61. Wert- und Starkholzsubmission des RFAs Münsterland
Traditionsveranstaltung erlöst fast eine Million Euro für Waldbesitzende aus ganz Westfalen
Münster, 26. Februar – Wie schon in den vergangenen Jahren fand die traditionelle Münsterländer Wert- und Starkholzversteigerung auch in diesem Jahr wieder als Submission statt, seit 2021 nun zum bereits sechsten Mal. Am 20. Februar 2026 wurden im Gebäude des Regionalforstamtes Münsterland die schriftlichen Gebote geöffnet.
Angeboten wurden in diesem Jahr insgesamt 1.456 Festmeter (Vorjahr 874 Fm), davon 1.202 Festmeter Eiche. Darüber hinaus waren mit Ahorn, Erle, Esche, Kirsche, Nuss und Roteiche sowie Douglasie und Lärche zahlreiche weitere Buntlaub- und Nadelhölzer im Angebot. Insgesamt wurden 289 Einzelstämme und 111 Lose von 69 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aus dem Privat-, Kommunal- und Staatswald des Münsterlandes, des Ruhrgebietes und des Sauerlandes auf dem zentralen Wertholzlagerplatz in Münster-Wolbeck bereit gelegt.
Zum Submissionstermin lagen 22 schriftliche Gebote vor. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich größere Angebotsmenge (+ 66 %) konnte gegenüber dem Angebot von 2024 (488 Fm) noch einmal erheblich gesteigert werden. Beigetragen haben zur größten Liefermenge seit 2019 u.a. auch mehrere größere private und kommunale Forstbetriebe aus dem Sauerland, wodurch sich der Einzugsbereich der Veranstaltung noch einmal deutlich erweitert hat. Weitere Gründe sind darüber hinaus neben den nach wie vor guten Absatzmöglichkeiten für Wert- und Starkholz auch die günstigen Witterungsverhältnisse im Winterhalbjahr 2025/26, wodurch das eingeplante Wert- und Starkholz bestandes- und bodenschonend geerntet und gerückt werden konnte.
Da die meisten Positionen (97 %) zugeschlagen werden konnten, wechselte Holz im Gesamtwert von ca. 956.000 € den Besitzer. Der Durchschnittspreis der Eiche lag bei den Einzelstämmen mit 920 € / Festmeter (Vorjahr 895 €) knapp 3 % über dem Niveau der Vorjahrespreise und bei den Losen mit 565 € / Festmeter (Vorjahr 555 €) ca. 2 % über dem Wert des Vorjahres.
Der aus Käufersicht wertvollste Stamm mit dem höchsten Gebot je Festmeter kommt von einem privaten Waldbesitzer aus Horstmar im Kreis Steinfurt. Für die Eiche mit einer Länge von 5,40 m und einem Durchmesser von 79 cm wurden 2.279 € pro Festmeter geboten. Bei einem Volumen von 2,65 Festmetern lag der Gesamterlös bei 6.039,35 €. Den höchsten Gesamterlös bei den Einzelstämmen erzielte ebenfalls eine Eiche. Auch sie kommt aus dem Privatwald, in diesem Fall jedoch aus Dülmen im Kreis Coesfeld. Der Klammerstamm mit einer Gesamtlänge von 12,00 m, einem Durchmesser von 88 bzw. 82 cm und einem Volumen von 6,90 Festmetern erbrachte 11.495,40 € (1.666 € / Fm).
Beim Buntlaubholz erbrachte die Esche einen Durchschnittserlös von 269 € / Fm bei den Einzelstämmen (Vorjahr 266 € / Fm, + 1 %) und 231 € / Fm beim Losholz (Vorjahr 244 € / Fm, - 5 %). Die Roteiche erbrachte durchschnittlich 344 € / Fm bei den Einzelstämmen und 332 € / Fm beim Losholz.
Die Douglasie, in diesem Jahr mit 23,45 Fm vertreten, erbrachte einen Durchschnittserlös von 281 € / Fm.






