Holz aus NRW - Verkauf und Vermittlung - Wald & Holz Skip to main content

Holz aus NRW - Verkauf und Vermittlung

Der Rohstoff Holz ist einzigartig, vielseitig und nachhaltig Holz hat viele Gesichter. Als Dachstuhl, Wohnzimmerschrank, Parkett-Fussboden, Zaunpfahl, Taschentuch, Druckerpapier, Holzwerkstoffe oder als Energieholz in Form von Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzeln. Damit ist Holz auch im 21. Jahrhundert noch prägender  Rohstoff unseres Alltags. Kaum ein anderer Rohstoff wird dabei so transparent und tatsächlich nachhaltig produziert wie heimisches Holz. Die Produktionsstätten, unsere Wälder, können 24 Stunden, sieben Tage die Woche betreten werden. Die Transportwege aus dem Wald zum Verarbeiter sind kurz, denn der überwiegende Teil des Holzes bleibt in NRW.
Tradition trifft Moderne, wenn zu Beginn eines jeden Jahres im gesamten Land die besten einheimischen Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft angeboten werden.

Holzstämme übereinander gestapelt

Wald und Holz NRW verkauft bzw. vermittelt jährlich eine Menge von ca. 1,9 Millionen Kubikmeter (fm) Rohholz. Hiervon kommen aus den landeseigenen Wäldern 520.000 fm (m³). In den letzten 3 Jahren wurden damit Umsatzerlöse zwischen 114,0  und 122.0 Mio Euro erzielt. Die Durchschnitterlöse über alle Baumarten und Sortimente schwankten von 2012 bis 2014 zwischen 62,- € und 65,- €.

Der überwiegende Anteil der Einnahmen (>90%) der Forstbetriebe entstammen der nachhaltigen Nutzung des Rohstoffes Holz. Durch die permanente Pflege und Durchforstung des Waldes sorgen die vielen Privatwaldbesitzer und der landeseigene Wald für eine gesunde und vitale Waldentwicklung. So kann dem Klimawandel entsprechend begegnet werden.

Holzstämme übereinander gestapelt

Das hierbei anfallende Produkt Holz wird in vielfältiger Art und Weise an unsere Kunden geliefert und sorgt gerade im ländlichen Raum für Wertschöpfung. Der wertvollste Teil des Holzes wird als Stammholz verkauft. Hier unterscheidet man zwischen Nadel- und Laubstammholz.

Das Nadelstammholz wird an eine Vielzahl von Sägewerken mit Schwerpunkt im Sauerland und in der Eifel vermarktet. Die entstehenden Produkte sind Bauholz, Blockware, Bretter, Dielen und Dachlatten. Einzelne Betriebe haben sich hier Ihre Nische gesucht und trocknen Holz vor oder stellen in einem zweiten Verarbeitungsschritt zum Beispiel Konstruktionsvollholz her. 

ein Baumstammt, der mit einer Zahl markiert ist

Laubstammholz mit hervorragender Qualität wird einmal im Jahr auf sogenannten Meistgebotsterminen (Submissionen oder Versteigerung) an Furniereinkäufer und Spezialabnehmer im Winterhalbjahr vermarktet. Die geringen und guten Qualitäten finden Verwendung im Bereich der Sägeindustrie für Möbel und Fußböden sowie als Schälholz.

Das geringwertigste Sortiment, das sogenannte Industrieholz oder Energieholz wird  in der Holzwerkstoff- und Pelletindustrie genutzt, hieraus werden Spannplatten, OSB, MDF und Tischlerplatten sowie Holzpellets herstellen.

Durch die zuletzt jahrelang steigenden Preise im Energiebereich hat das Brennholz und dessen Verwendung eine Renaissance im letzten Jahrzehnt erlebt.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Florian Krumpen
Kurt-Schumacher-Str. 50 b
59759 Arnsberg

Tel.: 0251/91797-305
Mobil: 0171/5870084
vCard: laden
Wertholzlagerplatz in Wolbeck, Münster

Seit Jahrzehnten organisieren Landesförster Versteigerungen und Submissionen, auf denen Holz aus privaten, kommunalen und landeseigenen Wäldern angeboten wird. Holzkäuferinnen und Holzkäufer aus ganz Deutschland und den Nachbarländern bieten auf Wert- und Stammhölzer der verschiedensten Baumarten. Auf dieser Seite finden Sie die Termine und Unterlagen der kommenden Meistgebotstermine.

