Waldblatt Extra Sturm 2018 - Wald & Holz
  


Liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

wie vor elf Jahren hat uns in Nordrhein-Westfalen auch am 18. Januar 2018 ein Sturm getroffen. Stürme und ihre Folgen sind immer eine Herausforderung für Waldbesitz und Forstleute. Aber Friederike ist bei Weitem nicht Kyrill. Meteorologisch gesehen war Friederike ein „Schnellläufer“ und dauerte nicht 24 Stunden. Betroffen sind vor allem die nordöstlichen Landesteile. Die geworfene Holzmenge ist mit ca. 1,5 Millionen Festmetern deutlich unter dem Jahreseinschlag.

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Roland Schockemöhle, Leiter des Forstamtes Hochstift, zur Lage in der Region

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

am vergangenen Donnerstag traf das Sturmtief „Friederike“ auf die Wälder unserer Region und hinterließ dort große Schäden. In wenigen Stunden ab mittags vernichteten starke Böen, in Beverungen über 140 Stundenkilometer, nicht nur Wälder und ihre Bestände, sondern Werte und Familientraditionen, betriebliche und waldbauliche Ziele sowie ganze Landschaftsbilder.

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Sturm – Was tun?

Der Sturm Kyrill hat gezeigt, dass Großschadensereignisse den Wald in Nordrhein-Westfalen empfindlich treffen können. In solchen Krisensituationen kommt es auch für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse darauf an, schnell und überlegt zu agieren. In Kooperation mit dem Waldbauernverband NRW und dem Umweltministerium hat Wald und Holz NRW nach Kyrill das Faltblatt "Sturmkatastrophe" als Arbeitshilfe für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer herausgegeben. Die Inhalte finden Sie in diesem Waldblatt Extra.

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Fit für die Kalamität

Wichtige Voraussetzungen für die Bewältigung einer Kalamität müssen bereits im Vorfeld geschaffen werden. Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sollten für sich selbst folgende Fragen beantworten:

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Sofortmaßnahmen nach der Kalamität

Vorstandssitzung mit Försterin oder Förster (Lage einschätzen, Aufgaben und Zuständigkeiten festlegen). Termin möglichst vor dem Sturm anhand der Wetterprognosen vereinbaren!

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Sicherheit geht vor!

Sturmholzaufarbeitung ist lebensgefährlich!
Der Hinweis auf die besonderen Gefahren der Sturmholzaufarbeitung ist Sache des Vorstandes. Die Mitglieder
sollten unbedingt von der übereilten eigenen Holzaufarbeitung abgehalten werden.

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Einschätzung der Schäden und Aufarbeitungsreihenfolge

Es gibt kein sinnvolles Aufarbeitungskonzept ohne Einschätzung der Schäden (L6). Die Aufarbeitungsreihenfolge sollte zusammen mit der Försterin oder dem Förster in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf und den örtlichen Gegebenheiten festgelegt werden.

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Unternehmereinsatz

Falls der Zusammenschluss mit der Aufarbeitung des Kalamitätsholzes beauftragt wird, sollten bekannte und ortskundige Unternehmen zunächst bevorzugt werden.

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Holzlagerung

Im Falle eines Großschadensereignisses ist der Holzmarkt schnell nicht mehr aufnahmefähig. Es empfiehlt sich deshalb folgende Lagermethoden zu prüfen (L10): Nasslager, ...

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Holztransport

Einbahnstraßensystem für den Holztransport festlegen und ausschildern (auf Kartenkopien oder in forstlichen
Navigationssystemen), Kontaktdaten zu Wegebaufirmen für kurzfristige Ausbesserungsarbeiten an Abfuhrwegen bereitlegen Schranken nicht verschließen, ...

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Holzbereitstellung und Vermarktung

Folgende Grundsätze gelten für die Holzbereitstellung und -vermarktung immer, aber besonders im Falle einer Kalamität: Es sollte eine Sammlung bestehender Holzkaufverträge geben.

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Integrierter Waldschutz nach Kalamitäten

Saubere Waldwirtschaft (Aufarbeitung von Kalamitätsnestern, Entzug von brutfähigem Material durch vollständige Aufarbeitung, schnelle Abfuhr aus dem Wald, keine Anhäufung von frischem Totholz), Lagerplätze nicht an Stellen mit bekannter Massenvermehrung aus den Vorjahren einrichten.

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Steuerliche Aspekte bei Kalamitäten

Möglichst schnell Kontakt mit einem Steuerberater aufnehmen! Nach Feststellung des Schadens müssen die Schäden ohne schuldhaftes Zögern und vor Beginn der Aufarbeitung für jeden Betrieb gesondert bei der zuständigen Finanzverwaltung angemeldet werden (L3).

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Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen

Entscheidung erst nach genauer Flächenanalyse, unter Beachtung von Naturverjüngungspotenzial, Standort, rechtlichen und wirtschaftlichen Erfordernissen treffen (L12), Beachtung der Herkunftsempfehlungen für Baum- und Straucharten in NRW (L11).

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Möglichkeiten und Maßnahmen der Prävention

Standortgerechte Baumartenwahl, Einzelbaumstabilisierung durch frühzeitige und kontinuierliche Durchforstungen, Bestandesstabilisierung durch Mischbestandswirtschaft.

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Alle Informationen zusammengefasst finden Sie im Faltblatt "Sturmkatastrophe" (PDF).

Herausgeber
Wald und Holz NRW
Albrecht-Thaer-Str. 34, 48147 Münster
in Kooperation mit
dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW und
dem Waldbauernverband NRW e. V.

Weitere Informationen

Im Folgenden finden Sie hilfreiche Links rund um das Thema Sturmbewältigung und Wiederaufforstung.

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Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Hochstift,
Stiftsstraße 15, 33014 Bad Driburg - Neuenheerse

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Telefon: 05259 / 986 - 50

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