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54. Wertholzversteigerung des Regionalforstamtes Münsterland

Große Nachfrage nach wertvollen Stämmen aus den Wäldern Nordrhein-Westfalens

26.02.19Pressemitteilung

Am Freitag, den 22. Februar fand in Appelhülsen traditionell die diesjährige Wertholzversteigerung statt. Nur die besten Hölzer von Waldbesitzern aus dem Privat-, Kommunal-, und Staatswald kamen unter den Hammer. Insgesamt warteten 222 Einzelstämme und 221 Lose mit insgesamt 2018,09 Festmeter (2018,09 Kubikmeter) Holz auf Bieter.

Den Schwerpunkt des angebotetenen Holz bildeten Eichen (1841,71 Fm) und Eschen (101,97 Fm). Daneben wurden Baumarten wie Roteiche, Ahorn, Kirsche oder Lärche versteigert. Gut 35 Holzkäuferinnen und Holzkäufer aus ganz Deutschland, Belgien, den Niederlanden und China boten auf die Wert- und Stammhölzer der verschiedenen Baumarten. Insgesamt wechslte Holz im Wert von 843320,09 Euro den Besitzer. Für den aus Sicht der Käufer wertvollsten Stamm wurde 1550 Euro pro Festmeter geboten. Mit einem Gesamtvolumen von 3,40 Festmetern erbrachte er einen Erlös von 5.270 €. Der teuerste Stamm der Veranstaltung war aufgrund des größeren Gesamtvolumens allerdings die Platzposition 1. Dieser Eichenstamm erzielte bei einem Gesamtvolumen von 6,68 Festmetern und einem Durchschnittspreis von 1.280 €/fm einen Gesamtpreis von 8.550 €.

Käufer der Stämme waren auch in diesem Jahr vor allem Holzhändler, Furnierhersteller, regionale und überregionale Sägewerker sowie Holzbildhauer und Tischler. Auch Heiner Wehmeyer vom Furnierwerk Wehmeyer in Havixbeck schaute ganz genau hin. Er legt sein Augenmerk auf gleichmäßige Jahresringe, Farben und Strukturen. "Jeder Baum hat seine kleinen Fehler, aber genau deshalb finde ich es so spannend, das Beste aus dem Naturstoff herausholen zu können", so Wehmeyer. Die von ihm ersteigerten Stämme gehen unteranderem in den Yachtbau. Der Wald ist damit auch Grundlage für zahlreiche Arbeitsplätze. Ein weiterer Vorteil im Zeichen des Klimawandels: das Holz speichert langfristig CO² und es ersetzt häufig auch energieintensive Werkstoffe wie Kunststoff oder Beton.

Die heimischen Eichen blicken meist auf ein langes Leben von nicht selten über 200 Jahren zurück. Zu Beethovens Zeiten gepflanzt und 2019 versteigert. In diesen 200 Jahren wurden durch ständige Pflege der Forstleute, Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aus den zarten Eichenpflänzchen, stattlich, tonnenschwere und wertvolle Bäume.

Ohne menschliche Unterstützung, hätten es die meisten Eichen in NRW jedoch schwer. Denn in unseren Wäldern ist die Rotbuche vorherrschend und lässt natürlicherweise nur selten Platz für die lichtbedürftige Eiche. Durch die regelmäßige Waldpflege können Forstleute den Eichen hier helfen und für Licht am Boden sorgen.

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Nadine Neuburg
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147  Münster

Tel.: 0251/91797-211
Mobil: 0171/5873290
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