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Förderung für
den Waldbesitz

Arnsberger Waldforum 2025: Zukunft des Waldes im Dialog

Leitthema „Wald und Gesellschaft“ beleuchtet zukunftsgerichtetes Waldmanagement

05.11.25Pressemitteilung

Arnsberg – Der Wald in Nordrhein-Westfalen kann viel und ist viel: Lebensraum für rund 20.000 Tier- und Pflanzenarten, Klimaschützer, Rohstofflieferant und Ort der Erholung. In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, steht er deshalb im Zentrum vielfältiger gesellschaftlicher Erwartungen. Wie sich diese unterschiedlichen Ansprüche miteinander vereinbaren lassen, war Thema des Arnsberger Waldforums 2025 am 4. November auf dem Campus der Stadtwerke Arnsberg.

Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hatte zahlreiche Fachleute aus Forschung, Forstwirtschaft, Politik und Naturschutz eingeladen, um gemeinsam über ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Waldmanagement zu diskutieren.

Wald als gesellschaftlicher Gestaltungsraum

Dr. Martin Berges, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, eröffnete die Veranstaltung: „Wälder übernehmen zentrale Funktionen auch für Umwelt und Gesellschaft – von der Klimaregulation über wichtige Ökosystemleistungen bis hin zur Förderung kultureller Identität. Gleichzeitig ist der Wald im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen ein wertvoller Ort der Erholung. Der Klimawandel und der zunehmende Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen fordern ein zukunftsgerichtetes Waldmanagement und die Beziehung zwischen Wald und Gesellschaft gewinnt an Bedeutung. Das sind zentrale Faktoren für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung.“

Tim Scherer, Leiter Wald und Holz NRW, betont: „Der Wald prägt unsere Gesellschaft – und die Gesellschaft prägt unseren Wald. Diese Wechselwirkung ist zentral. Akzeptanz ist dabei ein Schlüsselbegriff: Akzeptanz für unterschiedliche Haltungen, Bedürfnisse und dafür, dass nachhaltiges Waldmanagement immer ein Ausgleich verschiedener Interessen sein muss.“

Gesellschaft im Fokus der Waldforschung

In seinem Vortrag „Gesellschaft im Fokus der Waldforschung“ beleuchtete Prof. Dr. Ulrich Schraml, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Wald aus wissenschaftlicher Perspektive und zeigte auf, wie stark gesellschaftliche Erwartungen die Waldentwicklung beeinflussen.

In einer lebhaften Podiumsdiskussion unter der professionellen Moderation von Johannes Büchs wurde deutlich, dass zukunftsgerichtetes Waldmanagement und nachhaltige Waldpolitik nur im Dialog und mit gegenseitigem Verständnis der unterschiedlichen Interessen gelingen können.

Viele Teilnehmende nutzen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven in die Diskussion einzubringen. Thomas Wälter, Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft, zeigte sich als Veranstalter zufrieden mit den Ergebnissen des Tages: „Gerade in der heutigen Zeit ist es ermutigend zu sehen, dass es neben dem ‚Entweder-oder‘ auch ein ‚Sowohl-als-auch‘ geben kann.“

Das Arnsberger Waldforum hat damit gezeigt, wie wichtig der offene Austausch über Chancen, Herausforderungen und Zielkonflikte im Umgang mit dem Wald ist – in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus.

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Malin Schneider-Pluppins
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: +49 251 91797 210
Mobil: +49 151 19514378
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