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„ins weite Land der Sprache“

Ausstellung von Dr. Marlies Obier

09.09.19

Das Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein und der Verein Waldland Hohenroth e.V. laden zu der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, dem 29.9.2019 um 15:00 Uhr sehr herzlich ins Waldlandhaus Forsthaus Hohenroth ein.

Die 1812 von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm herausgegebene Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ ist weltweit bekannt. Der Wald ist in den Märchen ein eigenes, geheimnisvolles Reich. Das schöne „Schneewittchen“ flüchtete in den Wald. Die sieben Zwerge haben dort ihr Auskommen und können ohne Anfeindungen ihr ruhiges Leben führen.

„Brüderchen und Schwesterchen“ suchen im Wald Schutz vor der bösen Stiefmutter....

Noch keine Märchenfigur, die in den Wald ging, so dunkel und gefährlich er auch ist, hat nicht letztlich dort ihr Glück gemacht! „Hänsel und Gretel“ überlisteten die Hexe und wurden unvorstellbar reich. „Schneewittchen“ heiratete einen Königssohn. Und war nicht der „Eisenhans“ ein einsamer und zufrieden lebender Mann in seinem Pfuhl mitten im Wald? Als ihn die Jäger des Königs aufspürten und in Ketten mitnahmen, wurde er in einem eisernen Käfig gefangen gehalten und ausgestellt.

In den Wäldern war er einst glückselig verschollen und frei.

Dr. Marlies Obier, Literaturhistorikerin und Künstlerin, geht in ihrer Ausstellung in Bild und Text der Bedeutung des Waldes in den Märchen der Brüder Grimm nach.

(Nach der Ausstellungszeit auf Hohenroth wird die Ausstellung in erweiterter Form in das

„Grimm-Haus“ in Steinau an der Straße reisen.)

Thomas Vehoff vom Verein Waldland Hohenroth e.V. eröffnet die Ausstellung und

Dr. Marlies Obier spricht im Anschluss der Vernissage über Leben und Werk der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, die vor allem Sprachforscher waren.

„Es muss ein großes Abenteuer sein, die Wege der Sprache zu suchen, zu finden und zu bewahren; die Brüder Grimm widmeten ihm ihr ganzes Leben.“ (Dr. Marlies Obier)

„ins weite Land der Sprache“ - Der Märchenwald der Brüder Grimm

29.9.2019 – 31.12.2019

Dr. Marlies Obier, 1960 in Siegen geboren, ist mit ihren Ausstellungen, Veröffentlichungen und Vortragsreisen weit über die Region bekannt.

Die Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein mit dem Thema des Waldes in der Literatur begann 2004 mit einer Ausstellung über Joseph von Eichendorff, und wurde 2007 in dem Projekt „Die wahre Geschichte der Poesie“ fortgesetzt. 2010 fand die erste Ausstellung auf Hohenroth „Leben ist ihre Erfindung“ zu Goethes Naturverständnis auf Einladung des Regionalforstamtes und des Vereins Waldland e.V. mit vielen Veranstaltungen auf Hohenroth und in Bad Berleburg statt. Ausstellungsprojekte über Bettine Brentano „in freier Luft kann ich alles denken“, 2016, und über Hermann Hesse „Bäume haben lange Gedanken“, 2018 folgten.

Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag und feiertags von 14:00 – 18:00 Uhr

Eintritt frei

Eröffnung mit zwei Vorträgen am 29.09.2019, 15:00 Uhr und 16:00 Uhr

Forsthaus Hohenroth 1

57250 Netphen


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