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Förderung für
den Waldbesitz

 

Sehr geehrte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, sehr geehrte Kunden und Freunde des Regionalforstamtes Niederrhein,

Weihnachten naht. Jedes Jahr zur gleichen Zeit wird sich wieder an alte Bräuche und Traditionen erinnert: Plätzchen werden gebacken, Kerzen angezündet, die Krippen aus den Kellern geholt. Und Nadelbäume sind überall gefragt wie sonst kaum im Jahr: Ohne Weihnachtsbaum kein Weihnachten, so die landläufige Ansicht.

Laut Wikipedia hat die Verwendung eines geschmückten Baumes keinen historisch nachweisbaren Anfang, sondern findet in Bräuchen verschiedener Kulturen ihren Ursprung. Immergrüne Pflanzen verkörperten Lebenskraft und darum glaubten die Menschen in früheren Zeiten, sich Gesundheit ins Haus zu holen, indem sie ihr Zuhause mit Grünem schmückten.

So richtig in Schwung kam die Weihnachtsbaumtradition Anfang des 18. Jahrhunderts, wobei die Tannenbäume noch lange Zeit den wohlhabenden Kreisen vorbehalten waren. Erst als ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Tannen- und Fichtenwälder angelegt wurden, konnten sich immer mehr Haushalte einen Weihnachtsbaum leisten.

Bis Ende der 1950er Jahre hatten die Deutschen fast ausschließlich Rotfichten als Weihnachtsbaum in der Wohnung stehen. In den 1960er Jahren bis in die Mitte der 1970er Jahre bevorzugten sie die dichter wachsende Blaufichte, ab Anfang der 1980er Jahre die Nordmanntanne. Dieser Baum wächst relativ gleichmäßig, hat weiche Nadeln und eine vergleichsweise hohe Nadelhaltbarkeit.

Eben eine solche Nordmanntanne steht seit Anfang Dezember im Paul-Löbe-Haus des Bundstages in Berlin und erfreut dort die Abgeordneten mit ihrem satten Grün. Alljährlich kommt der Baum aus einem Naturpark in Deutschland und dieses Jahr wurde der Naturpark Schwalm-Nette angefragt. Mit Hilfe des Regionalforstamtes wurde auf Flächen der Diergardt´schen Forstverwaltung ein passendes 6,50 Meter großes Exemplar gefunden und am 28. November mit Unterstützung von Grundschülern aus Nettetal-Lobberich und örtlicher politischer Prominenz gefällt und für die Anhängerreise nach Berlin vorbereitet.

Wie man an dieser kleinen Begebenheit sieht, ist das Themenspektrum unseres Regionalforstamtes so vielfältig wie der Wald selbst. „Multitalent Wald“ oder „Schatzkammer Wald“ so betitelte der Leiter von Wald und Holz NRW, Andreas Wiebe, den Forst in seiner Ansprache anlässlich des ersten Spatenstichs zum Erlebniswanderweg „Neue Wildnis Dämmerwald“. Unser Fachgebiet „Hoheit“ hat in Kooperation mit der Gemeinde Schermbeck ein LEADER-gefördertes Projekt entwickelt, bei dem auf einem 2,6 km langen Rundweg die Besucherinnen und Besucher die Entwicklung eines Waldes hin zu einem urwaldähnlichen Laubwald mit vielfältigen Tier- und Pflanzenarten erfahren können.

Dieser Termin ist ein willkommener Aufhänger, um in dieser Waldblattausgabe das Fachgebiet „Hoheit“ in den Fokus zu stellen und einen kleinen Überblick über deren Aufgaben zu geben. Zumal die neuen Regelungen des Landesnaturschutzgesetzes zum Reiten im Wald ebenfalls ein weiteres aktuelles Thema des Fachgebietes sind, welches die Waldbesitzenden interessieren dürfte.

So ganz ohne Staatswaldthemen geht das Jahr dann aber doch nicht zu Ende. Im Forstbetriebsbezirk Leucht gibt es Mitte Dezember einen Försterwechsel. Leider verlässt uns Christian Pfeifer aus persönlichen Gründen und wechselt zum Regionalforstamt Ruhrgebiet. Er übernimmt das Revier Dorsten und wird dort zukünftig für den Privat- und Körperschaftswald tätig sein. Als Nachfolger für sein bisheriges Staatswaldrevier konnten wir den 32-jährigen Christopher Koch gewinnen, der zuletzt Förster im Raum Paderborn war. Nach einer kleinen Schonfrist werden wir den neuen Revierleiter zu seinen ersten Eindrücken am Niederrhein interviewen und ihn in der nächsten Ausgabe ausführlich vorstellen. Wir bedanken uns bei Christian Pfeifer für 16 gemeinsame, erlebnisreiche Jahre und wünschen beiden Kollegen alles Gute für ihren Start bei den zukünftigen Aufgaben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien – auch im Namen des ganzen Teams des Regionalforstamtes Niederrhein – an den kommenden Festtagen viele besinnliche Stunden unter den Weihnachtsbäumen und einen guten Start in ein friedvolles und erfolgreiches Jahr 2018.  

Herzliche Weihnachtsgrüße aus Wesel! 

Ihr

Otto Pöll
Leiter des Regionalforstamtes Niederrhein

Verfasser

Otto Pöll
Moltkestraße 8
46483  Wesel

Tel.: +49 281 33832 21
Mobil: +49 171 5870221
Fax: +49 281 33832 85
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