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Laub-Pionierbaumarten – Potenzial und Behandlungsstrategien

SPA Waldbau und Forstvermehrungsgut erstellt Konzept zum Pionierbaumartenmanagement

09.10.18Pressemitteilung

Mehr als zehn Jahre nach Kyrill sind viele Waldflächen wiederbewaldet - dies ist nicht immer durch Zutun der Waldbesitzenden geschehen.

Wiese und Wald
Foto: Dr. Bertram Leder, Wald und Holz NRW

Wird eine Störungsfläche der natürlichen Sukzession überlassen, so siedeln sich häufig als erstes lichtliebende Laub-Pionierbaumarten wie Birke, Vogelbeere, Salweide oder Aspe an, die im Gegensatz zu Nadel-Pionierbaumarten wie Lärche oder Kiefer noch immer bisweilen nicht in die waldbauliche Planung mit einbezogen werden.
"Im Rahmen des Klimawandels werden Stürme, aber auch andere Störungsereignisse häufiger erwartet", so Dr. Bertram Leder von der Schwerpunktaufgabe für Waldbau und Forstvermehrungsgut bei Wald und Holz NRW.
Waldbesitzende stehen so immer öfter vor den Fragen: Was soll mit den natürlich angesamten Laub-Pionierbaumarten passieren? Muss ich sie entfernen, weil sie meine Hauptbaumarten überwachsen? Oder kann ich sie im Gegenteil als Vorwald einbeziehen oder gar ihr Holz wirtschaftlich nutzen?

Bäume
Foto: Dr. Bertram Leder, Wald und Holz NRW

Unter anderem zur Beantwortung dieser Fragen läuft seit 2008 eine Dauerbeobachtung auf Kyrillflächen. Diese wurden im Rahmen des Prozesses "Countdown 2010" in Selbstverpflichtung durch Wald und Holz NRW der natürlichen Wiederbewaldung überlassen und dienen nun der Forschung. Neben der ursprünglichen Absicht, zur Erhöhung der biologischen Vielfalt beizutragen, wird dort untersucht, welche Bodenvegetation und welche Baumarten sich auf diesen Flächen zuerst ansiedeln und welche davon im Laufe der Zeit das Rennen machen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen fließen ein in ein Konzept zum Pionierbaumartenmanagement, das aktuell in der Schwerpunktaufgabe für Waldbau und Forstvermehrungsgut erstellt wird.
Das Konzept wird die wichtigsten Laub-Pionierbaumarten vorstellen, ihre ökologische und wirtschaftliche Bedeutung erörtern und schließlich Hinweise geben, wie der oder die Waldbesitzende dieses "Geschenk der Natur" und damit die Prozesse der biologischen Automation für sich nutzen kann.

Weitere Bilder

Wiesen und Bäume
Herbstliche Bäume

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Obereimer 2a
59821 Arnsberg

Tel.: 02931/7866-405
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Wald und Holz NRW
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Obereimer 2a
59821 Arnsberg

Tel.: 02931/7866-413
Mobil: 0175/8508710
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