Skip to main content

Weihnachtsbaumsaison 2019 eröffnet!

Förster raten zum umweltschonenden Weihnachtsbaum aus dem heimischen Wald

13.12.19Pressemitteilung

Unser Wald ist klimakrank. Die Folgen der Dürre in den letzten beiden Jahren machen ihm schwer zu schaffen. Jetzt in der Adventszeit fragen sich daher bestimmt viele: Gibt es überhaupt genügend Weihnachtsbäume in diesem Winter? Und schade ich dem Wald noch mehr, wenn ich einen Weihnachtsbaum kaufe?

Nach wie vor kämpfen Försterinnen und Förster des Landes gegen dieFolgen des Klimawandels in unseren Wäldern. Aber in Sachen Weihnachtsbaum gibt Edgar Rüther, Leiter des Regionalforstamtes Soest-Sauerland, trotzdem Entwarnung: „Niemand braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er oder sie sich einen echten Weihnachtsbaum in die Wohnung stellt.“ Trotz der extremen Temperaturen im zurückliegenden Sommer gibt es immer noch genügend Weihnachtsbäume.

Edgar Rüther rät dazu, Bäume aus der nahen Umgebung zu kaufen: „Frische Bäume, die aus dem Wald in der Region kommen haben keine langen Transportwege hinter sich.“ In Weihnachtsbaumkulturen mit Nordmanntannen werden häufig Pestizide und Mineraldünger eingesetzt, die den Boden aber auch dem Menschen schaden können. Umweltschonender sind daher Weihnachtsbäume, die bei der regelmäßigen Durchforstung von Waldbeständen anfallen. „Die Bäume wurden im Rahmen der Waldpflege gefällt. Dadurch erhalten die im Wald verbleibenden Bäume mehr Platz und Licht und können kräftiger und widerstandsfähiger werden. Auch wenn unsere Weihnachtsbäume nicht immer so perfekt gewachsen sind wie die Konkurrenz von der Weihnachtsbaumplantage: Mit Liebe geschmückt können sie ebenso eine Augenweide im Wohnzimmer sein – und sie duften genauso gut“ überzeugt der Forstamtsleiter. Weiterer Vorteil: Frisch geschlagen hält er sich zu Hause oft viel länger frisch.

Die Möglichkeit, seine Weihnachtsfichte selber im Wald zu schlagen, bietet dieses Jahr das Jugendwaldheim Ringelstein am 14. Dezember von 10 bis 17 Uhr an. Neben dem Weihnachtsbaumverkauf warten Leckereien vom Grill, Bastelaktionen und Holzdekorationen auf kleine und große Besucherinnen und Besucher.

Weitere Weihnachtsbaumverkäufe von Wald und Holz NRW:

  • 14. Dezember, 10 bis 17 Uhr im Forstbezirk Hardt, Am Waldrand 5, 53229 Bonn-Niederholtorf

  • 14 und 15. Dezember, 10 bis 16 Uhr im Forstbezirk Broichen-Steinhaus, Forsthaus Forsbach, Feldstraße, 51503 Rösrath

  • 10. bis 23. Dezember, 10 bis 17 Uhr und am 24. Dezember 9 bis 12 Uhr bei Freiherrlich v. Diergardt‘sche Forstverwaltung, Im Eichelkamp in Bornheim

Mit 80 Prozent ist die mit Abstand beliebteste Baumart für den Weihnachtsbaum die Normdmanntanne. Beliebt ist die Tannenart gerade deshalb, da sie mit ihre besonders schöne Wuchsform und den tief grünen, weichen Nadeln überzeugt. Die Nordmanntanne ist aber keine heimische Baumart und wird vielerort in großen Weihnachtsbaumkulturen gepflanzt. Wer dennoch eine Nordmanntanne kaufen möchte, kann beim Erwerb des Baumes auf das FSC- oder Bio-Siegel achten. Zertifizierte Weihnachtsbaumkulturen werden extra für die Weihnachtssaison angelegt und besonders umsorgt. Weihnachtsbäume, die mit Siegeln wie FSC, PEFC, Naturland oder Bioland ausgezeichnet sind, haben keine langen Transportwege zurückgelegt. Sie wurden auch nicht mit Dünge-, Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt.

Landesweit veranstalten viele Forstämter weitere Weihanchstaktionen.

Der Nationalpark Eifel bietet im Dezember geführte Wanderungen zum Thema „Winter in der Natur“ an. Mehr Informationen zu den Touren gibt es auf der Homepage des Nationalparks: www.Nationalpark-Eifel.de

Die Teilnahme an den Touren ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Nur Gruppen sollten sich zuvor bei der Nationalparkverwaltung unter Tel. 02444/9510-0 anmelden.

Ranger Jörg Pahl führt seine mittlerweile acht-jährige Tradition fort und schmückt einen Weihnachtsbaum im Arnsberger Wald. Waldbesucherinnen und –besucher sind herzlich eingeladen, ihm dabei zu helfen.

Im Forstamt Rhein-Sieg-Erft können neben Weihnachtsbäumen auch Schmuckgrün und heimisches Wildbret für das Weihnachtsmenü gekauft werden. Weitere Informationen dazu findet man auf unserer Internetseite unter: www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns/einrichtungen/regionalforstaemter/rhein-sieg-erft#

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Presse und Kommunikation
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Helene Hollmann
Telefon: 0251/91797-210
Mobil: 0151/19514378
Telefax: -
​​​​​​​Presse@wald-und-holz.nrw.de​​​​​​​


» Seite drucken