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Ein Jahr nach Friederike und den Borkenkäfern

Aufnahmen zeigen verheerende Auswirkungen auf Wälder und Flüsse

14.02.19Pressemitteilung

Ein und dasselbe Waldgebiet vor einem Jahr und heute. Beeindruckende Drohnenaufnahmen aus der Luft zeigen, wie erst Sturm Friederike und dann der Borkenkäfergroßbefall die Wälder in NRW – vor allem die Fichten – schwer getroffen haben.

Januar 2018: Entwurzelte und umgestürzte Fichten prägen das Landschaftsbild. Der Orkan fegt von Nordwesten nach Südosten über die Wälder hinweg und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Vor allem Fichten hat es getroffen, ragen ihre Hauptwurzeln doch nicht mehr als einen halben Meter in die Erde. Auch im Waldgebiet in Schwerte-Ergste, einem Mischbestand aus Fichten, Buchen, Birken und Lärchen, knickte der Wind die stattlichen Nadelbäume wie Mikadostäbe um. Nur manche Hänge wurden verschont. "Innerhalb weniger Stunden sind mehr Bäume umgefallen als wir sonst das ganze Jahr über nach und nach ernten", bilanziert Förster Andreas Weber aus dem Ruhrgebiet den Sturm. Die Aufnahmen zeigen zum einen, dass viele der umgestürzten Stämme am Boden liegen. Man sieht aber auch deutlich, dass die restlichen Fichten, die verschont blieben, noch grün und gesund sind.

Ein Jahr später, im Januar 2019, zeigt sich die Situation noch schlimmer als nach dem Sturm. Viele der Fichten, die den Sturm überlebt haben, sind nun braun und tot. Sie sind dem massiven Borkenkäferbefall zum Opfer gefallen, der ab August die Forstarbeiten in den von Fichten dominierten Wälder maßgeblich geprägt haben. „Das sind Verhältnisse, mit denen wir in Zeiten des Klimawandels sicherlich häufiger zu tun haben werden“, befürchtet Andreas Weber.

Dramatische Folgen hatte im letzten Sommer auch der fehlende Niederschlag. Seen und Talsperren, darunter die Möhnetalsperre, haben sich stark geleert.  Der Pegelstand der Stauseen war so niedrig wie seit 15 Jahren nicht mehr. Mittlerweile haben sich die Talsperren zum Glück wieder ausreichend mit Wasser gefüllt.

Auch der Elsebach, ein kleiner Bachlauf an der Grenze zwischen Schwerte und Iserlohn, wurde von der Trockenheit getroffen. Im letzten Sommer war das Bachbett bis auf kleinere Pfützen komplett ausgetrocknet. Nun fließt wieder ordentlich Wasser durch den Bach. Die Böden im Wald benötigen jedoch weiterhin kräftige Niederschläge, um die Trockenheit aus dem Sommer auszugleichen.

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