Wald und Holz NRW setzt Innovationsschwerpunkte auf der Interforst 2018 - Wald & Holz Skip to main content

Wald und Holz NRW setzt Innovationsschwerpunkte auf der Interforst 2018

05.09.18Pressemitteilung

Vom 18. bis 22. Juli öffnete die 13. internationale Leitmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik INTERFORST in München ihre Tore. Die laut Messe München "größte INTERFORST aller Zeiten" mit 75.000 Quadratmetern und 453 Ausstellern lockte an den fünf Messetagen über 50.000 Fachbesucher in die bayerische Landeshauptstadt.

Michaela Kaniber, Ute Seeling und Thilo Wagner
Foto: Wald und Holz NRW

Das dominierende Messethema, sowohl bei den großen Maschinenherstellern, als auch im Kongress, in Foren und Sonderschauen, war die fortschreitende Digitalisierung der Forstwirtschaft. Das Thema Forstwirtschaft 4.0 wurde in einer Sonderschau "Vom Keimling zum Kantholz - Prozesskette Holz" des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) federführend gestaltet.  Diese Umsetzung der gesamten Wertschöpfungskette, von der Bestandesbegründung bis hin zum Endprodukt in digitaler Form, wirken gemeinsam die RWTH Aachen, die TU München und das Forstliche Bildungszentrum von Wald und Holz NRW. Die nordrhein-westfälischen Erkenntnise zur wertoptimierten Holzaushaltung mittels Auftragslisten bei der Harvesteraufarbeitung wurden dem Messebesucher mit Hilfe eines neuen innovativen Lehrmediums, der Hololens, nähergebracht. Die Möglichkeit, die Realität in Kombination mit virtuellen Inhalten aufzuzeigen (mixed reality), stieß - als erste forstliche Anwendung dieser Art und Messepremiere - auf großes Interesse bei den Besuchern. Mit der Hololens-Brille konnten Interessenten an einem liegenden Stamm in die Rolle des Waldarbeiters schlüpfen und durch die Brille verschieden bewertete Sortier- und Einschnittvorschläge sehen. Die unterschiedlichen Sortimente und deren Berechnungen wurden im Mixed-Reality-Modus direkt am Stamm aufgezeigt.     

Am ersten Messetag erhielten die Arnsberger Kollegen an ihrem Stand prominenten Besuch durch die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber. Bei einem zweistündigen Messerundgang führte sie intensive Gespräche mit zahlreichen Ausstellern, ließ sich Maschinen und Geräte vorführen und zeigte sich beeindruckt, "wie innovativ die ausstellenden Unternehmen hier arbeiten". "Man hat hier absolut mit HighTech zu tun", so Kaniber weiter. Davon überzeugte sich die Ministerin auch praktisch am Messestand von Wald und Holz NRW.

Messestand
Foto: Wald und Holz NRW

Als weiteren Messebeitrag präsentierte Wald und Holz NRW zusammen mit den Entwicklern der Berner Fachhochschule und Kollegen von ThüringenForst die Funktionsweise und Handhabung eines Messsystems zur automatisierten Erfassung der Wegezustände. Um einen reibungslosen Ablauf des Forstbetriebes zu gewährleisten, ist eine äußere Erschließung des Waldes wichtig. Dies wird über Wald- und Maschinenwege gewährleistet. Im Rahmen der Optimierung ist es notwendig, den Wegezustand zu erheben und die Wege bei Bedarf zu pflegen.

Die mobile Wegezustandserfassung und Wege-App ermöglicht es, den Waldweg mit seinen Parametern "Profil" und "Oberflächenbeschaffenheit" schnell und objektiv zu erfassen. Die erfassten Daten werden im Programm iFOS evaluiert und bilden die Entscheidungsgrundlage dafür, ob die Wege den Vorgaben entsprechen oder eine Pflege erforderlich ist. Viele Messebesucher zeigten sich von der Weiterentwicklung des auf der KWF-Tagung 2016 erstmals vorgestellten Prototypen beeindruckt.   

Der wissenschaftliche Kongress beschäftigte sich diesmal mit den Themen Klimawandel und Holznutzung, Digitalisierung, Bioökonomie und Ausbildung. Auf Einladung des Veranstalters referierte dort der Leiter des Forstlichen Bildungszentrums Thilo Wagner über die Zukunft der forstpraktischen Ausbildung. Der gesamte Vortrag ist hier nachzulesen.

Die INTERFORST 2018 hat eindrucksvoll gezeigt, dass wir es mit einer modernen HighTech-Branche zu tun haben. Digitale Lösungen sind in der Wald- und Forstwirtschaft überall auf dem Vormarsch und schon heute aus den Forstbetrieben nicht mehr weg zu denken. Wald und Holz NRW ist mit seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diesem Sektor für die Zukunft gut gerüstet.

Weitere Informationen

Vortrag von Thilo Wagner

Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Thilo Wagner
Alter Holzweg 93
59755 Arnsberg

Tel.: 02931/7866-311
Mobil: 0171/5870096
Fax: 02931/7866-333
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