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Konrad Hecker in den Ruhestand verabschiedet

09.10.19Pressemitteilung

Bei einem Festakt in Simmerath-Rurberg hat der Leiter von Wald und Holz NRW Andreas Wiebe den langjährigen Leiter des Regionalforstamtes Rureifel-Jülicher Börde Konrad Hecker in den Ruhestand verabschiedet. 

Konrad Hecker freut sich besonders, seine berufliche Laufbahn im Hürtgenwald zu beenden, denn den Hürtgenwald bezeichnet der aus Lövenich stammende Rheinländer als seinen forstlichen Geburtsort. Hier absolvierte er 1973 den ersten Teil seines forstlichen Praktikums.  Der Grundstein für seine Liebe zu Wald und Wild wurde aber schon viel früher gelegt. Schon in jungen Jahren begleitete er seinen Vater auf die Jagd in die Eifel, die schon sein Großvater hatte. Die Jagdpassion begleitet den engagierten Forstmann durch sein gesamtes berufliches Leben. „Und das wird auch im Ruhestand so bleiben“, betont Konrad Hecker. Waldbau ohne Wild kann jeder, zitiert Hecker einen seiner forstlichen Lehrmeister. Bei Waldbau mit der Büchse legt er aber Wert auf Differenzierung. „Das Schlagwort Wald vor Wild mag ich nicht“ sagt Hecker. „Wald und Wild“ findet er treffender. Das bedeutet aber auch, dass man manchmal intensiver jagen muss, wenn die Rot- und Rehwildbestände die Naturverjüngung im Wald gefährden.

Rückblickend auf seine 41 Berufsjahre berichtet der Rheinländer auch gern über seine beruflichen Stationen in Westfalen. Die Zeit verbindet er vor allem mit Erinnerungen an solide Ausbildung, aber auch an viele freundschaftliche Kontakte, die er bis heute pflegt.

Wichtig für seine spätere Arbeit als Leiter des Regionalforstamts waren die vielen Erfahrungen die er überall in NRW sammeln konnte. Planung, Hoheit, Privatwaldbetreuung, forstliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Waldbaureferent. Es gibt kaum einen forstlichen Aufgabenbereich, in dem sich Konrad Hecker in seinem Berufsleben nicht engagiert hat. 

Am Tag seiner Pensionierung arbeitet er auf den Tag genau 24 Jahre in Hürtgenwald. Der Umbau der vom Krieg geprägten und zerstörten Wälder war eine besondere Herausforderung. Hecker erinnert sich sogar noch an zwei speziell angefertigte Maschinen, die Hürtgenwald 1 und Hürtgenwald 2. Heute würde man dazu Spezialharvester für Jungbestände sagen. Die engagierte Durchforstung der Fichtenbestände der Nachkriegszeit prägten seine erste Zeit in Hürtgenwald, danach zunehmend der Voranbau mit Buche und Douglasie. 

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: „Konrad Hecker hat immer Lösungen gesucht und nicht die Probleme. Er ist gern auch mal unkonventionelle Wege gegangen, hat dabei aber immer das Wohl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick gehabt.“ 

Gern erinnert sich Hecker an die Übergangszeit der Forstreform, als aus dem Forstamt Hürtgenwald das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde wurde: „Das war eine im positiven Sinn rechtlose Zeit. Da konnten wir viel bewegen ohne viel nach Genehmigungen fragen zu müssen.“

Mit Blick auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagt er: „Ohne eine gute Mannschaft geht nichts. Zum Glück hatte ich eine gute Mannschaft für unser kleines aber buntes Regionalforstamt“. Mit bunt meint Hecker vor allem die zahlreichen Freizeit- und Bildungsangebote, mit denen das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde punkten kann. Kletterpark, Bikepark, Museumssägewerk, Jugendwaldheim, Bodenlehrpfad und Biberpfad und der Wintermarkt am Forstamt. Der Hofladen des Forstamtes war Hecker immer besonders wichtig: „Bei der Jagd geht es mir besonders um die Urform, die Beschaffung von wertvollen Nahrungsmittel. Für mich gehört das zusammen: die Jagd, die Vermarktung des Fleisches und natürlich der Genuss eines leckeren Wildgerichtes.“

Auch in Zukunft wird man Konrad Hecker weiter in den Wäldern im Hürtgenwald und auch im benachbarten Nationalpark antreffen. Zur Jagd, aber auch weil Wald für Konrad Hecker immer Beruf und Berufung war.

„Ich gehen in stürmischen Zeiten“, sagt Konrad Hecker mit Blick auf die Stürme, Dürre und Borkenkäfer, die als Folgen des Klimawandels unseren Wäldern zusetzen. „Aber gerade hier im Hürtgenwald haben wir in der Nachkriegszeit gesehen, wie stark unsere Wälder sind und wie gut sie sich mit Hilfe der klugen lenkenden Hände der Forstleute entwickeln. Ich bin zuversichtlich das meine Nachfolger die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern werden.“

Wald und Holz NRW wünscht Konrad Hecker einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt. 

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Michael Blaschke
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: 0251/91797-210
Mobil: 0151/19514378
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