der Aufnahmen erfolgte durch den regional zuständigen Wolf- und Luchsberater, die Experten des LANUV und das Büro LUPUS.

Weitere Spuren (Trittsiegel, Haare, Kot) liegen nicht vor. Eine genetische Analyse und eine Zuordnung zu einem Individuum ist folglich nicht möglich.

06.04.2016 Kreis Warendorf

In der Nacht zum wurden auf einer nahe am Hof gelegenen Weide in Oelde 3 Kamerunschafe  gerissen. Der Wolfsexperte des LANUV konnte Genmaterial sicherstellen und analysieren lassen. Das Ergebnis bestätigt zweifelsfrei, dass es sich um  denselben Jungwolf aus dem Cuxhavener  Rudel  handelt, der bereits am 26.03.2016 im Kreis Lippe nachgewiesen wurde.

Wolf schleicht über die Straße
Ausschnitt aus dem Handy-Video aus dem Kreis Gütersloh (privat)

03.04.2016 Kreis Gütersloh

In Rietberg-Mastholte beobachteten Anwohner, wie ein Wolf in der Nähe von Wohnhäusern über die Felder lief. Kurz darauf wurde der Wolf aus dem Auto heraus mit einem Handy gefilmt. Auf diesem Video ist eindeutig ein Wolf zu sehen. Auch hier ergab die Nachfrage beim Büro LUPUS weitere Gewissheit. Bei dem Tier auf dem Video handelt es sich um einen Welpen, ein Jungtier aus dem letzten Jahr. Das Geschlecht ist auf dem Video nicht erkennbar. Der Wolf sieht gesund aus, fühlt sich jedoch erkennbar unwohl in der Situation und versucht wegzulaufen. Es ist bei Welpen nicht ungewöhnlich, dass sie auch bei Tage unterwegs sind. Wölfe reagieren, wie andere Wildtiere auch, auf Fahrzeuge sehr häufig nicht scheu. Daher ist das nahe Vorbeiziehen an dem PKW nicht ungewöhnlich, sondern völlig normal.

30.03.2016 Kreis Paderborn

Am frühen Morgen wurde ein wolfsähnliches Tier im Kreis Paderborn zwischen Salzkotten und Borchen von einem PKW angefahren. Das Tier hat den Unfall überlebt und konnte fliehen. Die Suche nach dem vermutlich verletzten Tier blieb erfolglos. An dem Unfall-PKW konnte der für den Kreis Paderborn zuständige  Wolfsberater Haare des Tieres sicherstellen. Die genetische Überprüfung im Senckenberg-Institut ergab den eindeutigen den Nachweis, dass es sich auch hier um einen Wolf gehandelt hat.

Wolf in der Nacht
Ausschnitt aus dem Video der Wildkamera in Barntrup (privat)

26.03.2016 Kreis Lippe

In der Nacht zum Ostersamstag  wurde in der Gemeinde Barntrup (Kreis Lippe) ein Ziegenbock gerissen. Der Wolfsberater für den Kreis Lippe konnte  genetische Proben nehmen.  In der folgenden Nacht konnte ein Jäger den Wolf mit einer automatischen Wildkamera an der Ziegenweide filmen. Dieses Video ist relativ eindeutig. Trotzdem wurde im Sinne des „Vier-Augenprinzips“ durch das LANUV für den Videonachweis eine Bestätigung durch das Büro LUPUS eingeholt.

Die Auswertung  der Genprobe ergab, dass dieser Wolf bereits bekannt ist. Eine männliche Welpe aus dem Rudel in Cuxhaven (Niedersachsen).  Dieser Wolf hat  bereits am 16.02.2016 genetische Spuren an einem gerissenen Schaf in der Nähe seines Heimatrudels in Niedersachsen hinterlassen. In den 38 Tagen bis zum 27.03. hat dieses Tier die Strecke von Cuxhaven bis in den Kreis Lippe zurückgelegt (230 km Luftlinie).

Wolf im Grünen
Sichtung: 2009 Kreis Höxter

2015 Kreis Siegen-Wittgenstein
Bestätigung durch ein Bild aus einer Wildkamera.

2014 Kreis Minden-Lübbecke
Bestätigung anhand genetischer Spuren an einem gerissenen Schaf.

2009 Kreis Höxter
Wolf „Reinhard“ aus dem benachbarten Reinhardswald (inzwischen verstorben): Bestätigung anhand genetischer Spuren an einem gerissenen Schaf.

Genetischer Nachweis

Haare, Kot, Blut oder Speichelreste die ein Wolf hinterlässt, eignen sich für die genetische Analyse. Bei frischen und umfangreichen Proben lassen sich neben der sicheren Bestimmung des Wolfes auch das Geschlecht und verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen bereits registrierten Tieren feststellen. Alle in NRW gefundenen Spuren werden im Senkenberg Forschungsinstitut Gelnhausen analysiert und mit anderen schon vorher gefundenen genetischen Wolfsspuren aus Deutschland und Europa verglichen.

