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Binationale Lösungswege zur Kalamitätsaufarbeitung

01.04.19Pressemitteilung

In der Zeit vom 25. März bis 30.März besuchte der italienische Wissenschaftler Dr. Raffaele Spinelli das Forstliche Bildungszentrum.

Dr. Raffaele Spinelli gehört seit vielen Jahren zu den führenden Forsttechnikexperten seines Landes und ist durch seine weltweiten Lehrtätigkeiten und Forschungsaktivitäten und seine Mitarbeit in Gremien der EU und FAO auch international anerkannt.  Er leitet bei IVALSA in Florenz die Forschungsgruppe „Forstliche Mechanisierung und Biomasseversorgung“. Die Aktivitäten erstrecken nicht nur auf Italien, sondern man ist auch in europäischen Vorhaben sowie auf Süd- und Nordamerika in internationale Kooperationen und Netzwerke eingebunden.

IVALSA, das Institut für Forst- und Holzwirtschaft des Nationalen Forschungsrates, ist das größte italienische Forschungsinstitut für den Bereich Forst- und Holzwirtschaft. Die Belegschaft von IVALSA besteht aus 80 Mitarbeitern, die sich auf die vier Niederlassungen in Trento, Florenz, Grosseto und Catania verteilen. Die Forschungstätigkeiten umfassen die technologische Entwicklung von Holz, Bauwesen, Dendrochronologie und Erhaltung des kulturellen Erbes, Schutz und Aufwertung der Wälder, Unterstützung für Unternehmen, Bildungs- und Dokumentationsdienste.  IVALSA arbeitet mit vielen Universitäten zusammen und beteiligt sich an vielen nationalen und europäischen Forschungsprojekten. Darüber hinaus beteiligt sich IVALSA an der Standardisierung von Prozessen für den gesamten Holzbereich auf nationaler und europäischer Ebene.

Das Forstliche Bildungszentrum wurde von der forstlichen Professur für Verfahrenstechnik der TU München um Unterstützung eines binationalen Vorhabens gebeten. Deutsche und italienische Wissenschaftler wollen gemeinsam die mentale Belastung von Bedienern von Harvestern erforschen wenn diese unter Bedingungen der naturnahen Waldwirtschaft arbeiten. In welcher Art und Weise verursachen Faktoren wie Baumartenmischung, Sichtbehinderung durch Naturverjüngung oder auch Hangneigung besonderen Stress bei Maschinenbedienern. Ergänzt wurde die Fragestellung um die aktuelle Situation der Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Nach Einschätzung von Dr. Spinelli nehmen auch in Italien die kalamitätsbedingten Holzerntemaßnahmen mitbedingt durch den Klimawandel stark zu. Für den Forscher aus Florenz bieten die Bestände des Arnsberger Waldes verbunden mit der beim FBZ vorhandenen Infrastruktur mit echten Maschinen und Simulationsumgebung ideale Arbeitsbedingungen.     

„Die Fragestellung ist vor der aktuellen forstlichen Situation der Aufarbeitung von Kalamitätsholz und der zunehmenden Herausforderung des Klimawandels auch für Nordrhein-Westfalen von großem Interesse“ so der Leiter des Forstlichen Bildungszentrums Thilo Wagner. Man unterstützt in Arnsberg-Neheim gerne solche gemeinsamen Vorhaben.

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Hinnerk Uhlenbrock
Alter Holzweg 93
59755  Arnsberg

Tel.: 02931/7866-332
Mobil: 0151/19514394
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