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Forstmaßnahmen im Privatwald

Das Land NRW, der Bund und die EU gewähren Zuwendungen für die Unterstützung einer beständigen Entwicklung der Forstwirtschaft auf der Grundlage der Privatwald-Richtlinie.

Es gibt folgende Fördermöglichkeiten:

  • Naturnahe Waldbewirtschaftung, insbes. Umbau von Reinbeständen und nicht standortgerechten Beständen, Bodenschutzkalkungen, Rücken mit Pferden und verschiedene Ausgleichsleistungen;
  • Maßnahmen des Biotop- und Artenschutzes (als Naturschutzmaßnahmen im Wald);
  • Erstaufforstung und Einkommensverlustprämie;
  • Forstwirtschaftlicher Wegebau, insbes. Neubau, Ausbau, Befestigung und Grundinstandsetzung von Forstwirtschaftswegen;
  • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse. 

Mit Erlass vom 30.10.2018 hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Bewilligungen für ausgewählte Waldumbaumaßnahmen (nach Nr. 2.1.1, Nr. 2.1.2.1 bis 2.1.2.4 und Nr. 2.1.2.6) erleichtert. Für Flächen, die durch Windwurf in direktem Zusammenhang mit dem Sturmereignis «Friederike» bzw. in dessen Folge geschädigt oder in Mitleidenschaft gezogen worden sind, hob es die Prosperitätsgrenze auf und ermöglichte so Förderungen auch für Waldbesitzer(innen) mit mehr als 300 ha Waldbesitz.

Die Privatwald-Richtlinie vom 20.07.2015, die Antragsformulare sowie weitere Anlagen sind hier abzurufen.

Beispiele für Berechnungsblätter

Die folgenden Beispiele für häufig beantragte Maßnahmen (im Privatwald) geben Ihnen einen Eindruck davon, auf der Grundlage welcher Daten Ihnen eine Förderung bewilligt wird:

Pflanzungsmaßnahmen
Wegebaumaßnahmen
Kalkungen
Jungbestandspflege

Gefördert wird die (einmalige) Jungbestandspflege in geförderten Kulturen oder in Naturverjüngungen bis zum Alter von 15 Jahren.

Auch die 2006 eingestellte Maßnahme „Erstmalige Anlage von Wald“ lebt wieder auf. Gefördert werden die Anlegungskosten, die notwendigen Pflegemaßnahmen und die Jungbestandspflege. Über einen Zeitraum von 10 Jahren können zusätzlich auch Einkommensverluste durch die Gewährung einer jährlichen Flächenprämie ausgeglichen werden.

Projektauswahlkriterien

 

Gemäß Art. 49 der Verordnung (EU) Nr. 1305 / 2013 sind alle Anträge zu sichten, sobald sie vollständig und schlüssig gestellt sind, und Punkte zu vergeben – je nachdem, wie gut die Anträge die Projektauswahlkriterien erfüllen.

Sofern das Volumen aller bis zu den festgelegten Stichtagen eingereichten Anträge die verfügbaren Fördermittel übersteigt, werden nur die Maßnahmen mit den höchsten Punktzahlen bewilligt.

 

(Stand der Seite: 19.08.2019)


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