Der Wolf - Zurück in Deutschland!

Es gibt Tiere, die gibt’s eigentlich nicht mehr. Sie sind raus aus der Natur und aus den Köpfen. Das mehr oder weniger vorhandene Wissen stammt aus Geschichten und Märchen oder aus TV-Dokumentationen. Bestes Beispiel dafür ist der Wolf. Fast 100 Jahre war er, abgesehen von einzelnen wandernden Wölfen, in Deutschland verschwunden. Der Wolf galt nach Jahrhunderte langer Verfolgung als ausgerottet. Die Bestätigung eines Wolfrudels durch Forstleute auf einem militärischen Übungsplatz in der sächsischen Oberlausitz im Jahr 2000 war eine wildbiologische Sensation. Aus Polen eingewandert, hatte sich im Osten Deutschlands ein Wolfspaar angesiedelt und Junge aufgezogen. Von der Oberlausitz aus verbreitetete sich das Wolfsvorkommen in den Folgejahren nicht nur im Osten der Republik, sondern auch in die alten Bundesländer bis weit nach Westen. Dabei profitiert der Wolf heute von seinem strengen gesetzlichen Schutz. Auch der Wildreichtum deutscher Wälder und die großen militärischen Übungsflächen als ruhige Orte zur Aufzucht der Jungen helfen den rückkehrenden Wölfen.

Vorbereiten auf den Wolf in NRW

Mit seiner Rückkehr beschäftigt sich das Land schon seit 2010. In einem beim Landesamt für Naturschutz eingerichteten Arbeitskreis Wolf erarbeiten Wissenschaftler und Naturschützer, Jäger, Schafhalter und Forstleute ein Konzept für den Fall der eigenständigen Rückkehr des Wolfes und tauschen unterschiedliche Interessen aus. Ein Aussetzen von Wölfen ist nicht vorgesehen. Das Land hat auf Anregung des Arbeitskreises ein Verfahren für die Entschädigung von Nutztierrissen entwickelt und Wolfsberater ausgebildet. Ein vom Land finanziertes „Notfallset“ mit wolfssicheren Elektrozäunen für die schnelle Sicherung von Schafherden bei einem möglichen Wolfsbesuch ist aus dem Arbeitskreis ebenfalls auf den Weg gebracht worden.

Was ändert sich, wenn der Wolf kommt?

Wolfsspur neben Zollstock
Wolfsspur in der Lausitz

Wölfe sind scheu und meiden den Menschen. Gleichwohl können sie in menschlicher Nachbarschaft leben.

Die als beschworene Gefahr für Leib und Leben geht von Wölfen auf Menschen nicht aus. Bei Schafen ist das anders. Denn der Wolf ist ein Raubtier und frisst auch Schafe, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das entspricht seiner ökologischen Funktion. Der Wolf kann nicht zwischen Wild- und Haustier differenzieren. Das Wissen über die wolfssichere Schafhaltung ist durch das generationenlange Fehlen des Wolfes abhandengekommen.

Daher müssen sich Schafhalter auf die Rückkehr des Wolfes erst neu einstellen. Ebenso ist ein gesellschaftlicher Konsens darüber erforderlich, in welchem Umfang die Schafhalter finanziell unterstützt werden. So sind Schafhaltungen auch bei Anwesenheit des Wolfes mit vertretbarem Aufwand möglich. Davon profitiert dann auch die schützenswerte Kulturlandschaft, die vielerorts durch Schafe gepflegt wird.

Wenn der Wolf im Revier mitjagt, ändert sich das Leben der Wildtiere und das des Jägers. Rehe und Hirsche, die bislang ohne Raubtiere leben konnten, verändern ihr Verhalten durch die Anwesenheit des Wolfes. Darauf muss sich der Jäger einstellen. Die Sorge, dass sich der Wolf zu einem ernsthaften Konkurrenten entwickelt, ist aufgrund der insgesamt hohen Wildbestände und der natürlichen Gesetzmäßigkeiten zwischen Räuber und Beute unbegründet.

Biologie des Wolfes

Der Hund ist genetisch eigentlich immer noch ein Wolf. Auch wenn viele Hunde ihrem Stammvater nicht mehr besonders ähnlich sehen. Einige Rassen kommen dem Bild des Wolfes aber recht nahe, sodass es regelmäßig zu Verwechslungen und falschen Wolfsmeldungen kommt. Der Europäische Wolf wird etwa so groß wie ein Schäferhund und wiegt im Mittel um die 40 Kilogramm. Seine Fellfarbe ist sehr variabel, der Grundton ist grau. Die kleinen, dreieckigen Ohren stehen nach oben. Zusammen mit der spitzen, recht hellen Schnauze und den gelblichen Augen formen sie das markante Wolfsgesicht. Es ist das Gesicht eines Raubtiers, das sich wie kein anderes auf unterschiedliche Lebensräume und Beutetiere eingestellt hat.