Die Meistgebotstermine finden in den von Laubholz geprägten Regionen Nordrhein-Westfalens statt. Drei Submissionen an den Standorten Bad Driburg, Bonn und Minden in Ostwestfalen, sowie die Wertholzversteigerung im Münsterland.

01.02.2017 - Wertstammholzsubmission Rheinland
17.02.2017 - Wert- und Starkholzversteigerung Münsterland

Die Unterlagen für das Winterhalbjahr 2016/ 2017 werden an dieser Stelle veröffentlicht. Wenn Sie Holz auf einem der Termine anbieten wollen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Regionalforstämter.

01.03.2017 - Wert- und Schneideholzsubmission Ostwestfalen

Die Unterlagen für das Winterhalbjahr 2016/ 2017 werden an  dieser Stelle veröffentlicht. Wenn Sie Holz auf einem der Termine anbieten wollen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Regionalforstämter.

22.03.2017 - Bad Driburger Holzsubmission

Die Unterlagen für das Winterhalbjahr 2016/ 2017 werden an  dieser Stelle veröffentlicht. Wenn Sie Holz auf einem der Termine anbieten wollen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Regionalforstämter.

Flyer mit weiteren Informationen

28.02.2017 - Nadel-Stammholzsubmission (Fichte Langholz B/C)

Wald und Holz NRW führt am 28.02.2017 eine Submission für Fichten-Stammholz in den Regionalforstämtern Rhein-Sieg-Erft, Kurkölnisches Sauerland, Siegen-Wittgenstein, Oberes Sauerland und im Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald durch.

Insgesamt werden rund 6.000 fm Fichte bei der Submission angeboten. Die Aushaltung erfolgt ausschließlich als Langholz und in der Güte B/C. Die Lose finden Sie hier ab dem 15.02.2017. Mit Veröffentlichung der Lose beginnt der Vorzeigezeitraum und endet am 28.02.2017 (12:00 Uhr).

Bitte beachten Sie die Besonderen Bedingungen (PDF).

Anbietende Forstämter

Kontakt

Forstamt Hochstift
Tel: 05259/9865 - 0
E-Mail: Hochstift@wald-und-holz.nrw.de

Forstamt Münsterland
Tel: 0251-91797-440
E-Mail: muensterland@wald-und-holz.nrw.de

Forstamt Ostwestfalen-Lippe
Tel:0571-83786-0
E-Mail: ostwestfalen-lippe@wald-und-holz.nrw.de

Forstamt Rhein-Sieg-Erft
Tel: 02243-9216-0
E-Mail: rhein-sieg-erft@wald-und-holz.nrw.de

Fragen und Antworten zu den Meistgebotsterminen

In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr einige Millionen Kubikmeter Holz verkauft. Auf die Meistgebotstermine fallen davon nur wenige tausend Kubikmeter. Mengenmäßig spielen diese daher nur eine untergeordnete Rolle. Hier zählt Klasse statt Masse. An den vier Standorten werden die qualitativ besten sowie selteneren Hölzer verkauft. 

Warum veranstaltet Wald und Holz NRW Meistgebotstermine?

Es gibt Holz, welches in großer Masse angeboten und ebenso verarbeitet wird. Bestes Beispiel in NRW ist das Fichtenholz. Fichten wachsen sehr gleichmäßig, die Holzeigenschaften sind sehr homogen. Fichtenholz ist zu einem gewissen Grad standardisiert, genau wie die spätere Verwendung ((z.B. Bauholz wie Dachlatten, Balken, Kanthölzer etc.). Daher können Preise, auch für größere Mengen, einfach ermittelt werden.

