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Holz für unsere Möbel - 582 wertvolle Baumstämme in Bonn versteigert

Wertvollster Stamm aus dem Stadtwald Duisburg

08.02.19Pressemitteilung

Jährlich organisiert das Regionalforstamt Rhein Sieg Erft den Holzverkauf der wertvollsten Baumstämme aus dem Rheinland. Dazu wird eine sogenannte Wertholzsubmission – eine Versteigerung gegen schriftliches Höchstgebot - durchgeführt.

Die Bäume wurden im Zuge der winterlichen Waldpflege unter Beachtung des Prinzips der Nachhaltigkeit in den rheinischen Forstämtern und Forstbetrieben gefällt und zum zentralen Wertholzlagerplatz hier nach Bonn transportiert.

Denn für wertvolle Einzelhölzer besteht ein bundesweiter Spezialmarkt, so dass nur durch die Bündelung von Holzmengen interessannte Angebote für Sägewerke und Furniererzeuger geschaffen werden können.

Seit Anfang Januar konnten die Kaufinteressenten die wertvollen Stämme auf dem Wertholzlagerplatz begutachten und ihre Gebote schriftlich in verschlossenem Umschlag beim Forstamt einreichen. Gestern wurden die verschlossenen Umschläge unter Beteiligung von Käufern und Verkäufern im Submissionslokal Waldau auf dem Venusberg geöffnet und ausgewertet.

Insgesamt haben bei der diesjährigen Submission 63 private, staatliche und kommunale Forstbetriebe 866 m³ Wertholz angeboten.  Im Vorjahr waren es mit 1235 m³ deutlich mehr, doch vor dem Hintergrund der riesigen Borkenkäferschäden in den Wäldern haben die Forstbetriebe den Einschlag von Laubholz zurückgenommen. Der Schwerpunkt der Holzarten liegt mit 61 %  bzw. 529 m³ eindeutig beim Eichenholz. Seit Jahren bestehen sehr gute Marktbedingungen für Eichenholz, denn in der Möbelbranche liegt die Baumart Eiche unverändert im Trend.  Angeboten wurden außerdem 31 m³ Nadelholz und 223 m³ „Buntstammholz“ (= sonstige Baumarten mit hellem, rötlichem oder dunkelem Holz), darunter 23 m³ Esche, 87 m³ Kirsche und 45 m³ Ahorn, aber auch Raritäten wie Nussbaum und Esskastanie.

In der Waldau fand am 06.02. unter Regie von Forstamtsleiter Uwe Schölmerich ab 10:00 h die Eröffnung der Gebotslisten und der Verkaufszuschlag für einzelnen Stämme statt. Insgesamt hatten 26 Holzkäufer aus dem In- und Ausland Gebote abgegeben.
 
Die diesjähre „Braut“ (= wertvollster Stamm) der Wertholzsubmission war ein mächtiger Eichenstamm aus dem Stadtwald Duisburg. Für diesen Stamm mit einem Durchmesser von 84 cm wurde 1049 € je m³ geboten. Bei einem Gesamtvolumen des Stammes von 3,55 fm brachte es dieser Einzelstamm auf einen Gesamtwert von 3723 €.

Insgesamt wurde Holz im Wert von 325 000 € verkauft. Beim Hauptsortiment Eichenholz wurde ein Durchschnittspreis von 540 € je m³ erzielt.

Uwe Schölmerich zeigte sich  mit dem diesjährigen Submissionsergebnis preislich zufrieden, während die Angebotsmenge doch etwas größer hätte sein können.  „Die guten Preise zeigen, dass sich eine kontinuierliche Pflege der Wälder lohnt. Das Ziel der Forstbetriebe und Waldbesitzer muss es sein, den Anteil der Werthölzer an der Gesamtproduktion deutlich zu erhöhen.“ Auch im Wald gilt der Grundsatz: Qualität zahlt sich aus!

Die Einnahmen aus dem Wertholzverkauf werden von den Forstbetrieben dringend gebraucht. Der Sturm Friderieke im Januar 2018 und die Trockenheit des vergangenen Sommers haben große Schäden in den Wäldern hinterlassen. Entstandene Freiflächen sind mit jungen Bäumen zu bepflanzen und durch dauerhafte Pflege zu stabilen Mischwäldern zu entwickeln. Und das kostet viel Geld.

Außerdem dient die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz – jeder Bundesbürger „verbraucht“ pro Jahr ca. 1,5 m³ Holz – dem Klimaschutz, denn in langlebigen Holzprodukten wie Möbel oder Fußbodendielen aus Eichenholz wird das klimaschädliche Treibhausgas CO2 gespeichert.

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Stephan Schütte
Flerzheimer Allee 15
53125  Bonn

Tel.: 02243/9216-31
Mobil: 0171/5871131
Fax: 02243/9216-86
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