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"Wald im Klimastress" - Nachhaltigkeitsbericht 2018/19

„Wald im Klimastress“

15.08.19Pressemitteilung

Dürre, Sturm und Käfer – bereits das vergangene Jahr war geprägt von dem, was die Forstleute eine „Großkalamität“ nennen. Die Natur- und Wetterereignisse haben dem Wald in Nordrhein-Westfalen stark zugesetzt.

Gerade in Zeiten des Klimawandels ist der Wald Opfer und Problemlöser zugleich. Er leidet unter dem Klimastress und ist gleichzeitig unverzichtbar, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.

Jährlich veröffentlicht Wald und Holz NRW rückblickend auf das vergangene Jahr einen Nachhaltigkeitsbericht. Spricht man von Nachhaltigkeit, so meint man im Einklang der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte zu handeln und zu wirtschaften. Für die Forstleute bedeutete das, immer weniger Holz einzuschlagen als nachwächst. Aktuell vernichten Schädlinge und Klimawandel Waldflächen in Dimensionen, die weit jenseits der verantwortbaren Nachhaltigkeitsgrundsätze liegen. Für uns bedeutet das für Jahre und Jahrzehnte eine Neuorientierung und neue gewaltige Aufgaben. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: „Wir müssen uns um die Aufforstung der vom Klimawandel vernichteten Wälder kümmern – und zwar mit Bäumen, die dem Klima der Zukunft gewachsen sind. Die Erfahrung und die gute Ausbildung der Forstleute, der Hüter des Waldes, ist dabei enorm wichtig. Es gilt, den Wald zu struktur- und artenreichen Mischwäldern um- und aufzubauen, damit er den künftigen Klimaextremen gewachsen ist.“

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2018 /2019 „Wald im Klimastress“ von Wald und Holz NRW spiegelt das ambitionierte Ziel wieder, alle Ökosystemdienstleistungen des Waldes auch in schwierigen Zeiten zu erhalten und für kommende Generationen zu sichern. Wir brauchen unseren Wald nicht nur um den wertvollen, nachwachsenden und klimaschützenden Rohstoff Holz zu erzeugen. Wir brauchen ihn als Ort der Erholung für Körper Geist und Seele und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Für saubere Luft und sauberes Wasser.

Millionen Bäume sind in unseren Wäldern bereits dem Klimastress zum Opfer gefallen. Nicht nur Fichten, sondern immer häufiger auch Laubbäume.

Dennoch sehen die Forstleute im Klimawandel neben der Herausforderung auch eine Chance für den schnelleren Umbau unserer Wälder zu klimastabilen Mischbeständen. Mit den Strategien des neuen Waldbaukonzeptes unterstützen sie beispielsweise die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aktiv um Wälder für künftige Generationen zu sichern.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2018/2019 steht auf der Internetseite von Wald und Holz NRW im Shop unter www.wald-und-holz.nrw.de/shop/publikationen-und-schriften zum Download bereit.

Über Wald und Holz NRW

Wald und Holz NRW ist für alle Belange des Waldes in Nordrhein-Westfalen zuständig, hat seine Zentrale in Münster und gehört als Teil der Landesverwaltung zum Geschäftsbereich des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Wald und Holz NRW kümmert sich als Flächenverwaltung um die bewaldete Landesfläche. Das sind 27 % des Landes bzw. 935.000 Hektar. In den Regionen arbeiten 14 Regionalforstämter, das Nationalparkforstamt Eifel und das Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald.

Bei Wald und Holz NRW arbeiten 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon knapp 300 Försterinnen und Förster in den Forstrevieren.

Wald und Holz NRW kümmert sich um den Erhalt und Förderung des Waldes in NRW, die Beratung und Betreuung des privaten und kommunalen Waldbesitzes, die Bewirtschaftung von 124.000 Hektar landeseigener Waldflächen sowie um Forschung in den Bereichen Wald, Holzverwendung und Klima. Zum Aufgabengebiet zählen außerdem Umweltbildung, Überwachung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften im Wald auf der gesamten Waldfläche NRWs und die Förderung der Wald- und Forstwirtschaft in NRW.

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Michael Blaschke
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: 0251/91797-210
Mobil: 0151/19514378
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