Wie geht es dem Wald? - Wald & Holz Skip to main content

Wie geht es dem Wald?

Beginn der jährlichen Untersuchungen zum Waldzustand in NRW

20.07.18Pressemitteilung

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser startet in Schermbeck gemeinsam mit der Landesforstverwaltung die diesjährige Waldzustandserhebung

Andreas Wiebe, Ursula Heinen-Esser, Lutz Falkenried
v.l.n.r.: Andreas Wiebe, Leiter Wald und Holz NRW, Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Lutz Falkenried, Inventurleiter für die NRW-Waldzustandserhebung bei Wald und Holz NRW. (Foto: Peter Schütz, MULNV)

In Schermbeck im Kreis Wesel beginnen heute die diesjährigen Geländeaufnahmen zum Waldzustand in Nordrhein-Westfalen. Mit vor Ort zum Start der Erfassung war auch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Der Schutz und die nachhaltige Nutzung unserer Wälder ist unsere vordringliche Aufgabe. Nicht zuletzt für unser Klima und für eine saubere Luft ist der Wald unsere grüne Lunge. Die Fähigkeit, sich nach Schäden wieder zu erholen, ist gerade in Zeiten zunehmender extremer Wetterereignisse besonders wichtig. In diesem Jahr waren die Wälder zu Jahresbeginn den Stürmen Burglind und Friederike ausgesetzt, aktuell der anhaltenden Trockenheit. Nur möglichst gesunde und widerstandsfähige Wälder gewährleisten die vielfältigen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen des Waldes. Deswegen ist es wichtig, jährlich den Gesundheitszustand der Wälder zu bewerten."  

Um langfristige Trends zu erkennen, wird der Gesundheitszustand unserer Wälder seit über 30 Jahren einem speziellen Monitoring unterzogen. Lutz Falkenried, Inventurleiter für die NRW-Waldzustandserhebung beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW erläutert: "Die Vitalität von Bäumen lässt sich gut am Zustand ihrer Kronen ablesen. Für die gesamte Waldfläche in Nordrhein-Westfalen werden im Sommer an 560 Stichprobepunkten mehr als 10.300 Einzelbäume aufgenommen." Die so erhobenen Daten liefern auch wertvolle Informationen zur aktuellen Diskussion über mögliche Auswirkungen des Klimawandels.

Lutz Falkenried umringt von Menschen
Lutz Falkenried erläutert die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2017. (Foto: Peter Schütz, MULNV)

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: "Unsere Forstleute müssen sich jetzt um den Wald von übermorgen kümmern, damit sich die Menschen auch im kommenden Jahrhundert noch im Wald erholen und eine artenreiche Natur erleben können. Gleichzeitig legen sie den Grundstein, dass gerade in den ländlichen Regionen die Wirtschaftsfaktoren Wald und Holz erhalten bleiben, damit kommende Generationen davon profitieren. Die von unseren Forscherinnen und Forschern laufend aktualisierten Daten der Waldzustandserhebungen erlauben einen detaillierten Rückblick in mehr als 30 Jahre Waldentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Diese umfangreichen Daten sind eine wichtige Hilfe, um die richtigen Entscheidungen für den Wald der Zukunft zu treffen, der neben seinen vielen Sozialfunktionen auch als wichtigster Lieferant für den nachwachsenden Rohstoff Holz unverzichtbar sein wird."

Die Ergebnisse der diesjährigen Waldzustandserhebung wird das NRW-Umweltministerium im Spätherbst vorstellen.

Hintergrund

Untersuchungen zum Waldzustand begannen im Zusammenhang mit Säureeinträgen ("Waldsterben durch sauren Regen") in den 1980er Jahren.   

Die jährliche Waldzustandserhebung ist heute Teil des forstlichen Umweltmonitorings in NRW. Seit 2014 erfolgt die Waldzustandserhebung in ganz Deutschland. In NRW wird sie federführend durch den Landesbetrieb Wald und Holz NRW durchgeführt. Mit eingebunden sind das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und der Geologische Dienst NRW.  

Die Daten aus allen Waldzustandserfassungen fließen in das neue Waldbaukonzept für den Waldbesitz ein, dass Ende des Jahres vorgestellt wird. Ferner sind sie auch eine wichtige Grundlagen für die "Klimaanpassungsstrategie Wald NRW".

Pressekontakt

MULNV
Peter Schütz

Tel.: 0211/4566-719
Fax 0211/4566-706
E-Mail: senden

www.umwelt.nrw.de


» Seite drucken