Gemeinschaftlicher Waldbegang der FBG Marienheide
Fachlicher Austausch und geselliges Beisammensein im Gervershagener Forst
Bei bestem Wetter folgten am Samstag, den 14. Juni 2025, ca. 50 Teilnehmende der Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Marienheide zu einem geführten Waldspaziergang im Gervershagener Forst. Unter dem Motto „Wald – Wild – Wiederbewaldung“ standen aktuelle Herausforderungen der Waldbewirtschaftung im Fokus.
Landschaftsökologe Frank Christian Heute und Förster Christoph Tennagels führten die Gruppe durch den Wald und erläuterten eindrücklich die Auswirkungen eines hohen Wildbestands auf die natürliche Waldverjüngung. Frank Christian Heute stellte in diesem Rahmen das Bejagungskonzept für das Revier vor und präsentierte erste Ergebnisse zur Wilddichte und Verbissbelastung. Dabei wurde deutlich, wie entscheidend ein angepasstes Wildmanagement für den Erfolg der Wiederbewaldung sowie eine nachhaltig hohe Artenvielfalt ist.
Förster Christoph Tennagels ging darauf ein, wie die Schädigung durch Verbiss oder Verfegen an jungen Waldbäumchen erkannt werden kann und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.
Im Verlauf konnten sich die Teilnehmenden selbst ein Bild von der artenreichen Entwicklung des Waldes überzeugen. Hierzu wurde eine Sukzessionsfläche (ähnlich Brachfläche) begutachtet, auf welcher die Natur selbst die Regie der Wiederbewaldung übernommen hat. Folglich konnten sich dort auch ohne aufwendige Pflanzung und Pflege oder Schutzmaßnahmen mindestens 6 verschiedene Baumarten als Jungwuchs von selbst ansamen und waren zum Teil bereits aus dem Einflussbereich des Wildes herausgewachsen.
Nach rund zweistündiger Wanderung lud die FBG zum Abschluss zu einem gemütlichen Waldpicknick mit Kaltgetränken und Gegrilltem ein. Für das leibliche Wohl sorgte der 1. Vorsitzende Hans-Joachim Linden, der persönlich den Grill bediente und damit für eine besonders herzliche Atmosphäre sorgte.
„Das große Interesse und die angeregten Gespräche zeigen, wie wichtig der direkte Austausch zwischen alle Beteiligten ist“, so Linden. Gerade vor dem Hintergrund klimabedingter Waldschäden kommt der Zusammenarbeit zwischen Waldbesitz, Jagd und Fachleuten besondere Bedeutung zu. Am Ende dankte Linden allen Teilnehmenden für ihr Kommen und freut sich auf künftige Veranstaltungen im Dialog mit der Praxis.
Autor: Moritz Volkmann, Wald und Holz NRW
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