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„Urbane Wälder Rhein/Ruhr“ werden geehrt

22.05.19Pressemitteilung

Bund Deutscher Forstleute küren Waldgebiet des Jahres 2019.

Jedes Jahr kürt der Bund Deutscher Forstleute (BDF) – die Vertretung aller Forstleute in Deutschland – ein Waldgebiet zum „Waldgebiet des Jahres“. In diesem Jahr geht der Titel an die „Urbanen Wälder Rhein/Ruhr“.

Am Dienstag, dem 21. Mai wurde der Titel in Schwerte öffentlich übergeben. Damit lässt der BDF den Wäldern in der Metropolregion eine besondere Bedeutung zukommen, denn diese Wälder spielen eine überaus wichtige Rolle im städtischen Umfeld. Urbane Wälder werden mit ihren vielfältigen Funktionen in der Zukunft noch essentieller werden. Es gelingt hier in besonderer Weise, die forstliche Nutzung in Einklang mit dem Naturschutz und der Erholungsnutzung zu bringen.

Der BDF will mit der Auszeichnung vor allem auch den vor Ort tätigen Forstleuten danken, deren Tätigkeit ein überaus hohes Maß an sozialer Kompetenz, Dialogbereitschaft und Toleranz erfordert. In den Wäldern von Rhein und Ruhr handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Waldkomplex, sondern um einen Kulturraum mit vielfältigen, häufig eher kleinflächigen Wäldern, die von einer Vielfalt an Funktionen, Standorten, Eigentümern, Nutzern und Interessierten gekennzeichnet sind. Der Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet von Wald und Holz NRW, Reinhart Hassel, ist stolz auf die Ehrung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sehen darin unsere Arbeit hier in der Region bestätigt. In der öffentlichen Wahrnehmung wird hier Waldbewirtschaftung oftmals als Frevel an der Natur empfunden. Freizeit- und Erholungsnutzung, Umweltbildung und Naturschutz treten in der Wertschätzung der Menschen an erste Stelle. Die Pflege des Waldes, die Verkehrssicherung und die Bedeutung des Wertstoffes Holz für die nordrhein-westfälische Wirtschaft und für das Einkommen der Waldbesitzer im Privatwaldland Nordrhein-Westfalen erfordern aber regelmäßige Eingriffe im Wald. Forstliche Bewirtschafter in den Urbanen Wäldern Rhein / Ruhr müssen daher neben ihrem forstfachlichen Können auch über besondere soziale Kompetenzen verfügen, wenn sie diesen Spagat zwischen allen geforderten Waldfunktionen meistern und in dieser Region erfolgreich agieren wollen. Zukünftig werden wir durch den Klimawandel noch mehr gefordert. Einen Vorgeschmack lieferte dieses Jahr mit massiven Borkenkäferschäden, die sich wohl auch im nächsten Jahr noch fortsetzen“.

Weitere Informationen

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Nadine Neuburg
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: 0251/91797-211
Mobil: 0171/5873290
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