Es gibt aber auch Hölzer, die wachsen sehr unterschiedlich. Das ist oft bei Laubhölzern der Fall. Zum Beispiel bei der Eiche. Der Wert der Stämme schwankt dabei erheblich mit der Qualität. Stämme mit von Holzkäufern gesuchter, guter Qualität gibt es zudem recht selten.
Hinzukommt, dass gute Laubholzstämme weniger zu Bauholz verarbeitet werden. Sie werden eher in der Einrichtung von Innen- und Außenbereichen verwendet. Damit unterliegen diese Hölzer stärker den aktuellen Modetrends, als das Bauholz. Das erschwert eine Preisfindung zusätzlich.

Meistgebotstermine lösen diese Schwierigkeiten auf. Holzkäufer können vor Ort die Stämme mehrerer Waldbesitzer kaufen. Damit entfallen unrentable „Sammelfahrten“ für einzelne Stämme.
Außerdem wird konkret auf einzelne Stämme, oder wenige Stämme gleicher Qualität, geboten. Dadurch werden die individuellen Eigenschaften in Wert gesetzt und Moden berücksichtigt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Versteigerung und einer Submission?
Ein Holzkäufer hebt auf der Wertholzversteigerung in Appelhülsen die gelbe Karte und bietet damit auf den angebotenen Stamm.

Bei der Versteigerung kommen alle interessierten Käufer an einem Tag zusammen und bieten auf die angebotenen Stämme. Die Veranstaltung wird von einem Auktionator geleitet. Dieser erteilt die Zuschläge.
Bei der Submission werden die Angebote schriftlich an die Forstämter übersandt. An einem Tag erfolgen die Eröffnung der Angebote und der Zuschlag.

Wer kann an den Meistgebotsterminen teilnehmen?

Für die Teilnahme an den Meistgebotsterminen bestehen keine Einschränkungen.

Gibt es eine Mindestmenge?

Eine Mindestmenge gibt es nicht. Der große Vorteil der Meistgebotstermine ist, dass auch einzelne Stämme angeboten werden können. Diese müssen jedoch über bestimmte Mindestmaße verfügen. Diese Mindestmaße sind von Baumart und Verwendung abhängig. Fragen dazu klären Sie am besten mit Ihrer Försterin oder Ihrem Förster vor Ort.

Gibt es einen Mindestpreis?

Die Verkäufer haben die Möglichkeit, vor Beginn der Submissionen und Versteigerungen eine Preisuntergrenze zu setzen.

Wie erkennt man die Qualität eines Stammes?
Gerade gewachsen, keine Äste oder Fäule - eine Wertholzeiche auf dem Versteigerungsplatz.

Für die Beurteilung der Qualität von Stämmen werden deren Wuchsmerkmale und Dimensionen begutachtet. Wuchsmerkmale, die den Wert eines Stammes bestimmen sind zum Beispiel

  • Häufigkeit von Ästen
  • Stammkrümmung
  • Faulstellen
  • Drehwuchs
  • Risse
  • Aufbau der Jahrringe

In der Regel sinkt der Wert eines Stammes, je mehr der genannten Merkmale er besitzt. Denn diese schränken die Verarbeitungsmöglichkeiten oft stark ein.
Manchmal kommt es aber auch vor, dass bestimmte Wuchsmerkmale gesucht werden. Zum Beispiele eine Eiche mit vielen kleinen Ästchen, so genannten Reisern. Diese geben dem Holz eine sehr individuelle Struktur und sind zum Teil sehr gefragt.
Bei wertvolleren Hölzern spielen die Stammdimensionen eine wichtige Rolle. Mit zunehmender Länge und Durchmesser steigt bei diesen der Preis pro Festmeter (Kubikmeter) deutlich an.

Die Qualitäts-Beurteilung von Holz ist ein sehr umfangreiches Thema. Die Rahmenvereinbarung Rundholzvermarktung ist die gängige Beurteilungsgrundlage in Deutschland. Darin finden Sie detaillierte Informationen zur Qualitätssortierung.

Weiter zur Seite der RVR

Was wird aus dem Holz hergestellt?

Die Verwendungsmöglichkeiten hängen von der Holzart, den Dimensionen und Qualitäten ab. Bei den Stark- und Wertholzterminen werden in der Regel sehr gute Qualitäten gehandelt. Dieses Holz findet man später vor allem in sichtbaren Bereich wieder, wie in hochwertigen Möbeln oder schönen Furnieren.


» Seite drucken