Der Wolf frisst je nach Vorkommen verschiedene Wildtiere wie Hirsche, Rehe oder Wildschweine. Dabei jagt er vor allem junge, alte und kranke Beutetiere. Wölfe leben in Familienverbänden, den Rudeln. Diese setzen sich in der Regel aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs des Vorjahres und den Welpen zusammen. Jedes Rudel bewohnt ein festes Revier. Damit sich das Rudel nicht durch zu viele Artgenossen die eigene Lebensgrundlage entzieht, verlassen junge Wölfe bei Geschlechtsreife das Revier und laufen teilweise Hunderte von Kilometern weit. Durch diese Wanderungen werden neue Gebiete durch Wölfe besiedelt.

Weitere Bilder

Wolf
Schafe
Schafe auf einer Talwiese
Ziegen auf einer Wiese
 
 

Wolfsausstellung von Wald und Holz NRW

Um Menschen vor Ort zu informieren, gibt es seit Frühjahr 2014 eine kleine Ausstellung zum Wolf. Auf drei Themenbannern informiert die Ausstellung über die Biologie des Wolfes und gibt Antworten auf Fragen in Bezug auf seine potenzielle Rückkehr. Was tun, wenn der Wolf kommt? Bestandteil der Ausstellung ist ein Wolfspräparat, Informationsmaterial, Fachliteratur, zwei große Wolfspuzzle und demnächst auch ein NRW-spezifischer Infofilm. Die Ausstellung kann grundsätzlich von interessierten Institutionen ausgeliehen werden.

Kontakt

Wald und Holz NRW
Fachbereich IV
Peter Bergen

Tel: 0251-91797-289
E-Mail: Peter.Bergen@wald-und-holz.nrw.de

Weitere Informationen

Die Ausstellung "Was tun, wenn der Wolf kommt?" steht vom 03.05 bis zum 10.06.2016 im Kreishaus in Höxter.

Herdenschutzset

Für den Fall, dass kurzfristig ein Wolf nach NRW kommen sollte, haben das Land un der NABU Herdenschutzsets für Schafhalter angeschafft. Diese Sets zum Schutz vor Wolfsangriffen auf Schafe und andere Nutztiere können bei Bedarf kurzfristig und schnell ausgeliehen werden.

Die Herdenschutzsets mit Elektrozaun, Weidezaungerät und Fotofalle können bei Verdachtsfällen in Bezug auf Wolf oder Luchs unentgeltlich ausgeliehen werden. Sie sind mit Beratung durch den NRW-Schafzuchtverband angeschafft worden und stehen allen Nutztierhaltern (auch Hobbyhaltung) zur Verfügung.

Die Sets können nur komplett ausgeliehen werden. Ein Transport ist in einem großräumigen PKW bzw. mit einem Anhänger möglich.

Ansprechpartner

Sauerland-Set

Biologische Station Hochsauerlandkreis
Werner Schubert
Tel.: 02977 - 1524
Mobil: 0170 - 3462982

Ostwestfalen / Hochstift-Set

Regionalforstamt Ostwestfalen
Norbert Schmelz
Tel.: 05745 - 1880
Mobil: 0171 - 587367
E-Mail: Norbert.Schmelz@wald-und-holz.nrw.de

Oberbergischer Kreis-Set

NABU-Oberberg
Michael Schmitz
Geschäftsstelle Wiehl
Tel.: 02262 - 712728
Mobil: 0163 - 3685123

Aus der Sicht der Wolfsexperten

Die mögliche Rückkehr der Wölfe nach Nordrhein-Westfalen schiebt eine Bugwelle an Spekulationen, Befürchtungen und Fehlinformationen vor sich her. Diese verstärkt  die verständliche Unsicherheit vieler Menschen, bei dem Gedanken an Wölfe in der eigenen Nachbarschaft.

Wald und Holz NRW hat daher bereits mehrere Informationsveranstaltungen angeboten, um den Diskussionen im Land eine sachliche Basis zu bieten.  Im folgenden finden Sie Fachvorträge anerkannter Wolfsexperten. Diese wurden auf der Informationsveranstaltung im Waldinformationszentrum Hammerhof am 26.03.2015 aufgezeichnet.

Wölfe in Niedersachsen

Wölfe in Niedersachsen
Einblicke in das Zusammenleben mit den neuen Nachbarn

Vortrag von Frank Fass, Inhaber des Wolfscenter Dörverden in Niedersachsen. 

Wölfe - Was kommt da auf uns zu?

Wölfe - Was kommt da auf uns zu?

Vortrag von Ulrich Wotschikowsky, Wildbiologe, Jäger und Wolfsexperte.
Mehr Informationen auf www.woelfeindeutschland.de 

Der Streit um Luchs und Wolf

Der Streit um Luchs und Wolf
Hintergründe eines Konfliktes zwischen Jagd, Naturschutz und Nutztierhaltung

Dr. Micha Herdtfelder, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Würtemberg, Abteilung Waldnaturschutz. Der Inhalt des Vortrags beruht auf der Dissertation von Dr. Angela Lüchtrath.


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