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Förderung für
den Waldbesitz

 

Jetzt Fördermittel beantragen: Förderrichtlinie "Privatwald" bietet vielfältige Unterstützung

Forstämter geben Auskunft

An die Wälder in Nordrhein-Westfalen werden sehr hohe Ansprüche im Hinblick auf Nutz-, Schutz und Erholungsfunktion gestellt. Dies erfordert eine kontinuierliche Pflege und Bewirtschaftung. Auf 63 % der Waldfläche Nordrhein-Westfalens liegt es in den Händen vieler privater Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer durch die Bewirtschaftung ihres Waldbesitzes dafür Sorge zu tragen, dass ihr Waldbesitz diese vielfältigen Funktionen erfüllen kann. Dazu erhalten sie neben kompetenter Beratung und Betreuung, u.a. durch Wald und Holz NRW, auch finanzielle Unterstützung. 

Das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesregierung und die Europäische Union haben im Jahr 2017 eine Fördersumme von 7,87 Millionen Euro bereitgestellt, um Privatwaldbesitzerinnen und -besitzer finanziell zu unterstützen.

Die aktuelle Förderrichtlinie bietet dazu auch für 2017 verschiedene Möglichkeiten.

Naturgemäße Waldbewirtschaftung

Erst- und Wiederaufforstungen werden mit Festbeträgen gefördert. Der Betrag, der je Pflanze gezahlt wird, hängt dabei unter anderem von Baumart und Größe der Pflanze ab. 

Dabei sollen naturnahe und strukturreiche Mischbestände entstehen. Daher muss ein Baumartenwechsel oder eine Anreicherung mit anderen Baumarten im Vergleich zum Vorbestand stattfinden, um Fördermittel erhalten zu können. Außerhalb von Schutzgebieten können auch verschiedene Nadelbaumarten bis zu einem Flächenanteil von 35 % gefördert werden. Um den Erfolg der Kultur sicherzustellen, können auch Bodenvorbereitung, Jungbestandspflege und Einzelschutz gegen Wildverbiss mit Festbeträgen gefördert werden. Geförderte Kulturen sind anschließend mindestens 12 Jahre sachgemäß zu unterhalten. Geschieht dies nicht, können Fördermittel zurückgefordert werden.

Naturschutzmaßnahmen im Wald

Auch Maßnahmen zur Stärkung der ökologischen Funktion von Waldbeständen können gefördert werden, unabhängig davon, ob sich der Waldbesitz innerhalb eines Schutzgebietes befindet.

Kosten, die bei der Pflege von Waldrändern, der Entfernung naturschutzfachlich unerwünschter Jungbestockung sowie sonstiger Maßnahmen des Biotop- und Artenschutzes entstehen, werden zu 80 % erstattet. In Schutzgebieten beträgt der erstattungsfähige Anteil sogar 90-100 %.

Zur Anreicherung von Biotopstrukturen und stehendem Totholz können sich Waldbesitzende den Erhalt von bis zu 20 Altbäumen je Hektar fördern lassen. Die Höhe des Förderbetrages richtet sich dabei am finanziellen Wert des einzelnen Baumes aus. Zur Sicherung einer bodenschonenden Holzernte kann auch das Vorrücken und Rücken mittels Rückepferden finanziell unterstützt werden. 

Daneben stehen auch Fördergelder für Bau und Instandsetzung forstlicher Infrastruktur, Bodenschutzkalkung und bei Neugründung oder Fusion für Verwaltungsausgaben in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen bereit. 

Daneben stehen auch Fördergelder für Bau und Instandsetzung forstlicher Infrastruktur, Bodenschutzkalkung und bei Neugründung oder Fusion für Verwaltungsausgaben in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen bereit. 

Um Fördergelder in Anspruch nehmen zu können, muss ein Förderantrag beim Regionalforstamt eingereicht werden. Für Mitglieder einer Forstbetriebsgemeinschaft bietet es sich an, diesen gemeinsam mit anderen Mitgliedern über den Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft zu stellen. Unter den bis zu einem vorgegebenen Stichtag eingereichten Anträgen werden dann die Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten sollen, bevor der Zuwendungsbescheid versandt wird. Soll die Durchführung bereits vor dem Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgen, so kann der „vorzeitige Maßnahmenbeginn“ beantragt werden. Erst ab Zustellung des Zuwendungsbescheides besteht für die Antragsteller ein Rechtsanspruch auf den Erhalt der Fördermittel.

Nach Abschluss der beantragten Maßnahme wird beim Forstamt der Verwendungsnachweis inklusive aller notwendigen Unterlagen, wie z.B. Lieferscheine oder Rechnungen, eingereicht. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Interessierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollten sich bei Fragen zu Förderanträgen oder konkreten Vorhaben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalforstamtes wenden, die sie bei der Beantragung von Fördermitteln und der Durchführung von Maßnahmen gerne unterstützen werden. 

Weitere Informationen sowie die Förderrichtlinie finden Sie unter Förderung.

Verfasser

Wald und Holz NRW
Dominik Bickschäfer
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: +49 251 91797 100
Mobil: +49 151 58021264
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