Waldbrandgefahr durch lange Trockenheit deutlich erhöht - Wald & Holz Skip to main content

Waldbrandgefahr durch lange Trockenheit deutlich erhöht

Regionalforstamt Niederrhein ruft Waldbesucher und Autofahrer zu Sorgfalt auf

23.07.18Pressemitteilung

Aufgrund der aktuell sommerlichen Temperaturen herrscht derzeit in vielen Wäldern am Niederrhein die zweithöchste Waldbrandstufe.

Bodenfeuer
Trockenes Gras begünstigt Bodenfeuer - schon eine glimmende Zigarette reicht aus" (Foto: Thomas-Hans Deckert, Wald und Holz NRW)

Aufgrund der aktuell sommerlichen Temperaturen herrscht derzeit in vielen Wäldern am Niederrhein die zweithöchste Waldbrandstufe.  

Der vom Deutschen Wetterdienst erstellte Waldbrandgefahrenindex (WBI) erreicht auch in den nächsten Tagen am Niederrhein die Stufe 4 von 5. Mit Niederschlägen und fallenden Temperaturen und einer somit einhergehenden Entspannung der Gefahrenlage ist nicht zu rechnen.  

Dies ist im Sommer nicht ungewöhnlich. Doch in diesem Jahr gestaltet sich das Frühjahr und auch der Sommer trockener und wärmer als in den Vorjahren. Daher sollten sich Waldbesucher unbedingt an folgende Regeln halten, um Tiere, Pflanzen und sich selbst nicht zu gefährden:  

  • Einhalten des gesetzlichen Rauchverbots (1. März bis 31. Oktober)
  • Kein Feuer / Grillen im und am Wald (100 Meter Mindestabstand)
  • Freihalten der Waldzufahrten für die Feuerwehr
  • PKW's nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht um dieses in Brand zu setzen
  • Keine Zigaretten aus dem Fahrzeug werfen
  • Erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch
  • Kleine Entstehungsbrände direkt löschen, wenn das gefahrlos möglich ist
  • Brandherde der Feuerwehr (112) melden und den Wald auf kürzestem Weg verlassen 

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienst ist ein guter Orientierungswert in den verschiedenen Regionen. Vor Ort kann die tatsächliche Waldbrandgefahr stark schwanken. Unsere Försterinnen und Förster vor Ort können die Situation am besten einschätzen und darauf reagieren. Zum Teil kann trotz gleicher Witterungsbedingungen die Waldbrandgefahr lokal unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Brandanfälligkeit von Wäldern hängt zudem stark davon ab, was unter den Bäumen steht. Hohes Gras wächst da wo Licht an den Waldboden kommt. Das ist vor allem der Fall, wenn ein Sturm wie FRIEDERIKE viele Bäume umgeschmissen hat  oder auf freien Flächen, wo viele neue Bäume gepflanzt wurden. Meist entstehen Waldbrände als Bodenfeuer.  

Die hohe Zahl der Waldbesucher in NRW ist beim Thema Waldbrand von Vorteil. Denn durch die vielen Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden die meisten Brände entdeckt. Und da heute fast jeder mit einem Handy unterwegs ist, wird die Feuerwehr zeitnah informiert.  

Bleibt die Wetterlage weiterhin trocken und warm, behält sich das Regionalforstamt Niederrhein vor, das Waldbetretungsrecht einzuschränken.  

Auch jetzt wird schon darum gebeten, im Wald auf den Wegen zu bleiben.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Bianca Hutmacher
Moltkestraße 8
46483 Wesel

Tel.: 0281/33832-40
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