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Förderung für
den Waldbesitz

Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen extremer Wetterereignisse

Zur Unterstützung bei der Schadensbewältigung im Wald und der Wiederbewaldung hat das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen die Förderangebote der Extremwetter-Richtlinie deutlich erweitert. Fortan werden über die Richtlinie Extremwetterfolgen auch Maßnahmen zur Wiederaufforstung, zur bestands- und bodenschonenden Flächenräumung sowie zur Aufarbeitung abgestorbener Nadelbäume gefördert. Zudem ist der jährliche Förderhöchstbetrag je Zuwendungsempfänger seit dem 30.09.2020 auf nunmehr auf 50.000 Euro erhöht.

Eckpunkte der ergänzten Richtlinie Extremwetterfolgen:

Neu aufgenommen wurden in die Richtlinie Extremwetterfolgen insbesondere Maßnahmen zur Wiederaufforstung der Nadelwald-Schadflächen. Förderfähig sind hierzu unter anderem die Flächenvorbereitung, Pflanzungen und Saat, Maßnahmen zur Komplettierung von Naturverjüngung mit Laubbaumarten und Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss. Das Waldbaukonzept Nordrhein-Westfalen, das je nach Standort Empfehlungen für naturnahe Mischbestände gibt, bietet dabei wichtige fachliche Hinweise.

Den Kern der Wiederaufforstung stellen heimische Baumarten dar. Ausgewählte Nadelbaumarten werden gefördert, wenn mindestens im gleichen Umfang Laubwald begründet wird. Der Laubbaumanteil soll so gesteigert und das Baumartenportfolio mit Augenmaß vergrößert werden, um die Risiken von Waldschäden im Klimawandel zu verringern. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Standortes gilt es, Potenziale der Naturverjüngung mit Pflanzungen oder Saat zu kombinieren. Förderfähig sind darüber hinaus auch der Mehraufwand bei der Aufarbeitung von abgestorbenen Nadelbäumen und die bestands- und bodenschonende Flächenräumung der Nadelbaum-Schadflächen.

Die bereits seit dem 23.05.2019 förderfähigen Maßnahmen, wie die Überwachung der Borkenkäferpopulation mit Fallen, die Aufarbeitung befallenen Holzes, das Hacken oder Mulchen sowie Transport des Rundholzes in Rinde auf Lagerplätze zur Herabsetzung der Bruttauglichkeit und auch die Anlage und der Betrieb von Holzlagerplätzen bleiben Bestandteil der Förderrichtlinie.

Sofern Sie bereits einen Zuwendungsbescheid erhalten und eine der letztgenannten Maßnahmen noch nicht mit Verwendungsnachweis abgerechnet haben, werden die Regionalforstämter automatisch die neuen Fördersätze zur Berechnung des Auszahlungsbetrages heranziehen.

Ab sofort können Sie, ohne jetzt schon Nachweise vorzulegen, die bewilligten Fördergelder abrufen, die Sie innerhalb von zwei Monaten nach Beginn der Maßnahme verwenden werden. Bitte nutzen Sie dazu das Formular zum vorzeitigen Mittelabruf.

Zum Herunterladen für Sie

(Stand: 27.10.2020)

Fragen rund um Beantragung, Bewilligung und Abwicklung

Geschäftsstelle Forst / Direkte Förderung
Wald und Holz NRW
Kristian Jovi
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: +49 251 91797 458
Fax: +49 251 91797 100
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