Borkenkäfer im Fichtenwald - Wald & Holz Skip to main content

Borkenkäfer im Fichtenwald

Schädling, Waldökologe und Landschaftsgestalter

Braune Bäume
Borkenkäferbefall in fortgeschrittenem Stadium. (Foto: Stefan Befeld, Wald und Holz NRW)

Obwohl nur millimetergroß bringen Borkenkäfer im Gemeinschaftsangriff auch stattliche Fichten großflächig zum Absterben. Sie sind im Stande ganze Landschaftsbilder in kürzester Zeit zu verändern. Statt tief tannengrüner Forste entstehen vor dem grünen Wald mahnend bräunlich-rote Baumgerippe.

Grüner Wald links, befallene Bäume rechts
Links: hochproduktiver Fichtenwald, Rechts: das hohe Befallsrisiko im Reinbestand ist eingetreten. (Foto links: pixabay, Foto rechts: Stefan Befeld, Wald und Holz NRW)

Im Wirtschaftswald fällen Forstwirtinnen und Forstwirte solche dem Tod geweihten, virulenten Bäume so schnell wie möglich, um alle Bäume zu retten, die noch gesund sind. In andauernd trocken-heißen Sommern entwickeln Borkenkäfer enormes Aggressionspotential durch massenhafte Vermehrung. Damit lösen sie neben Verlusten bei Erholungs- und Schutzwirkungen des Waldes massive Ertragsverluste für private und öffentliche Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus. Der Schaden erwächst ihnen aus den drei Teilen geminderte Holzqualität, verfallende Holzpreise und kompliziertere Wiederbepflanzung. So gibt es für befallenes Holz generell einen Abschlag von 30 %, bei Überangebot fällt das Preisniveau schnell um 50 % und die Pflanzungen werden teurer und pflegeintensiver.

Abgestorbene Bäume
Ökologisch gesehen: „Der Wald ist lebe der Wald“. (Foto: pixabay)

Ökologisch haben Borkenkäfer aber durchaus ihre Berechtigung, den Begriff 'Schädling' kennt die Natur nicht. So sorgen Borkenkäfer dafür, dass kränkliche Bäume Platz machen für gesunde; sie sorgen dafür, dass lichtbedürftige Pionier-Arten große Freiflächen finden und sie sorgen dafür, dass Fichten nur dort vorkommen, wo sie dauerhaft große Fitness entwickeln können.

Gefahrensituation: letzte Eingabe am 30.11.2018  

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Die Karte stellt die Anzahl der durch künstliche Pheromone in Fallen gelockten fliegenden Käfer an einem Ort dar und setzt sie in Bezug zu Schwellenwerten. Erfasst werden also nur die fliegenden Käfer an einer Stelle. Die Situation kann sich aber örtlich stark unterscheiden. Weiterhin ist zu beachten: Wenn Borkenkäfer beim Befallen der Bäume in der Nähe der Fallen im Laufe des Jahres viele natürliche Pheromone freisetzen, sinkt die Lockwirkung der Pheromonfallen und damit die Aussagekraft des Monitorings.
Die Farbgebung kann sich gegebenenfalls wöchentlich, je nach dem Flugverlauf der Käfer, ändern. So könnten zum Beispiel in der 30. Kalenderwoche (KW) Flächen rot und die selben Flächen in der 31. KW grün markiert sein. Zur genauen Einschätzung der Schwärmsituation empfiehlt es sich deshalb, als Gesamtbild die Grafik „Jahresverlauf“ zu öffnen.

Bedeutung der Kartenfarben

grün = Entwarnung

gelb = Vorwarnstufe

rot = Gefahrenstufe (es ist mit Stehendbefall völlig gesunder Fichten zu rechnen)

Fallensymbol rot und Schraffur = festgestellter Stehendbefall mit unterschiedlichen Käferentwicklungsstadien

Funktionsweise der Karte

Fahren Sie mit der Maus über einen Fallenstandort, so erhalten Sie den 3-Wochen-Trend der jeweiligen Falle.

Klicken Sie auf den Link "Grafik Jahresverlauf", so erhalten Sie ein PDF-Dokument mit den Fangzahlen der gewählten Falle des gesamten aktuellen Jahres.

Weitere Informationen

Waldschutzmanagement

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Friedrich Louen
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-211
Mobil: 0171/5871721
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Ansprechpartner

Wald und Holz NRW
Norbert Geisthoff
Steinmüllerallee 13
51643 Gummersbach

Tel.: 02364/5089299
Mobil: 0171/5870023
Fax: 02364/5089325
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